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Wann ist ein Arzneimittel gut gewählt?

In der Homöopathie haben wir oft eine Vielzahl an möglichen Arzneimitteln (AM), die bei einer Beschwerde zur Verfügung stehen.
Unter diesen wählen wir das AM, das am besten zu passen scheint. Je mehr dieses AM an Beschwerden in sich vereint, desto besser wird es helfen.

Bei akuten Beschwerden haben wir oft nur 2-3 Einzel-Beschwerden. So ein Mückenstich ist erstmal meist rot, kann auch ziemlich jucken und wird schmerzhaft. Also brauchen wir ein AM, das „Mückenstich“, „jucken“ und „brennen“ hat. Je mehr Beschwerden, desto besser.

Bei chronischen Beschwerden (also etwas, was schon länger und immer wieder auftaucht – „chronisch“ = schon seit einer Weile) müssen wir noch mehr Beschwerden einbeziehen. Sicherlich würde ein nicht so passendes AM auch helfen. Aber da wir „Gesundheit“ anstreben und nicht die Unterdrückung der Beschwerde wollen, werden wir vernünftigerweise so lange suchen, bis wir eine Beschreibung antreffen, die möglichst viele Beschwerden abdeckt.

Speziell die psychischen (also Gefühle und Gedanken) Reaktionen können einen guten Hinweis bei der Mittelwahl bilden. Hier genannt „psychosomatische Homöopathie“.

Um das passende AM zu finden, können wir in Büchern lesen, wie sich diese darstellen. Diese Bücher finden wir normalerweise unter „MM“ (Materia medica, homöopathische Arzneimittel-Lehre). Es gibt auch ein Online-Portal, wo dies gut beschrieben ist (Adresse linke ich im Kommentar ein – Adressen speichern !!!)

Beim Auswählen ist es besonders nützlich, die Schmerz-ART, den Zeitpunkt (morgens, mittags, abends…) und andere „Modalitäten“ mit einzubeziehen. Was hier besonders gut trifft, ist allgemein auch besonders nützlich und hilft langfristig.

Unser AM ist also dann gut gewählt, wenn möglichst VIELE Beschwerden im AM-Bild beschrieben sind. Das unterscheidet die Homöopathie von der Schulmedizin, wo bei einem Mückenstich die Beschwerden nur unterdrückt werden (Cortison, Hydrocortison). Beim Mückenstich mag das noch egal sein. Aber bei anderen akuten oder chronischen Beschwerden führt Unterdrückung NICHT zur Gesundheit, denn die körperlichen Reaktionen haben immer einen Sinn.

 

Welche Potenz ist sinnvoll?

Bei allen akuten Beschwerden, die nicht lebensbedrohlich sind (hier IMMER Fachpersonal hinzuziehen!), verwende ich

D4, 6, 8 oder C6: jüngere Menschen
D12 oder C12: Menschen ca. ab 10 Jahre
LM 1: 1-jährig
LM 2: 2-jährig

LM 6: ab 6-jährig

LM-Potenzen sind sehr „vorsichtig“, also oft gut geeignet, wenn wir noch nicht über großartige Erfahrung verfügen.

 

► MM – Materia Medica

für den Hausgebrauch

Inhalt:

Dieses Buch ist geschrieben vor allem für die Mütter, die bei aktuellen Beschwerden in der Familie den Umgang mit homöopathischen Mitteln ergreifen wollen. Die Arzneimittelbilder beschreiben den Gemütszustand, in dem sich Betroffene befinden. Damit soll auch ohne medizinische Ausbildung der Einsatz von Homöopathie erleichtert werden.
In dieser Materia Medica finden sich 150 homöopathische Arzneimittel beschrieben:
Konstitution, Kinder, Gemüt, Leitsymptome, Modalitäten, Antidote, Vergleichsmittel.
Außerdem befindet sich in der Einleitung ein kleines Glossar, in dem die Diathese / generelle Veranlagungen beschrieben sind, wie sie von den klassischen Homöopathen genutzt werden.

► Die sogenannten „Kinderkrankheiten“

Inhalt:

Homöopathische Möglichkeiten der Behandlung mit Repertorium und psychologischer Besprechung der infrage kommenden Heilmittel

 

► Stauffer – Klinisch homöopathische Arzneimittellehre

für die, die auf ein umfassendes Buch als MM zurückgreifen wollen (3-bändig).

 

Websites zur MM-Suche

Homöopathisches Link-System

Dr. JJ Kleber

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