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Krankheiten betreffen regelmäßig immer den gesamten Organismus, stellen sich aber häufig nur an bestimmten Teilen dar. Das liegt daran, dass wir immer als gesamter Mensch an den Vorgängen unseres Lebens beteiligt sind.

Weder unsere Medizin noch unser Denkvermögen haben sich darauf eingestellt. Darum ist unsere Vorstellung oft die, dass der Heilende Arm, Bein oder Kopf des Kranken „reparieren“ soll; entsprechend haben sich die Zweige der medizinischen Wissenschaft auch dahingehend ausgeprägt.

Bemühen wir uns jedoch, die Verbindung und die Bezüge zwischen Körper, Denken und Fühlen zu verstehen, so ergeben sich weitere und nützliche Perspektiven:

Die Teile unseres Körpers können uns Aufschluss über unsere Methode geben, mit der wir das Leben handhaben. Sie erzählen uns viel über unsere Lebenseinstellung, unsere Ängste, unsere Stärken und über unsere Kompromisse, die wir eingehen oder eingegangen sind, um in unserer Gruppe und Gesellschaft zu überleben. So teilt uns unser Körper mit, wo wir uns selbst nicht gerecht werden.

Vielleicht sind wir kreativer, als wir je angenommen haben. Vielleicht hat uns nur nie jemand gesagt, WIE kreativ wir wirklich sind. Vielleicht haben wir auch nur nicht richtig hingehört.

Oder aber wir sind wesentlich intelligenter (auf geistigem Gebiet), als wir je angenommen haben. Vielleicht sind wir die geistiges Zwillingsschwester oder der entsprechende Bruder von Albert Einstein, nur toben wir diese Fähigkeit im Haushalt beim Planen unserer Tätigkeiten aus, damit der Nachwuchs noch bei den Hausarbeiten betreut und der Job, der das bisschen Freizeit finanziert, auch noch erledigt wird. Dann haben wir nie bemerkt, wie gut wir wirklich sind.

Vielleicht sind wir wirklich viel besser, als wir je angenommen haben. Unser Unterbewusstsein weiß um unsere Stärken und Schwächen. Deshalb findet dieses Unterbewusstsein es gar nicht angebracht, wenn uns mangelnde Intelligenz oder mangelndes Einfühlungsvermögen vorgeworfen wird. Es reagiert.

Das tut es, weil wir selbst uns auch nie gesagt haben: „Ich bin wirklich gut – ich kann wirklich kreativ sein – ich schaffe wirklich etwas Schönes, Erfolgreiches und Angenehmes!“ Wir selbst haben das vielleicht gar nicht in Erwägung gezogen. So fühlen wir uns nun schlecht, weil uns niemand lobt – auch nicht wir selbst.

Unser Körper erzählt uns, wo wir die Dinge verbessern können, indem er uns dort einschränkt, wo wir uns selbst einschränken oder einschränken lassen. Unser Körper reagiert auf unsere persönliche Sicht der Welt.

Der Körper ist aufgeteilt in eine rechte und eine linke Seite, die jeweils von der gegenüberliegenden Seite des Gehirns gesteuert werden. Jede Seite ist in ihren Begabungen und Fähigkeiten ausgestattet. Analog vertritt deshalb jede Körperhälfte einen anderen Hintergrund.