Inhalt

Eli kann nichts abwägen, ist zu keiner Kritik fähig. So ähnlich wie wir als kleines Kind waren, als wir noch zu unseren Eltern aufschauten, sie für GöttInnen hielten und dachten, sie alleine würden die Welt bewegen. Ihnen wollten wir gefallen, ihnen wollten wir alles recht machen. Sie liebten wir von ganzem Herzen und erwarteten ihre Liebe. Wir waren völlig außerstande, irgendetwas kritisch zu betrachten. Wir waren unfähig zu lügen. Wir wollten nur sein – so wie wir uns gewünscht fühlten. Im Gegensatz zu Eli hatten wir jedoch nicht die Macht, Materie zu formen, weil uns noch die Bilder fehlten, denen wir diese Formen hätten anpassen können. Deshalb bestanden wir erst einmal aus den Bedürfnissen zu essen, zu trinken, zu atmen, uns zu freuen und zu schlafen.

Eli jedoch schläft nie – nicht eine Mini-Sekunde lang. Eli darf nicht schlafen, damit wir weiteratmen, unser Herz weiterschlägt und alle Körperfunktionen weiterlaufen. Eli hat einen 24-Stunden-Dienst in dieser Dreiergemeinschaft. Und er weiß, wie das geht, denn er besitzt das perfekte Gedächtnis für alles, was er je berührt hat. Dazu behält er auch für immer Kontakt, so als habe er mit einem hoch elastischen Kleber wie eine Spinne einen Faden gesponnen, der ihn dieses ganze Leben lang mit allen Faktoren dieses Daseins verbindet. Er hört auf Dikta, die ihm mit Bilder zeigt, was sie sich vorstellt.

Dikta ist das Wesen, das Gedanken und Gefühle bewusst steuern kann. Sie ist diejenige, die sich etwas vorstellen kann. Sie kann von der Zukunft träumen oder der Vergangenheit nachhängen. Sie kann aber auch äußerst aufmerksam im Hier und Jetzt sein (bei sich) und alles, was sie wahrnimmt, für sich nutzen. Sie ist kritisch, deshalb kann sie „nein“ sagen. Sie kann abwägen, ob sie etwas will oder es ablehnt. Ihre Bilder schickt sie ständig an Eli, damit der weiß, was er umsetzen soll. Dikta hat soziales Verständnis und kann einschätzen, wie sich das Leben innerhalb der großen Lebensgemeinschaft „Erde“ gestalten sollte. Deshalb muss Dikta auch sehr vorsichtig sein mit allem, was sie denkt oder wo sie sich hineinfühlt. Da Eli ihr jeden Wunsch von den Augen abliest, können Folgen eintreten, die Diktas Vorstellungen eigentlich gar nicht entsprechen. Wieso das so laufen kann, werde ich später beschreiben.

Harmo steht über all diesen Alltäglichkeiten, denn es sieht das Große Ganze, bemüht, uns liebevoll im Arm zu halten.  Es kennt unsere Lebensaufgabe und führt uns durch alle Unbilden hindurch.

All diese Wesen = „Körper“ sind miteinander verflochten und wohnen für dieses Dasein in einem Körper, den sie mit Energie versorgen und in allen seinen Funktionen aufrecht erhalten. Keines steht über dem Anderen, sie haben einfach nur unterschiedliche Fähigkeiten, die erst in der Gemeinschaft ein Ganzes bilden. Deshalb sollten alle Drei einander auch zugewandt sein, denn jedes tut, was es kann und wozu es existiert.

Weiter