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Strahlend in die Zukunft? – Schutz von innen!

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima war „nur“ der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Einstellung der Bevölkerung war überreif für ein Umdenken hinsichtlich des Gefahrenpotenzials, das uns seit Anbeginn des Atomzeitalters (Franz Josef Strauß trug 1955 – 56 noch offiziell und offensichtlich mit Stolz den Titel „Bundesminister für Atomfragen“…) mehr oder weniger erfolgreich kleingeredet wurde. Atomkraft galt damals als nahezu vollkommen gefahrlos und sauber. Das geringgerechnete „Restrisiko“ hat inzwischen mannigfache Menschenopfer gekostet – weltweit und immer wieder aufs Neue… Ganz abgesehen von der entgangenen Lebensfreude (nicht nur) für die Kinder, denen man damals zu Zeiten von Tschernobyl verbot, draußen zu spielen oder Pilze zu sammeln. Tonnen von vernichteten Lebensmitteln und verstrahltem Molkepulver zählen mittlerweile zum Schnee von gestern…

Der Feind droht nicht mehr allein von außen, (nicht nur) die geburtenstarken Jahrgänge Mitte der 60er haben bereits von klein auf das damals freigesetzte Strontium 90 in die Knochensubstanz inkorporiert und strahlen von innen. Damals waren oberirdische Atomtests der USA gang und gäbe. Auch die zivile Nutzung von (nicht radioaktiver) elektromagnetischer Strahlung wurde recht leger gehandhabt: Bis weit in die 70er hinein waren etwa für sämtliche Lehrer und Erzieher jährliche Röntgenuntersuchungen der Lunge zur Tuberkuloseprophylaxe noch zwingend vorgeschrieben, bis sich endlich jemand erfolgreich gegen diese hanebüchene Praxis wehrte… Mittlerweile mussten wir uns hinsichtlich der „vernachlässigbaren“ Folgeschäden strahlender Energie eines Besseren belehren lassen, den Preis zahlen wir und die nachfolgenden Generationen noch für bei weitem nicht absehbare Zeit ab. Der von später Einsicht geprägte Alleingang der Bundesregierung mag wohl eher ein gutgemeinter Ansatz sein, die Konsequenzen – auch einschlägiger bzw. bereits verpasster Weichenstellungen in der Energiepolitik – seien dahingestellt. Der Strom kommt jedenfalls nach wie vor aus der Steckdose – und sei es als Import aus dem Ausland…

Ob wir wirklich aus unseren „Jugendsünden“ gelernt haben, steht auf einem anderen Blatt. Denn vergleichbare flächendeckende Versuchsanordnungen, in die wir alle nolens volens involviert sind, laufen ebenfalls in großem Stil seit Jahren, und die meisten machen bereitwillig mit – wieder ohne einen ernstgemeinten Gedanken an die möglichen Konsequenzen zu verschwenden: Auch der Mobilfunk wird bis zum heutigen Tag allgemeingültig für unbedenklich erklärt. Bis sich das Gegenteil als Tatsache erweisen sollte, mag es zu spät sein… Unausweichlich gehen wir mithin einer strahlenden Zukunft entgegen. Niemand wird ihr entgehen können, egal für welchen Weg er sich persönlich entscheiden sollte.

Selbstschutz tut not

Man kann sich einer – wie auch immer gearteten – Strahlenexposition nicht entziehen, möglich ist allenfalls der Versuch einer individuellen Schadensbegrenzung. Die präventive Einnahme von Kaliumjodidtabletten ist nicht zuletzt hinsichtlich einer zu erwartenden Jodblockade (Wolff-Chaikoff-Effekt) obsolet und allenfalls im akuten Bedrohungsfall einer Reaktorkatastrophe medizinisch vertretbar (Deutsche Apotheker Zeitung, 151, 1450-1452, 12, März 2011). Vor diesem Hintergrund erhält eine Untersuchung aus den 80ern zum Thema „Strahlenschutzsubstanzen auf zytoplasmatischer Basis im Test mit letalen Strahlendosen“ von Dr. med. P. Schick am Institut für Radiobiologie in München wieder ganz neue Brisanz (Therapiewoche 33, 187-190, 21a, Mai 1983).

Der Radiologe empfiehlt für Patienten, die eine hohe Strahlendosis aufgenommen haben, als Therapie der Wahl Injektionen von „Zellkonzentraten“ mit verschiedenen Bestandteilen aus dem Vollblut. In seinen Untersuchungen hat er die Wirksamkeit der zytoplasmatischen Faktoren (biomolekulare vitOrgan-Therapie), deren repair-stimulierende Eigenschaften nachgewiesen wurden, an geeigneten Versuchsmodellen überprüft. Ein limitierender Faktor ist seiner Erfahrung nach auf jeden Fall die Bestrahlungsdosis: Ab einem Wert von 800 cGy (rd) sei demnach – selbst bei nur kurzzeitiger Exposition – bislang so gut wie jede Therapie erfolglos gewesen. Als gängige Praxis hat sich daher die LD-50-Testung etabliert, bei der die Überlebensrate in Prozent der Versuchstiere festgestellt wird. Es interessiert dabei, bis zu welcher Dosis die Hälfte der Tiere überlebensfähig ist. Hier bestehen bei konstitutionell oder konditionell geschwächten Individuen bei geeigneter therapeutischer Unterstützung eher Erfolgsaussichten bzw. Heilungschancen. Diese sind somit auch objektivierbar.

Regulation der Repairmechanismen…

In früheren Untersuchungen hatte Schick bereits festgestellt, dass strahlenkranke Mäuse unter Laborbedingungen zum Höhepunkt der Erkrankung stark exsikkotisch sind – mit letalem Ausgang. Selbst tägliche subkutane und intraperitoneale Injektionen mit physiologischer Kochsalzlösung vermochten die Letalitätsrate nicht zu senken. Seine Folgerung war, dass dem Krankheitsgeschehen offenbar noch andere Mechanismen zugrunde liegen müssen. Als mögliche Ursache wurden innere Blutungen infolge einer Thrombozytopenie vermutet. Untermauert wurde die Hypothese anhand einer Untersuchung von Ratten mit erhöhter Toleranzschwelle, deren LD-50-Wert bei 800 cGy (rd) Ganzkörperbestrahlung liegt. Bei entsprechender Strahlenexposition treten bei ihnen nach 10 Tagen petechiale Blutungen auf. In diesen Zeitraum fällt die größte Anzahl der Todesfälle.

Tatsache ist: Auf bestimmte Umwelteinflüsse reagiert jeder Organismus unterschiedlich – je nach individueller Konstitution bzw. genetischer Prädisposition. Der zunehmend differenzierte Einblick in die Feinheiten des zellulären und subzellulären Zusammenspiels im Organismus erschließt uns heute bislang ungeahnte Möglichkeiten für Erklärungsmodelle einerseits bzw. auch noch andererseits darauf positiv Einfluss zu nehmen. Demnach macht es Sinn, den (strahlungsbedingt insbesondere) geschädigten proliferativen Geweben die relevanten biologischen Bausteine zuzuführen, die von den Zellen aufgenommen und in deren Reparaturmechanismen mit einbezogen werden können. Dr. med. K. E. Theurer, Begründer der biomolekularen vitOrgan-Therapie, hat es seinerzeit so erklärt, dass die Zelle dadurch gewissermaßen Energie für die Syntheseleistung „einsparen“ kann. Aus heutiger Sicht kann man sicherlich hinsichtlich der Zellphysiologie getrost noch einige Schritte weitergehen. Demnach können mit entsprechenden Induktionsstimuli sogar regulative Vorgänge im Ablauf der Biosynthese verschiedener Proteine initiiert werden. Das subzelluläre Geschehen lässt sich theoretisch (und erfahrungsgemäß auch praktisch) auf die unterschiedlichen molekularbiologischen Ebenen im metabolischen System ausweiten. Voraussetzung ist allerdings immer ein Mindestmaß an Regulationsfähigkeit der noch vorhandenen Zellen für bestimmte Stoffwechselleistungen, nur so können diese dann in ihrer Funktion optimiert werden.

Die Wirkung macht´s…

Die folgenden Untersuchungen hatten zum Ziel, über die Dosis-Wirkungs-Relation die Funktionsweise der Organpräparate aufzuklären. In einem Pilotversuch wurden je 8 männliche Ratten (Gewicht 200 g) mit 900 rad Gamma-Ganzkörperbestrahlung über die übliche Toleranzschwelle hinaus belastet. Die Tiere erhielten als Begleittherapie intramuskuläre Injektionen mit den antiinflammatorischen Kombinationspräparaten NeyNormin Nr. 65 und NeyDIL Nr. 66 (früher unter dem Namen NeyTumorin bekannt) sowie für die Optimierung des Stoffaustausches NeyDIL Nr. 70 (materne Plazenta) und NeyDIL Nr. 71 (fetale Plazenta), und zwar 4 Stunden, 8 Stunden, 2 Tage, 6 Tage, 11 Tage und schließlich 14  Tage nach der Bestrahlung. Eine nichtbehandelte Gruppe diente zur Kontrolle. Die Ergebnisse zeigten in der Tat immerhin einen deutlichen Trend in Richtung längerer Überlebensdauer bzw. geringerer Letalitätsquoten. Die angewandte Strahlendosis war allerdings für die Untersuchung des Wirkungsmechanismus der verwendeten Organfaktoren zu hoch. Daher wurde ein weiterer Versuch mit 700 rad unternommen, die Begleittherapie wurde beibehalten. Man verfolgte zugleich die Anzahl der Lymphozyten und der Leukozyten im peripheren Blutbild. Dabei wurde festgestellt, dass nach einer Bestrahlung mit 700 rad die mit biomolekularen Präparaten behandelte Verumgruppe eine höhere Anzahl an Leukozyten aufwies als die unbehandelte Kontrollgruppe. Dieser Effekt war nach der Bestrahlung mit 900 rad naturgemäß nicht so deutlich zutage getreten.

In einer weiteren Versuchsanordnung wurde nunmehr mit einer mittleren Dosis (800 rad) bestrahlt. Mit dieser Dosis bestätigten sich die in den vorangegangenen Untersuchungen festgestellten Ergebnisse, sie führte zu einer Überlebensrate von genau 50 Prozent. In der Verumgruppe wurde diesmal NeyDIL Nr. 66 hochdosiert eingesetzt. Der Erfolg war durchschlagend: Sämtliche der damit behandelten Tiere überlebten. Der Versuch war mit p < 0,05 signifikant und genügte damit den in der medizinisch-wissenschaftlichen Statistik geforderten Bedingungen für eine Feldstudie.

Erfolg auf elektromagnetische Strahlung im Mobilfunk übertragbar?

Nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen ist die biomolekulare vitOrgan-Therapie durchaus als erfolgversprechend anzusehen. Die genannten Päparate wurden hier in der zellulären Erholungs- und Aufbauphase unmittelbar nach einer Strahlenschädigung eingesetzt, ohne dass zuvor eine wie auch immer geartete Prävention erfolgt wäre. Inwiefern sich die Tierversuche auf den Menschen übertragen lassen, sei wie in allen anderen Fällen für Pharmazeutika dahingestellt, ungeachtet dessen sind solche Untersuchungen nach den gesetzlichen Forderungen für eine Zulassung in der etablierten Schulmedizin nach wie vor zwingend vorgeschrieben. Entsprechende Studien wären im Humanbereich nach den Richtlinien der Ethikkommission freilich nur nach den – leider Gottes – stattgefundenen Reaktorkatastrophen immerhin durchaus denkbar gewesen.

Für den weltweiten Einsatz fehlt den Präparaten indes wohl (noch) ein gewisser Impact-Faktor, wenngleich sie sich in der Naturheilkunde längst etabliert haben und sich inzwischen durchaus auch internationaler Bekanntheit erfreuen. Nicht zu vergessen: die ursprünglichen Erfahrungen mit der biomolekularen vitOrgan-Therapie stammen in der Tat aus dem Veterinärbereich, die Präparate werden aber seitdem hauptsächlich im Rahmen der Humanmedizin eingesetzt. Denkbar ist als logische Konsequenz naturgemäß auch ihre präventive Anwendung zur Schadensbegrenzung für elektromagnetische Strahlung im Mobilfunk.

Flächendeckender Feldversuch am Menschen

Unter diesem Aspekt sind die jüngsten Ergebnisse aus diesem Bereich von hochaktueller Brisanz: Derzeit läuft zu diesem Thema eine deutschlandweite Reihenuntersuchung von Dr. med. H. C. Scheiner, Umweltmediziner in München. Seine Studie umfasst mittlerweile eine stattliche  Anzahl von 4000 Probanden. Sie untersucht den Zusammenhang einer Belastung mit elektromagnetischer Hochfrequenzstrahlung und dem Hormonspiegel für Serotonin und Melatonin. Bei letzterem handelt es sich um ein hochpotentes Antioxidans, das unter anderem auch für die Regulation des zirkadianen Rhythmus zuständig ist und unter Mangelzuständen für die vermehrte Entstehung von Krebs verantwortlich gemacht wird. So hat man etwa bei Nachtschwestern, die aufgrund ihres beruflich bedingt veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus unter chronischem Melatoninmangel leiden, ein erhöhtes Risiko für Mammakarzinome festgestellt. Nach Angaben von Scheiner belegen 19 Studien eine durch EMF-Exposition verursachte Melatoninverminderung beim Menschen (Ewald Strodl; Signifikante Blutbildveränderungen durch Mobilfunk, Naturheilpraxis 7/2011, 819-821).

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Hypothese zur indirekten Tumorentstehung durch EMF, die Dr. J. Reissenweber aus Witten-Herdecke anlässlich einer Fachfortbildung aufstellte. Die Hypothese beschreibt den Weg des Lichtes in Form von elektromagnetischen Wellen zur Netzhaut des Auges. Von dort wandern entsprechende Signale entlang der Sehbahn durch eine Abzweigung in die Zirbeldrüse (Epiphyse). Diese steuert über die Ausschüttung von Melatonin den Tag-Nacht-Rhythmus. Bedingt durch Helligkeit und Tageszeit ist der Melatoninspiegel tagsüber erniedrigt und erreicht nachts um etwa 3.30 Uhr ein Maximum. Dieses in regelmäßigen Abständen zu erreichen ist für die Funktion des Melatonins als Radikalfänger offenbar unabdingbar – und somit auch dafür, das Risiko einer Tumorinitiation gering zu halten. Nach Ansicht von Reissenweber ist nun durchaus denkbar, dass durch die ubiquitär und permanent vorhandene EMF-Belastung die Melatonionproduktion dauerhaft herabgesetzt werden könnte – und damit folglich auch dessen tumorhemmende Wirkung. Im Tierversuch wurde immerhin bereits nachgewiesen, dass chemisch induzierte Tumoren unter EMF-Exposition rascher wachsen.

Auf dieser Schiene lässt sich nahtlos die Wirkungsweise des Tumorschutz-Präparates NeyDIL Nr. 66 erklären. Es enthält eine Kombination aus unterschiedlichen Organsystemen, die sich in der Erfahrungsheilkunde über Jahrzehnte hinweg bei der Tumortherapie bewährt haben. Einer der Inhaltsstoffe ist in der Tat die Epiphyse – logische Konsequenz demnach der erfolgreiche Einsatz des Präparates auch in der Tumorprävention. Nach Zusammenfassung der aktuellen Datenlage gewinnt diese Behandlungsoption damit stark an Bedeutung – nicht zuletzt hinsichtlich der von der (Schul)-Medizin geforderten wissenschaftlichen Objektivierbarkeit.

Letztlich bleibt natürlich trotz alledem zu hoffen, dass die biomolekularen vitOrgan-Präparate bei Strahlenschäden, wenngleich in den vorliegenden Untersuchungen durchaus mit Erfolg angewandt, dennoch wenigstens hierzulande nicht im Ernstfall zum Einsatz gelangen müssen…

Ortrud Aichinger, 22. 09. 2011