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Kriegsstrategien im Wechsel der Jahre – Klimakterium -menopause

Gisa, 11.7.2002

Vorab: Heute, am 11. Juli 2002 lief es über die Nachrichten: Hormonersatz-Therapie ist rasend gefährlich. Eigentlich war mir das schon immer klar. Eigentlich hätte ich das schon vorher am liebsten laut hinaus geschrien. Gelassen habe ich es, weil ich Folgen fürchtete. Gerichtliche Forderungen der produzierenden Pharma-Industrie. Nun brauchen wir wohl keine Bedenken mehr zu haben, daß das, was wir schon vom Grundsatz her für bedenklich halten, auch in alopathischen Augen nicht mehr als das „Non-plus-ultra“ gelten wird. Schon deshalb wird es Zeit, sich über dieses Thema ausreichend Gedanken zu machen.

Da aber zu diesem Thema noch viel zu wenig auf dem Tisch liegt, habe ich erst einmal all das aufgezählt, was über eine homöopathische Therapie hinaus an Möglichkeiten besteht. Dahinter stehe ich zwar nur mit halbem Herzen; aber da ich noch nicht den Treffer gefunden habe, muß ich alles nutzen, was wenigstens Erleichterung verspricht.

Die Alternativen

Wenn wir schon Krieg führen, dann sollten wir selbst der Chef sein!

Eine Hitzewallung ist nichts anderes als ein Fieberanfall.

Fieber heißt: hier wehrt sich mein Körper (mein Ich) gegen einen angreifenden Feind.

Es stellt sich also die Frage, wer hier angreift und warum ich das für so wirkungsvoll halte, daß ich Fieberschübe zur Abwehr bereitstelle: bin ich das vielleicht selbst?

Welche möglichen Folgen kann dieser Krieg für mich haben?

  • Herzkrankheiten
  • Osteoporose
  • Brust- und Darmkrebsrisiko
  • schlechter Allgemeinzustand

Warum also führe ich Krieg? Was kann ich tun, um keinen Krieg zu führen? Schließlich enden alle Kriege mit Verhandlungen; warum also nicht gleich verhandeln?

Wenn wir diesen Krieg führen, dann tun wir das gegen uns selbst:

  • gegen unsere Einstellung,
  • gegen unsere innere Umgebung,
  • gegen unsere Vorstellungen vom Leben,
  • gegen unsere eigene Erfahrung.

Diese Haltung kann natürlich durch einen Faktor im Außen vertreten sein. Dann jedoch kann ich sicherlich damit nicht ausgeglichen für mich selbst umgehen.

Es gibt keine guten Gründe für einen Krieg! An seinem Ende stehen keine Verhandlungen sondern unser eigener Tod.

Es gibt also gute Gründe, ihn schnellstens zu beenden und die Ursachen zu beseitigen. Dabei kann uns jedes Mittel recht sein, was uns hier unterstützt – auch im Außen.

Ernährung & Medikamente

Diese müssen wir schnellstens umstellen. Kurz zurück zum Kriegsgedanken. Im Krieg sind wir sympathikoton, das heißt unser Körper ist nicht auf Verdauung eingestellt. Essen und Trinken interessiert ihn nicht, wenn er angegriffen wird. Er geht in Verteidigung oder Fluchtstellung, statt daß er sich weiter seinen Brötchen widmet. Er braucht Ernährung – wenn er denn schon mal ißt – die den kämpferischen Bedarf abdeckt. Träge Fette, lähmende [1] Süßigkeiten u.ä. kann er da nicht brauchen. Er braucht Lebensstoffe (Vitamine) und Spurenelemente, um alle Organe fit halten zu können. Das Herz braucht Magnesium, die Knochen Calcium, usw. Ohne Lebensstoffe = Vitamine fehlen die Zünder, welche die Körperfunktionen in Gang bringen und halten. Außerdem braucht er viel Zellulose, um den Darm zu putzen, denn dieser soll die Nährstoff ohne Verstopfung in die Blutbahn entlassen können; das geht nur in einem sauberen Darm. Zellulose wirkt da wie der Besen des Schornsteinfegers. Jetzt noch drei 400g-Steaks täglich und wir könnten als Gewichtheber… – nein, wir wollten ja diesen Krieg beenden.

Lassen wir also die Steaks weg. Wir sind Frauen und halten nicht so viel von Streit und Kampf. Wir wandeln diese Energie lieber in Kreativität. Stattdessen gerne leichte Kost aus leichtem Fleisch wie Geflügel oder ähnlichem. Davon auch nur wenig, denn Fleisch macht sauer. Das genau ist die Grundlage eines jeden Kampfes: Säure. Essen wir lieber viel Gemüse mit komplexen Kohlenhydraten.

Dies hat Gründe, die sich im Umsetzen der körperfremden in körpereigene Stoffe finden: Die Bauchspeicheldrüse ist ebenso wie die Leber, der Magen und der Darm an der Analyse (auseinander nehmen) der Lebensmittel beteiligt. Wie alle Drüsen ist sie vom Hormonstoffwechsel abhängig. Der aber ist mit den Wechseljahren ins Schwanken gekommen. Also kommen auch unsere übrigen Drüsen ins Schwanken und sollten nicht zu sehr belastet werden. Stellen wir zu große Ansprüche an unsere Drüsen, sind sie rasch überfordert. Deshalb sollten wir uns nach dem Nahrungsvorschlägen auf den letzten Seiten richten.

Wenn wir essen, dann tun wir dies achtsam: langsam und ganz bewußt. Wir können das mit irgendeinem Lebensmittel üben. Wenn wir das dauerhaft praktizieren, dann wandeln wir unsere Eßgewohnheit von Streßbewältigung zum Genuß. Dann ist das Essen kein Trost mehr sondern die Quelle eines gesunden Lebens mit Selbstachtung, Verbesserung der Gesundheit, innerem Frieden und der Fähigkeit, sich selbst Gutes zu tun.

Meiner Erfahrung nach gibt es in jedem Menschen eine Art Filtersystem mit funktionierender Alarmanlage: Wenn mir etwas nicht bekommt, habe ich schon relativ wenig Appetit auf die Substanz. Esse ich trotzdem, was da vor mir steht („Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!“), bekommt es mir möglicherweise nicht. Verzichte ich darauf, geht es mir oft besser, als ich zu hoffen gewagt habe. Für die Existenz dieses Filtersystems spricht auch, was amerikanische und englische Forscher zutage gefördert haben, als sie das „Baby-Buffet“ entwickelten: Babys steuern zielsicher das Nahrungsmittel an, dessen Inhaltsstoffe ihrem Stoffwechsel gerade fehlen. Warum sollte ein solches System nicht auch noch in der erwachsenen Frau vorhanden sein? Es meldet sich über unterbewußte Schienen mit „Mag ich!“ oder „Iih, nein!“ und wir hören es, wenn wir achtsam und aufmerksam sind.

Wir werden „sauer“, wenn wir in den Wechsel der Jahre eintreten. Sicher hat das auch einen guten Grund, denn wir leben in einer Gesellschaft, die das weibliche Prinzip unterdrückt. Sie agiert in einem Männlichkeits- und Jugendlichkeitswahn, der der weiblichen Seite mit dem instinktiven und emotionalen Potential nicht gerecht wird. Vielmehr schwächt es alles, was sich nicht in die Logik und Verbrauchsmentalität einbeziehen läßt. Wir Frauen glauben manchmal, wir müßten Barbie-gleich unseren Körper gestaltet haben, dürften nicht altern, müßten „viel Holz vor der Türe haben“, färben deshalb auch die Haare und das Gesicht, damit niemand sieht, wer oder was wir  wirklich sind – und fühlen uns durch dieses Training nicht wohl, wenn wir das erste graue Haar entdecken. Welchen Wert wir selbst haben, wissen wir oft nicht – und damit schätzen wir diesen Selbstwert auch nicht.

Alles zusammen macht uns „sauer“, was spürbar wird, wenn wir das Klima wechseln. Das hat körperliche Folgen: Der  PH-Wert verschiebt sich nach unten, der Säuregehalt im Körper steigt, es kommt zu Krampfbereitschaft, die Knochensubstanz wird abgebaut, die Mobilität der Muskeln, insbesondere des Herzmuskels wird überfordert…

Von unserer Ernährung ist es abhängig, wie gut wir uns seelisch und geistig fühlen können. Nicht alles läßt sich ausschließlich mit Psychotherapie u.a. erledigen. Die Ernährung spielt eine ebenso wichtige Rolle.

Da im Klimawechsel unter anderem auch alle anderen Drüsen irritiert werden, kann die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) betroffen sein. Diese ist für zwei Faktoren zuständig: für die Zuckerverdauung und Produktion der Enzyme, die das Essen spalten. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht richtig arbeitet, bekommen wir einen sagenhaften Blähbauch, der den Dickdarm nach oben drückt; dieser drückt dann das Zwerchfell nach oben, das seinerseits das Herz nach oben drückt. Hier ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Das Herz stellt sich notgedrungen quer, wird nun schlechter durchblutet, versucht dies z.B. mit einer erhöhten Schlagzahl auszugleichen und wird überlastet. Wir bekommen Herzjagen und fühlen uns sagenhaft schlecht (Roemheld Syndrom).

Doch auch die Leber kann als Verdauungsdrüse vom Durcheinander betroffen sein. Sie produziert dann zur falschen Zeit Gallensäuren, oder sie stellt sie nicht zeitgerecht zur Verfügung, weil die Gallenblase vielleicht gereizt ist (u.a. eine Frage der Säure im Körper).

Offensichtlich ist auch eines: die gesamten Schleimhäute des Körper scheiden in den Wechseljahren weniger Flüssigkeit ab, sie werden trockener. Wir haben mehr Durst, die Vagina wird trockener, die Nase auch und die Augen brennen teilweise. Trockener Husten kann entstehen.

Und nun noch zu den üblichen Präparaten, die die alopathische Medizin für die Wechseljahre anbietet:

  1. Ob wir als Frau Hormone nehmen, müssen wir selbst entscheiden. Es ist sicherlich kein natürlicher Weg und hindert uns evtl. an unserer inneren Entwicklung. Hormone sind deshalb besonders intensiv eingeführt worden, weil wir uns ängstigen, ob wir Brustkrebs oder Herzinfarkt, Knochenabbau oder sonst noch was Gefährliches kriegen könnten. Sie sind unbekömmlich und überlasten die Leber, von allem anderen einmal abgesehen. Sie verhindern dauerhaft meist nicht die Hitzewallungen, derentwegen sie oft eingesetzt werden. Wir wissen wahrscheinlich, daß wir im Umbruch sind, und können uns nichts vormachen. Nach neuesten Untersuchungen sollten wir damit vorsichtig sein. Seit dem 11. Jul. 2002 steht fest, daß sie das Herzinfarkt- und Schlaganfallsrisiko sogar noch erhöhen.
  2. Sogenannte „Vorsorge-Untersuchungen“ sind keine Vorsorge; sie sorgen nicht für eine Verhinderung. Sie sollen nur eine Früherkennung möglich machen. Dabei belastet man die weibliche Brust mit 25 kg Gewichten, übt damit Gewebe-Stress aus – und davon haben wir schon genug. Nach Untersuchungen von Dr. Hamer ist Stress ein möglicher Auslösefaktor für Krebsgeschehen. Wenn er Recht hat, dann hole ich mir mit einer solchen Untersuchung, was ich verhindern will. Jede Frau muß selbst wissen, ob sie das braucht.


Nahrungsgrundsätze beim Wechsel der Jahre

Wenn wir uns entschließen, mit einer veränderten Küchen- und Kochveranstaltung auf unsere Probleme einzugehen, haben wir folgende Möglichkeiten:

  • Hähnchen ohne Haut, Fisch, mageres Fleisch, Gemüse und Sojaprodukte als Eiweißquellen
  • komplexe Kohlenhydrate, einschließlich roher Früchte, Gemüse und Getreide
  • stärkereiche komplexe Kohlenhydrate, einschließlich Brot, Getreideflocken, Kartoffeln und Nudeln
  • fettfreie oder fettarme Milchprodukte, einschließlich Milch, Käse und Joghurt
  • ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Eiweißquellen, komplexen Kohlenhydraten, stärkereichen Kohlenhydraten und Milchprodukten
  • die Verwendung von Olivenöl und anderen Pflanzenölen zum Kochen, für Salate, Aufstriche und Soßen etc.
  • ein geringer bis mäßiger Verbrauch von raffiniertem Zucker (enthalten in den meisten Desserts, Kuchen, Torten, Eiscreme und einigen Sorten von Frühstücksflocken). Besser ersetzen durch Sirup (Ahorn, Agave etc.)
  • ein mäßiger Salzverbrauch
  • eine mäßige Aufnahme von Koffein (enthalten in Kaffee, Schwarztee, Erfrischungsgetränken und Schokolade)
  • mäßiger Alkoholgenuß


Ernährungsdetails

Fleisch – Geflügel – Fisch Milchprodukte
Geflügelhamburger, -Frikadellen aus 100 % Geflügelhackmagere Roastbeefs

fettfreie oder Geflügelwürstchen Gegrilltes Hähnchen ohne Haut

Pochierter Lachs mit Zitrone

Gekochter Kabeljau mit Zitrone

Magerer Fisch oder fleischlose Eiweißquellen zwei bis dreimal pro Woche

Kochen, nicht braten, wenn nicht genug Galle fließt.

Gewürze sind okay, solange sie nicht scharf sind.

Magermilch, MagerjoghurtFettarmer oder Magerjoghurt

Magerkäse

Weichkäse 10 %

Magerquark

Magerer Hüttenkäse

Marmelade, Gelees anstelle von Käse

gefrorener Magerjoghurt, Frucht- oder Wassereis, gefrorene Fruchtsaftstangen

Fette und Öle Brot – Getreideflocken – Nudeln – Gebackenes – Nüsse
Marmelade, Gelee auf Brot oder Brötchen; braten und backen in Teflonpfannen und –formen. Als Brotaufstrich geht auch Magerquark. Vollkornbrot und –brötchen, Vollkornnudeln, VollkornreisGebackene Kartoffeln mit Magerjoghurtfettfreie, zuckerarme Müslimischungen mit hohem Ballaststoffanteil

Vollkornkekse

Gemüse und Obst
frisches Obst, weniger NüsseGemüse bes. das mit dunkleren Blättern

Salate ohne Zwiebeln

Mohrrüben

Soja und Sojaprodukte, Tofu etc.


Notwendige Vitamine und Elemente

Vitalstoff enthalten in
A und Vorstufe Betacarotin dunkelgrünen Blättern , gelben und orangefarbenen Früchten, Gemüsen. Karotten, rote Paprika, Spargel, Süßkartoffeln. Unbedenklich bis 25.000 i.E. (nicht bei Schwangerschaft!), besser jedoch Betacarotin, da der Körper dies erst zu A umwandelt, in tolerierbaren Mengen.
B-Gruppe Vollkornprodukte, Getreideflocken, Bierhefe, Bohnen, Erbsen, Fleisch, Fisch, Geflügel, Leber (mit Vorsicht zu genießen!), Eier, Milchprodukte.Vor allem B6, weil wir ohne dem müde werden. Auch B12, weil diese Lager auf die Dauer „leerbrennen“.
C Frisches Obst, Zitrusfrüchte, Melonen, Erdbeeren, Spargel, Brokkoli, dunkelgrüne Blattgemüse, Weißkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, rote und grüne Paprika, Süßkartoffeln, Tomaten. Kiwi. Tolerabel und sinnvoll 1000 mg pro Tag
D (weil Transporteur des Kalziums) Pilze, Leber, fette Fischsorten. Präparate bis tgl. 300 – 400 i.E. Im Sommer meist nicht nötig. D wird durch Sonneneinstrahlung ersetzt.
E Vollkorngetreide, Weizenkeimen, dunklem Blattgemüse, Leber, Wallnüssen, Mandeln, Erdnüssen, Pflanzenölen. Täglich 400 i.E. (max. 900 mg).
Kalzium Milchprodukte, dunkle Blattgemüse (Brokkoli, Grünkohl), Feigen, Rhabarber, Sojabohnenprodukte, Lachs, Ölsardinen. Tgl. 1000 – 1500 mg. (Bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium 6 Std. Distanz).
Magnesium Vollgetreide, grüne Gemüse. 400 – 500 mg tgl.
Eisen rote Fleischsorten, Hähnchen, Fisch, Leber, Spinat, grüne Glattgemüse, Kidneybohnen, gefleckte Bohnen sowie Vollkornprodukte.
Selen Fisch, Weizenprodukte, Vollkornprodukte, Spargel, Pilze, Knoblauch
Phyto-Östrogene Sojaprodukte. Erdnüsse, Cashewnüsse, Äpfel, Mandeln, Haferflocken, Mais, Weizen.


Körper – Geist – (Be-)Handlung

Achtsame Spaziergänge, bei denen wir uns und unsere Umgebung aufmerksam beobachten. Dies kann erst einmal eine Hilfe sein, weil wir in dieser Umstellungszeit dazu neigen, viele Dinge zu überbewerten. Unsere eigene körperliche Verfassung scheint uns dann Angst zu machen; wir verlieren das Vertrauen in Therapie/Leistungsfähigkeit etc. Das ist im Zweifel das größte Hindernis, wieder zu unserem eigenen Wohlbefinden zu gelangen. Wenn wir auf solchen Spaziergängen lernen, etwas Abstand von unseren Körpererscheinungen zu gewinnen, geht es uns subjektiv schon ein ganzes Ende besser, so daß wir uns nicht in irgendwelche „Zustände“ hineinsteigern können.
Wer nicht so gerne draußen vor die Tür geht, kann sich bei guter Musik (ruhige Klänge, die anderen puschen uns unter Umständen zu sehr) einem Buch, einem Gespräch oder einer anderen Ablenkung (vom eigenen Unwohlsein) widmen[2]

Atemfokus – Meditation: Mit dem Atem auf unseren Körper „zielen“, beim Einatmen „Ham“, beim Ausatmen „Sum“ innerlich intonieren. Dabei können wir uns etwas Schönes, Lebendiges, Erfrischendes vorstellen:
Körper – Scanning mit An- und Entspannung. Reihenfolge wie oben und dabei 5 Takte lang die jeweiligen Muskeln angespannt halten, um sie dann mit einem tiefen Seufzer wieder zu entspannen. Wenn das nicht ausreicht, eventuell (bei Partner-Mangel oder weil wir alleine sein wollen) Masturbation. Das hält die Vagina in Schuß, die sonst austrocknet. Vermutlich animiert dies auch die Eierstöcke und die Gebärmutter, so daß der Hormonspiegel etwas am Absacken gehindert wird. Das heftige Absacken macht ja die Symptome.
Phantasiereisen: Wir überlegen uns einen Ort, eine Situation oder ein Gefühl, das uns ungemein sympathisch ist und wo wir uns unendlich wohlgefühlt haben. Dorthin begeben wir uns. Dieses Training entwickeln wir in einem Raum, den wir ausschließlich für uns selbst haben. Auch auf Haustiere sollten wir hier verzichten, da sich diese von Meditierenden u.U. heftig angezogen fühlen. Wir können diese Reise vertiefen, indem wir in 5 Schritten dorthin gelangen:

  • Stirn
  • Gesicht
  • Ohren
  • Nacken
  • Hals
  • Schulter und Arme
  • Hände
  • Brustraum und Rücken
  • Bauch und Becken
  • Oberschenkel
  • Unterschenkel
  • Fuß

1: Ich entspanne meine Füße und Beine.

2: Ich entspanne Becken und Bauch.

3: Ich entspanne Rücken und Brustkorb. Herz und Atmung laufen regelmäßig und ruhig.

4: Ich entspanne Hals, Arme und Hände.

5: Ich entspanne Nacken, Gesicht und Kopf.

Dann begeben wir uns langsam eine tiefe Treppe hinunter, um unten ein Licht und dann unseren Ort zu entdecken. Hier können wir uns wohlfühlen. Wenn wir nicht mehr wollen, gehen wir die Treppe wieder hoch und kehren in 5 Schritten in die Wirklichkeit zurück:

1: Kraft und Frische fließen in meine Beine und Becken.

2: Kraft und Frische fließen in Bauch, Rücken und Brust. Mein Herz schlägt ruhig, mein Atem geht gleichmäßig.

3: Kraft und Frische fließen in Nacken, Hals und Kopf.

4: Ich öffne kurz meine Augen und schließe sie wieder.

5: Ich öffne meine Augen endgültig, spanne Hände und Füße einmal kurz an und lasse los. Ich bin frisch und erholt!

Erfrischungsraum:

Wir erfinden oder erinnern einen Raum, in dem wir uns frisch und erholt fühlen. Diesen Raum üben wir in unserer Meditation. Wir können ihn dann in einer stressigen Umgebung „beleben“ und uns dort aufhalten, wenn wir unsere innere Ruhe wieder zu uns holen wollen.

Wir hinterfragen, wo wir uns Selbstvorwürfe machen:

Wir hinterfragen, ob dies wirklich angebracht ist.

Wir hinterfragen, ob wir nicht zu diesem Zeitpunkt eigentlich alles für uns selbst so gut wie möglich gemacht haben.

Natürlich sind wir nicht und nie perfekt. Wären wir das, bräuchten wir unser Leben vermutlich nicht länger in diesem Zeit und diesem Raum. Denn diese Welt lebt davon, daß wir nicht perfekt sind und es auch nicht sein können. Das alles aber liefert keine Gründe für Selbstvorwürfe. Was immer wir „falsch“ gemacht haben, haben wir gebraucht; denn nur so wurden wir erkenntnisfähig. Dieses Erkennen ermöglicht nun ein anderes Handeln und das Entwickeln anderer Lebensumstände. Weshalb also sollten wir uns Vorwürfe machen?

Der wertfreie Rückblick ermöglicht eine veränderte Zukunft.

Wir erkennen uns an, so wie wir sind:

Wir lieben und schätzen uns, so wie wir sind.

Wir loben uns für jede Anstrengung, die wir geleistet haben.

Wir selbst nehmen uns innerlich in den Arm und geben uns innerlich Frieden. (Wenn uns das gelungen ist, können wir auch anderen Frieden geben – durch unser Beispiel im Leben!)

Wir erkennen auch an, daß wir uns zu Operationen und Handlungen entschlossen haben, weil wir uns früher so entscheiden mußten.

Wir erkennen unsere Eheschließung an, weil sie uns damals richtig erschien.

Wir erkennen unser Alleinsein an, wenn wir uns so fühlen.

Wir erkennen die Wirklichkeit in ihrer Existenz an.

Wir lieben uns für unseren Mut, es bis zu diesem Punkt geschafft zu haben.

Wir verbessern die Kommunikation mit unseren Partnern – welchen auch immer.

Wir nähern uns unseren inneren Ängsten, denn wir sind dabei reif und stark zu werden, denn wir lernen uns zu lieben.

Wir lächeln uns jeden Morgen im Spiegel zu, wünschen uns einen Guten Morgen und pflegen unser Hiersein: ganz handfest, immer mit einem Lächeln.

Für jede von uns, die beten will, stellt dies eine gute Möglichkeit dar: Unsere Vorstellung von „Wolke Sieben“, dem Prinzip der Schöpfung ist eine ungeheuer hilfreiche Unterstützung. Wenn wir den ersten Schritt machen, hilft „Wolke Sieben“ beim zweiten Schritt. – „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!“ sagt der Volksmund. Diese Aussage können wir ernst nehmen.

All diese Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung. Wir müssen und wir werden unsere innere Haltung verändern. Wir sind im Wechsel der Zeiten. Unsere gemachten Erfahrungen fließen ein und fordern einen Umbruch. Unser Körper kann der Zünder für diese Tatsache werden, indem er uns mit Symptomen konfrontiert. Diese geben uns Hinweise auf unsere innere Haltung.

In diesem Zusammenhang müssen wir suchen

Als Betroffene Frau in unserem Leben und in den Möglichkeiten, die uns durch die Natur mit ihren Hilfsmittel anbietet: Homöopathie, Akupunktur, Phytotherapie… Sowie durch Ernährung, da wir nicht mehr so rabiat mit unserem Körper umgehen sollten, denn wir erwarten noch ein paar Jahre von ihm.

Als betroffene Therapeuten hinsichtlich der Heil- und Hilfsmitte. Hier müssen wir lernen, vom Krankheitsprinzip wegzudenken, hin zum Gesundheitsprinzip. Gesund sein heißt, sich in einem ausgeglichenen Zustand zwischen den Extremen zu befinden. Wechseljahre sind ebenso wie Pubertät, Schwangerschaft und Geburt kein Zustand der Erkrankung.

Wir wollen lernen, das Thema anders anzugehen

Oft neigen wir dazu, in Schachtel zu denken: Schachteln für „Herzerkrankungen“, „Roemheld“, „Kniegelenksarthrose“, „vegetative Dystonie“… Indem wir mit diesen Schachteln arbeiten, vervollständigen sich Vorstellungen, bevor der/die Betroffene die eigenen Beschwerden überhaupt ausgesprochen hat. Unsere Erfahrungen unterstützen dieses Prinzip noch. Wir hegen Erwartungen, stellen innerliche Prognose (wenn wir schlau sind, sprechen wir sie wenigstens nicht aus). Als Therapeuten schützt uns solch ein Vorgehen unter Umständen, damit wir uns mit der genannten Problematik nicht zu sehr identifizieren. Wir fürchten u.U., die benannten Probleme wohl möglich selbst zu entwickeln.

Es gibt auch eine Schachtel mit der Aufschrift „Klimakterium – Wechseljahre – Menopause“. In der ist sicherlich – ohne daß es uns bewußt geworden wäre – eine Menge Schrott und vorgefertigte Vorstellung gelandet. Wenn wir das Problem aus der Welt schaffen wollen, müssen wir diese Schachtel erst mal ausleeren, den Inhalt auf den Tisch packen und sichten.

In meinem Leben gab es immer wieder mal Situationen, in denen ich nicht weiter wußte. Auch bei medizinischen Fragen. Ich war bisher meist dann erfolgreich, wenn ich eine solche Schachtel neu sichtete. Bei meiner neuen Fragestellung setze ich dann ganz unten an:

Was passiert eigentlich bei einer …-Erkrankung. Das können wir auch hier machen.

Was ist eigentlich Klimakterium?

  1. Hitze, -wallung: Fieberschub ohne Infektionserkrankung
  2. Unwohlsein im Verdauungstrakt: a) veränderter Säurespiegel, b) veränderte Nahrungswahrnehmung, c) veränderte Motilität der Muskulatur
  3. Unwohlsein im Darmbereich: a) reduzierte Ausschüttung von Enzymen für die Nahrungsaufschlüsselung, b) veränderte Muskeltätigkeit, c) veränderte Aufspaltung der Nahrung in ihre Bestandteile, d) Dysbiose mit Gasbildung, e) da alle Schleimhäute die Leistung reduzieren, auch hier?,
  4. Leberstauung: a) Krampfzustände der Muskulatur (Gallenblase, -gänge), b) reduzierte / veränderte Ausschüttung von Gallenflüssigkeit
  5. Frost und Frieren: verändertes Verhalten der Temperaturverhältnisse
  6. Instabilität der Beine: a) der Hüfte, b) des Kniegelenks, c) des Sprunggelenks / Fußgelenke
  7. Nachlassende Kraftverhältnisse im Schulter-Arm-Bereich: a) Schultergelenk, b) Ellenbogengelenk, c) Handgelenk, d) Fingergelenke
  8. Verspannung der Rücken- und Nackenmuskulatur: Wirbelgelenke und verbindender Muskelapparat mit Bändern
  9. Herz- und Kreislaufbelastung: Dynamik und Volumen – Beweglichkeit und Fülle.

Um erfolgreich zu sein, dürfen wir nichts mehr als selbstverständlich betrachten, sondern wir sollten es Punkt für Punkt durchgehen.

Analog betrachtet

Wir sollten uns darüber hinaus fragen, welche Analogien zu der angesprochenen Thematik bestehen: psychische Bedeutung der Homöopathika, denn der psychologische Faktor ist für die Betroffene von eminenter Bedeutung. Gerade in ihrem Selbstgefühl fühlt sie sich außerordentlich bedroht.

Aus eigener Sicht und Erfahrung weiß ich, daß ich eine tolle Testerin für hom. Mittel bin, seit ich in diese Phase meines Lebens eingetreten bin. Ich bekomme schon nach einem Tropfen eines Arzneimittelbildes eine tolle Vorstellung samt Symptomen von dieser Substanz/Wirkung. Oft genug hebelt sie mich aus dem normalen Rhythmus. Letzthin habe ich Flaschen und Röhrchen aufgefüllt; nach einer Stunde hatte ich das Gefühl, in einer Art homöopathischem Karussell zu sitzen.

Die Analogien sollten die Symptomenbilder ebenso betreffen wie die Arzneimittelbilder.

Aus gutem Grund: die Symptomatik verweist auf die Schwächen oder unterdrückten Schattenseiten unseres Daseins. Wir haben über Jahre Kompromisse geschlossen, die jetzt nicht mehr gültig sein wollen. Hier liegen teilweise die Gründe für die „Kriegsführung“ beerdigt.

Darüber hinaus aber kommen auch alte Erlebnisse hoch, die schon bis zu 4 Jahrzehnte vergangen sind. Fast alle meine Patientinnen beginnen, unaufgefordert aus ihrer Jugend zu erzählen. Wenn sie es nicht tun, reicht es oft schon, wenn ich unbeabsichtigt eine Thematik aus dieser Zeit berühre. Dabei scheint es keine Frage zu sein, ob es sich bei den Frauen um intellektuell orientierte oder ganz bodenständig praktische Menschen handelt.

Ich arbeite zwar schon sehr lange an dem Thema Psychosomatik, aber für mich selbst hat sich ein Teil meiner eigenen Problematik in dieser Zeit spürbar zugespitzt. Im Sinne der analogen Zuordnung sind diese Themen leicht den jeweiligen klimakterischen Erscheinungen zuzuordnen. Die Zusammenhänge drängen sich einfach auf.

Ebenso ist es, wenn ich mir die einzelnen Mittel in ihren Gemütssymptomen anschaue. Auch hier stellt sich immer wieder ein Zusammenhang her, der sich stark in den Vordergrund schiebt. Also auch diese Beobachtungen/Analogien sind von Bedeutung.

Unter Umständen kann hier eine Tabelle weiterhelfen mit folgenden Spalten:

Hom.-Mittel Symptom[3] Bedeutung des Symptoms passende Mind- Symptome[4] Ursache
Aconitum Fieber Zorn, Autoaggression Empfindliche Reizbarkeit. Ängstliche Vorahnung… Furcht, Schreck, Schock
Spannung der Blutgefäße Zorn, Abwehrbereitschaft Empfindliche Reizbarkeit. Ängstliche Vorahnung… Dito
Erschöpfung von Körper und Geist Hilflosigkeit Stimmung wechselnd, traurig, deprimiert, reizbar, verzweifelt; fröhlich, erregt, voller Hoffnung Dito
Blutandrang zum Kopf, mit Hitze und Röte des Gesichts Aggressive Gedanken, die sich nicht mental, wohl aber körperlich ausdrücken Durch Kleinigkeiten aus der Ruhe gebracht Dito
Wie von kochendem Wasser Überschäumende Gefühle Empfindliche Reizbarkeit Dito
Gefühl, als würden am ganzen Kopf die Haare zu Berge stehen Furcht, Angst, Abwehr hinsichtlich bevorstehender Aufgaben Ängstliche Vorahnung von herannahendem Tod Dito
Magenschmerzen nach dem Essen Informationen können nicht angenommen werden Verstand gleichsam gelähmt, mit Unfähigkeit, zu denken und einem Gefühl, als ob alle intellektuellen Funktionen sich in der Magengegend vollzögen dito

Eine solche Tabelle läßt sich erweitern. Die beobachteten Erscheinungen lassen sich auf diesem Wege auf ihre Bedeutung und damit auf das Mittel zurückführen. Nur müssen diese Parallelen erst einmal gezogen werden. Die Mittel brauchen einen psychologischen Untertitel. Bei Aconitum würde sich z.B. anbieten:

Denkt in negativen Bahnen in der Absicht, Probleme damit abzuwehren. Hofft gleichzeitig auf Besserung, ohne sich diese jedoch vorstellen zu können. Oft alte Muster (typisch für diese Zeit bei vielen Mitteln).

Die seelisch und geistig empfundenen Zustände sind teilweise überwältigend im Vergleich zu den körperlichen Erscheinungen. Mit letzteren könnte sich die eine oder andere Frau noch leicht abfinden; da sich aber gleichzeitig oft ein mentales Chaos entwickelt, fehlt ihr oft die innere Substanz, mit den Umständen locker umgehen zu können.

Treffe ich das richtige Mittel, sind die mentalen und emotionalen Beschwerden wie weggeblasen. Die körperlichen Beschwernisse können hingenommen werden, weil sich die Hoffnung aufbaut, daß diese auch noch schwinden. Der ängstliche Blick in Richtung möglicher Abstürze verändert sich zu einem Blick in die Zukunft. Hierbei muß sich (nicht nur) frau darüber im Klaren sein, daß der Kräftehaushalt sich verändert, und deshalb überlegter mit ihren Aufgaben und Eigenforderungen ruhiger umgehen. Brav nach dem Motto: Bisher konnten wir Bäume ausreißen – jetzt sollten wir sie lieber pflanzen.

In diesem Sinne scheint mir eine Aufarbeitung des Themas grundsätzlich erfolgversprechend.

Wer immer auf diese Ausarbeitung für seine Praxisarbeit zurückgreifen will, kann dies ohne Rücksicht auf Copyrights tun. Auch Auszüge, um sie den eigenen Patienten mitzugeben, können jederzeit gerne angefertigt werden.

Zum Schluß noch ein kleiner Trick (bis das richtige Mittel gefunden ist):

Eine Hitzewallung kann u.U. vorzeitig beendet werden, indem frau ein Löschpapier, ein Zellstofftuch oder eine Oblate unter die Zunge legt. Ich habe das selbst mit Erfolg ausprobiert. Mir kam dieser Gedanke, weil ich weiß, daß ich Nasenbluten (auch artifizielles) mit dieser Methode zum Stoppen bringen kann.

Beides, Nasenbluten und Hitzewallung sind Ausdruck einer sympathikotonen Übersteuerung. Mit dem saugfähigen Material unter der Zunge schaltet das Nervensystem von sympathikoton auf vagoton um. Die Hitze baut sich ab. Anders ausgedrückt: Sympathikoton sind wir im Falle eines Angriffs; dann kommt uns niemals die Idee, zu frühstücken. Vielmehr wehren wir uns. Die Durchblutung mit einem Maximum an Sauerstoff muß der Bewegungsmuskulatur zur Verfügung stehen. Bei Verletzungen blutet es allerdings auch leicht. Speichel jedoch brauchen wir zum Essen. Jetzt versammelt sich das Blut im Verdauungstrakt und die peripheren Gefäße sind verhältnismäßig „leer“. Hitze entspricht prinzipiell dem Angriff (erhitzte Gemüter…). Die Oblate schaltet durch den Sog an der Speicheldrüse auf „Frühstück“ um.

Der Trick ist zwar simpel aber wirkungsvoll. Ich warne jedoch vor Papier-taschentüchern etc. Der Kampf mit den Resten im Mund ist schon recht nervig.

Bücher

Dieser Inhalt ist Auszug aus verschiedenen Büchern:

Der Sanfte Weg zur Gesundheit, Gisa

Akupunktur, Akupressur, Gisa

Krankheit, der Ruf der Seele nach Heilung, Gisa

Heilen – nicht nur reparierenk, Gisa

978393899408-5, Mini

Astrologisches Wissen

Astrologie I, Einführung in die Astrologie der Heilkunde, Gisa

Astrologie 2, Astrologische Urprinzipien in der Krankheit, Gisa

Astrologie 3, So lebe ich gut und fühle ich wohl, Gisa

Astrologische Auswertung mit Geburtsdaten (Ort, Datum, Uhrzeit) auf Anfrage



[1] Schokolade lockt körpereigenes Morphium (Endorphin), das beruhigend und schmerzstillend wirkt; es lähmt unsere normalen Aktivitäten. Man kann dann besser still vor dem Fernseher ausharren.

[2] Wenn die Psychosomatik Recht hat und das Fühlen und Denken unseren Körper formt (im vorgegebenen Rahmen), dann ist hier ein guter Ansatzpunkt, die ausufernden Erscheinungen über unsere Haltung zum Umfeld wieder in ein erträgliches Maß zu bringen.

[3] Hier Zitate aus Clarke, Praktische Materia medica

[4] Hier Zitate aus Clarke, Praktische Materia medica