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Pleomorphismus bedeutet, dass lebende Zellen sich umwandeln können in die Form, die gerade vor Ort gebraucht werden. Sie können sich auch zusammenschließen, wie Einzeller im Meer sich zu einer „Schlange“ bilden, bei der dann die obersten 5-10 Zellen den „Kopf“ bilden. Dieser Kopf schimmert rötlich, während die übrigen Zellen blass-weiß sind. Wird dieser „Kopf“ abgetrennt und unten wieder „angeklebt“ (Forscher machen sowas), dann wandert der rötliche Bereich solange nach oben, bis der „Kopf“ wieder an der obersten Stelle ist.

Wir können diesen Kopf vergleichend mit den übrigen Zellen nicht untersuchen, denn dafür fehlen uns das Gerät und der Durchblick. Aber es muss Gründe haben, wenn so etwas Rötliches die „Schlange“ der Bakterien durchwandert, um wieder oben zu landen. Jedenfalls bilden diese Einzeller gemeinsam eine Gruppe, die sich gegenseitig nützlich ist, sonst gäbe es sie nicht, da die Natur immer Nützliches erschafft. Übrigens: es ist die Natur, nicht die „Evolution[1]“ !!!

Aus ihnen sind all unsere Zellen gebildet. Carl Woese, Mikrobiologe, hat dies in der Form über seine Arbeiten definiert. Wir nehmen es deshalb als Grundlage an.

Einzeller haben eine Umgebungsmembran, die aus Attraktoren und Effektoren besteht. Hier wird vom Attraktor das angezogen, was die Zelle braucht, während gleichzeitig vom Effektor das rausbefördert wird, was sie nicht braucht. Das funktioniert also wie eine Pumpe. Sie ist angetrieben durch unterschiedliche elektrische Ladung (innen positiv, außen negativ). Wer das nachlesen möchte, kann es bei Bruce Lipton, Mikrobiologe und Mediziner, in „Intelligente Zellen“. Hier wird also seit langer Zeit etwas „Membran“ genannt, was eigentlich eine umgebende Pumpstation ist. Der Stoffwechsel des Einzellers wird so ermöglicht.

In der Zelle befindet sich Flüssigkeit (Zellplasma), in der sowohl der Zellkern schwimmt als auch verschiedene Organellen (kleine Organe). Diese kleinen Organe sind wahrscheinlich zu erheblichen Teilen kleine Einzeller, die zugunsten der großen Zelle viele Funktionen aufgeben haben, denn sie bilden ja eine Gemeinschaft, wo Aufgaben verteilt erledigt werden können.

Innerhalb der Zelle ist ein Zellkern. Dort ist die DNS (Desribonukleinsäure, auch DNA genannt, weil A = engl. acid = Säure heißt) eingelagert. Abgebildet wird diese DNS als Doppelstrang; die erste wurde von der Ehefrau des einen Forschers gemalt, denn gesehen hat das noch niemand – viel zu klein für das beste Mikroskop, also wird chemisch gemessen. Es wird überhaupt sehr viel gemalt und nur das wenigste gesehen, weshalb auch so viele Behauptungen und so wenig Wissen vorliegen. Wir unterstellen auch nur, dass der Zellkern mit der DNS das Hauptquartier sei, wirklich wissen tun wir es nicht. Aber auf der Basis des Hauptquartiers mit dem Befehlsstand wird nun, falls ein Befehl an die Organellen geleitet werden soll, eine Kopie mit einer RNS (Ribonukleinsäure) gemacht. Dafür stülpt sich der entsprechende DNS-Teil nach außen (Puff-Bildung) und es lagern sich RNS-Teile an (Aminosäuren + Peptide). Wenn diese Kopie fertig ist, zieht sich die Puff-Bildung zurück und die RNS begibt sich durchs Plasma.

Die DNS des Zellkerns ist jedoch nicht die einzige Spiralsäure. Zellorganellen wie die Mitochondrien haben ebenfalls DNS, wenn auch eine Art abgespeckter Version, weil die Gesamtzelle bereits viele Funktionen erfüllt. Aber auch die Mitochondrien, Anzahl pro Zelle von ca. 5.000 (Nervenzelle) bis 500.000 (Eizelle) ist erheblich. Das sind natürlich geschätzte Zahlen; niemand kann sie zählen. Keine Zelle lebt dafür lange genug – und auch kein Mensch, der zählt. Ebenso ein Beispiel, wieviel wir nicht wissen sondern es bei Annahmen belassen.

Die Mitochondrien scheinen sowas wie Kernkraftwerke zu sein, die die jeweilige Zelle mit Kraft und Energie ausstatten. Daneben gibt es noch die Ribosomen, die als RNS-Fabrik betrachtet werden könnten. Außerdem gibt es Organellen für den Stoffwechsel und vieles andere mehr, was wir wie schon gesagt nur annehmen und nicht wissen.

Soweit die allgemeine Vorstellung von Zellen. Nun haben wir im Körper eine enorme Zahl unterschiedlicher Zellen, was für jeden Organismus gilt, in dem sich Zellen zu Verbänden und „Wesen“ zusammengeschlossen haben. Diese Zellen sind je nach Bedarf unterschiedlich gebaut. Eine Muskelzelle sieht anders aus als eine Zelle der Leber oder des Magens, der Lunge oder der Haare… Dazu kommen dann noch die 1,5 kg Darm-Bakterien (Symbionten), ohne die wir nichts verdauen können. Per Annahme wird geschätzt, dass es sich um 50 Billionen handelt; das sind 50 x 1012 Bakterien. Ebenso viele Zellen soll ein menschlicher Körper haben.

Damit ein Körper funktionieren kann, müssen die Zellen ständig ausgetauscht werden. Ständig = innerhalb von Tagen. Auch die Knochenzellen werden ausgetauscht; die allerdings innerhalb von 7 Jahren. Alle anderen jedoch sind stetig im Umlauf und in der Erneuerung. Wir können der Natur also unterstellen, dass sie das kann – Zellen herstellen, wie diese gebraucht werden. Falls sie das aus Vorformen macht, also eine Basis-Zelle, um daraus einen „Spezialisten“ zu machen, können wir bereits von Pleomorphismus sprechen. Beurteilen können wir das nicht. Doch die Versuche von Bechamp, Enderlein, Reich[1] u.v.a. haben gezeigt, dass es der Natur möglich ist, bedarfsgerecht Bakterien auszubilden.

Eines kommt jedoch nirgendwo in diesen Untersuchungen vor: der Nachweis eines Angreifers. Die Natur baut, was sie braucht. Eben deshalb gibt es mindestens seit der Kambrischen Explosion[2] (das Leben explodierte) lebendige Wesen, sei es als Pflanze, als Tier oder als Pilz; sei es als Bakterie, als Archaea oder als Eukaryot. Wenn es sogenannte „Viren“ geben sollte, so kann es sich nur um das handeln, was der lateinische Name bedeutet: Gift. Gifte kennen wir weltweit eigentlich nur durch Vulkanausbrüche, die Schwefel, Methan, Kohlenstoff etc. in die Luft blasen und „kleine Eiszeiten“ verursachen können. Oder es wird in der sog. „Virologie“ eigentlich von der RNS gesprochen, die zuhauf in jeder Zelle rumschwimmt.

Mitochondrie

[1] Interessantes Buch von Bernd Senf. Seine Seite: http://www.berndsenf.de/, das Buch findet sich dort irgendwo zum Runterladen.

[2] https://www.youtube.com/watch?v=WcM08HSXINo Das ist zwar ein Film von den Kreationisten. Aber er ist sehr gut gemacht und basiert auf tatsächlichen Voraussetzungen. Ob jemand an „Gott“ glaubt, ist dabei letztlich egal. Die Natur ist auch recht kreativ.


[1] evolutio = das Aufschlagen, Entrollen; frühere Bücher waren aufgerollt.

Sammlung

Prof. Claude Bernard (1813 – 1878):

„Le microbe n´est rien, le terrain c´est tout.“ => Der Keim ist nichts, der Nährboden ist alles.“

Prof. Dr. Dr. Piere Jacque Antonie Béchamp (Zeitgenosse Pasteurs):

Würden Krankheiten immer durch das Einatmen von Erregern aus der Luft verursacht (wie Pasteur meinte), wäre keiner von uns mehr am Leben.

Er beschrieb 1866 den Kreislauf der lebendigen Substanz. Die von ihm in pflanzlichen und tierischen Zellen und im menschlichen Blut festgestellten lebenden Kleinstbestandteile nannte er Mikrozyme. Diese Mikrozyme sind die lebende Grundsubstanz. Sie entstehen aus sterbenden Zellen. Er sah, wie Mikrozyme zusammenfanden und neue Zellen bildeten. Er folgerte daraus: Die Zelle kann man zerstören, die Mikrozyme nicht. Mikrozyme sind also der Ursprung des Lebens. Sie wandeln sich in entsprechende Strukturen nach dem jeweiligen Zustand des Organismus um.- sie passen sich immer den jeweiligen Lebensbedingungen an.

in Abhängigkeit vom Milieu im Organismus bzw. bei pathologischen Veränderungen im Körper können sich aus Mikrozymen Bakterien entwickeln (= Pleomorphismus der Ursubstanz und der Mikroben: Die Mikroorganismen unterliegen einer Entwicklung, sind keine feststehenden Formen.)  Mikrozyme überdauern den Tod des Menschen, sind unsterblich. Sie können Jahrmillionen in einem latenten Zustand verharren, um jederzeit aktiv zu werden. D.h.:

Die Mikrozyme sind immer und überall da. Je nach Zustand des Organismus entstehen in ihm Mikroorganismen (Bakterien und Pilze).

Die Mikroorganismen sind kein biologisches Agens, die sich außerhalb des Organismus entwickeln und von außen kommend die Menschen erkranken lassen, sondern sie entstehen im Menschen in Abhängigkeit von einem bestimmten Milieu oder pathologischen Zustand.

Das Medium bestimmt den Mikroorganismus = die Mikroben.

Bei einem Krankheitsprozess sind die Mikroorganismen für die Umwandlung der Krankheitsprodukte zuständig. Sie stellen nicht die Ursache der Krankheit dar. Vielmehr ernähren sich die Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) von den Krankheitsprodukten und verstoffwechseln diese, wandeln sie in unschädliche Stoffe um.

Die Mikroorganismen unterstützen und fördern den Heilungsprozess.

Béchamp wurde in dieser Ansicht von vielen Zeitgenossen unterstützt. Spätere Forscher wie z.B. Enderlein und von Brehmer sind aufgrund ihrer Forschungsarbeiten zum selben Ergebnis gekommen.

Krankheit wird in uns und von uns geboren.

Mikroben sind das Ergebnis von Krankheiten, nicht deren Ursache!

Mikroben zeigen die Krankheit an, sie machen sie nicht!

Nicht die Mikroben kommen und machen krank, sondern durch Krankheiten entstehen die entsprechenden Mikroben (so wie der Schnee den Winter nicht macht, aber der Winter den Schnee.)

Damit war bereits im 19. Jahrhundert dem Impfen eigentlich schon jede Grundlage entzogen! Aber Béchamp wurde schnell totgeschwiegen…

Henri Chariton Bastian, ein englischer Biologe, widersprach Pasteur ebenfalls leidenschaftlich. Er beobachtete, wie Mikroben im Inneren von alten Früchten, sogar in den Steinen der Früchte entstanden. Sie konnten unmöglich durch Luftkeime entstanden sein.

Rudolf Virchow (1821 – 1910): Krankheit ist eine Reaktion auf veränderte Lebensbedingungen.

Emile Roux, Schüler von Pasteur, und Alexandre Yersin, wiesen 1888 nach, dass nicht die Bazillen die Pest bewirkten, sondern das Gift, das unter Sauerstoffabschluss in Laborbehältern von den Bakterien ausgeschieden wird.

Dr. Miller 1889: Außerdem gibt es keine Bakterien, die gespritzt, fähig wären, an gesunden Menschen Krankheiten zu entwickeln.

Emil Adolph von Behring (1854 – 1917): Nicht das Diphtherie-Bakterium löst die Krankheit aus, sondern ein Toxin.

Dr. Günther Enderlein (1872 – 1968): beobachtete 1916 mit dem Mikroskop kleinste bewegliche Lebewesen, die mit bakteriellen Formen Verbindungen eingingen. Er entdeckte dann Béchamp und konnte dessen Erkenntnisse voll bestätigen. Enderlein nannte Béchamp‘s Mikrozyme Spermiten bzw. Symprotiten. Durch Dunkelfeldmikroskopie entdeckte er, dass diese Symprotiten sich zu bakteriellen Formen entwickeln, wenn es zu einer Verschlechterung im Blutmilieu kommt.

Wilhelm von Brehmer (1883 – 1959): stellte fest, dass im Verlauf von „bösartigen“ Erkrankungen der PH-Wert des Blutes ansteigt und sich proportional dazu die Mikroben entwickeln. 1934 ff. wurden seine Erkenntnisse bestätigt, auch vom Reichsgesundheitsamt Berlin.

Wilhelm Reich (1897 – 1957): Untersuchte unterm Lichtmikroskop, wie aus im Wasser gequollenem Gras Amöben entstanden, die Einzeller reorganisierten sich aus den Zerfallsprodukten des Pflanzengewebes. Er nannte diese Bione. Infolgedessen behauptete er, das Leben entstehe jeden Augenblick neu aus zerfallender Materie. Das Vorkommen von sog. Erregern sei die Folge von Krankheit.

Gaston Naessens, franz. Biologe, entdeckte mit seinem um 1950 entwickelten Lichtmikroskop, das 25.000-fache Vergrößerung erlaubte, winzige Körperchen, die er Somatiden nannte. Er stellte fest, dass sie abhängig von dem Milieu, in dem sie sich befinden, verschiedene mikrobiologische Formen annehmen können. Auch er hielt seine Somatiden für die Grundeinheit des Lebens.

Selbst Pasteur hat am Ende seines Lebens zugegeben, dass der Keim nichts ist, aber der Nährboden alles, also Bernard und Béchamp Recht gegeben.

Dr. Gerald Geison hat 1993 Pasteurs lebenslang vertretene Infektionstheorie durch Mikroben anhand von Versuchsaufzeichnungen in seinen eigenen Tagebüchern widerlegen können. [Anm.: Meines Wissens will Geison seine Ergebnisse aber nicht so verstanden wissen]. Pasteur hatte nur die ihm genehmen Versuchsergebnisse veröffentlicht, die seiner These widersprechenden Ergebnisse finden sich nur in seinen Tagebüchern. Er hat also Wissenschaftsbetrug begangen! (Abdruck in der Süddeutschen Zeitung).

Dr. Stefan Lanka: Bakterien, in den Körper gespritzt, haben noch nie eine Krankheit ausgelöst.


Zusammenfassung:

Außer den Genannten beschrieben noch mehr als 200 andere sogenannte Außenseiter diese Phänomene. Jeder glaubte, er sei der Erste. Als vermeintliche Einzelgänger konnten sie leicht unterdrückt und totgeschwiegen werden, wenn ihre Erkenntnisse der (Pharma- oder Kirchen- oder Partei-)Politik nicht genehm waren.

Ob sie das gefundene Mikrozyme wie Béchamp, Symprotiten wie Enderlein, Bionen wie Reich oder wie Naessens Somatiden nannten, alle waren sie sich sicher, die Grundeinheit des Lebens gefunden zu haben, aus der im Krankheitsfall Mikroben entstehen können.

Somit hat Krankheit mit dem Menschen zu tun, der krank wird und nicht damit, dass behauptete und nicht wissenschaftlich nachgewiesene Viren, existente Bakterien oder Pilze Krankheit verursachen würden. Man möchte daraus schließen, dass der Mensch das Bakterium oder den Pilz entwickelt, den er gerade braucht.

Was ist ein Erreger?

Ein Erreger soll ein lebendes Wesen (im Gegensatz zu Gift) sein, das parasitär (also mit Schädigung des Wirtes) auf Kosten anderer lebt und dort eine Krankheit hervorbringt.

Dies wird in der heutigen Medizin (Universität) einer Vielzahl an Bakterien ungeprüft unterstellt. Darüber hinaus werden Phantasiewesen wie Viren (latein. „Gift“) und Mikroviren erfunden. Der Roboter Mensch ist perfekt. Wenn er krank wird, muss das von außen in ihn hineingetragen worden sein. Da wir sauber essen und trinken, muss es Angreifer geben. Diese sind per Beschluss („Konsens“) Bakterien und Viren.

Mit dieser Behauptung, die sich ebenso wie die Evolutionstheorie durch alle Wissenschaften hindurchzieht, werden wir in Angst und Schrecken versetzt, denn die kleinen Tierchen sind so schlecht auszumachen, dass (bei Bakterien) dies nur mit einem Mikroskop möglich ist. Da wir diese Tierchen nicht sehen können, macht uns das in der Tat gewaltig Angst.

Deshalb lohnt sich der Versuch eines Überblicks. Gut 400.000 Jahre gibt es die Menschheit; grad 100 Jahre gibt es die Impfung. Da die Menschheit 399.900 Jahre ohne Impfung ganz gut überlebt hat, liegt die Annahme nahe, dass das „System Mensch“ (was auch für sämtliche anderen Lebewesen gilt) sehr gut durchgearbeitet sein muss von dem, was wir Natur und Schöpfung nennen.

Milieu

Krankheiten sind Aus-Zeiten, in denen wir uns von einer Tätigkeit erholen können. Diese Annahme ist gerechtfertigt, da Krankheiten immer dann auftauchen, wenn wir vor ungelösten Problemen stehen. Nach mehr als 30 Jahren Forschung auf diesem Gebiet erscheint mir diese Krankheitsbegründung gerechtfertigt. Wir wurden nie von Kleingetier angegriffen sondern sind erschöpft und sehen keine persönliche Lösung.
Heilung erfolgt dann entweder durch Geduld und liebevolle / hoffnungsvolle Betreuung (Mutter-Kind-Verhältnis) oder durch ganzheitliche Ansätze, wie sie die Homöopathie bzw. die TCM bieten. Wenn gleichzeitig auch ein gutes Coaching stattfindet, sollte sich die Möglichkeit bieten, zur Gesundheit zurück zu gelangen.

Das zeigt, welche Therapien erfolgversprechend sind, da sich Krankheit und somit Auszeiten nicht vermeiden lassen – wir sind eben doch keine mechanistischen Roboter.

Bechamp, der von der „Bazille“ Pasteur angegriffen und aus dem Forschungskonsortium der Pariser Universität hinausgeekelt wurde, hat es so formuliert: Krankheit steht immer im Zusammenhang mit dem Milieu, in dem der Mensch lebt.

Theorien

Es gibt zwei Denkungsrichtungen in der Medizin hinsichtlich Infektionskrankheiten (und hier wird nur spekuliert!). Keine ist beweisbar.

Diese zwei Richtungen ergaben sich

  • durch Robert Koch (Tuberkulose) und Pasteur (kein Mediziner! sondern Kaufmann und Chemiker) und
  • Antoine Béchamp, der auf alten Vorstellungen fußte, die bereits seit Jahrhunderten Teil der Heilkunde sind.

Koch / Pasteur lagen im Wettstreit (wer schneller wäre), um Bakterien den Krieg zu erklären.

Béchamp stand auf dem Standpunkt, dass „das Milieu“ die Beschwerden erzeugt. Also der gesamte Mensch Grundlage seiner gesundheitlichen Verhältnisse wäre, ebenso wie die Umwelt, in der er lebt.

Pasteur hat Béchamp, der heftig gegen diesen „Krieg“ protestierte, wissenschaftlich in einer Schlammschlacht den Ruf ruiniert, weshalb wir von Béchamp nicht mehr sehr viel gehört / gelesen haben. Doch sowohl bei Hahnemann als auch bei Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim) war die Milieu-Annahme Grundlage der Aussagen.

Da wir innerhalb des Körpers den zweifellos vorhandenen Bakterien nicht bei der Arbeit zuschauen können, ist weder die eine Theorie noch die andere beweisbar.

Was eine Bakterie in einem Glasgefäß (Petrischale) macht, ist Wachstum ohne Anweisung durch den “Chef” (Wesen mit Gehirn und Koordination), denn diese Koordination fehlt in der Petrischale.

Auf dieser Petrischale samt den Bakterien darin aber fußt die Pasteur‘sche Aussage.

Da mit dem Verkauf von Impfstoffen ein großes Geschäft zu machen war (und ist) und Pasteur mit seinen Gegnern sehr grob umging, wurde auch in wissenschaftlichen Gesellschaften dieses Thema gemieden[1].

Das einzige, was wir wissen, ist die Existenz von Bakterien. Diese könnten jedoch auch als Teil des Körpers verstanden werden, um in diesem Zusammenhang für und mit diesen zu arbeiten. Es wäre ebenso möglich, dass Bakterien als “Müllwerker” tätig sind und abräumen, was an Giften und Schadstoffen in den Körper Eingang gefunden hat. Dass sie am Ort einer Entzündung / Beschwerde gefunden werden, spricht also nicht gegen sie.

Genau genommen bestehen wir aus Bakterien, denn alle Zellen haben Zellorganellen (Organelle = kleines Organ). Es sind um die 10.000 bis 1.000.000 pro Zelle; dies sind nach heutiger Annahme mutierte Bakterien. Wenn wir das an 50 Billionen Zellen hochrechnen, ist es unmöglich, in unserem Körper nicht auf Bakterien zu stoßen.

Damit stehen wir für uns selbst vor der Frage: Nehmen wir an, dass eine “Krankheit” durch Bakterien verursacht ist? Oder teilen wir die Milieu-Theorie; dann aber gibt es keinen Angriff und die “Krankheit” ist der Versuch des gesamten Wesens, Gifte und Schwierigkeiten wieder loszuwerden.

Sollten wir der Milieu-Theorie Glauben schenken, dann ist eine Impfung per Spritze ein Giftstoff, der in den Körper so eingebracht wird, dass er sich dagegen kaum wehren kann (alle Abwehrmechanismen wurden umgangen). Dann aber kann das Gift uns sehr schaden – allemal wenn wir uns in einer kranken Situation befinden.

Nun könnten wir ja die Sache aus Sicht des Erfolges betrachten. Dann stellt sich die Frage, ob Impfungen Erfolg haben. Also ob Impfungen Krankheiten verhindern. Hierfür jedoch liegen keine Beweise vor. Vielmehr hat sich herausgestellt, dass geimpfte Menschen deutlich anfälliger für Krankheiten sind.

Wenn wir also die Ursache einer Krankheit nicht kennen (nur auf Theorien zurückgreifend), ist der Einsatz von Giften, um sie zu verhindern, ein enormes Risiko. Obendrein sind Folgen dieses Risikos bekannt: Impfschäden, die ein ganzes Leben für die gesamte Familie belasten können.

Wichtig ist dabei noch eines:

Wenn wir die Ursache nicht kennen, ist ein Verlauf einer Krankheit ebenfalls nur eine Annahme. Auch in dieser Hinsicht sollten wir keine weiteren Aussagen starten, die mit Angst besetzt sind.


[1] Wie heutzutage beim Thema „Klima“.

Wenn Antibiotika gegeben werden, werden Bakterien ausgerottet, so dass die Folgen ihrer Tätigkeit nicht stattfinden. Dabei bleibt offen, ob diese Tätigkeit für den Organismus vorteilhaft ist oder nicht. Hier geht es nur um den Ablauf.

Nun wird seit Neuestem beobachtet, dass Antibiotika keine Bakterien mehr ausrotten. Wie kommt das?

Antibiotika sind das Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen. Diese Stoffwechselprodukte zerstören bestimmte Bakterien A unter all den anderen Bakterien B, die es außerdem noch gibt. Nach dieser Zerstörung fehlen die A-Bakterien und die B-Bakterien können sich ausbreiten und das „Loch“ verfüllen. Die B-Bakterien waren nie vom Antibiotikum bedroht, deshalb haben sie den Antibiotika-Angriff auch überlebt. Im günstigen Fall erledigen sie nun die Arbeit der A-Gruppe. Oder aber der Mangel an A-Bakterien verändert die Verhältnisse und der Organismus ist nun nicht mehr ausgeglichen; ihm fehlt das Gleichgewicht.

Wenn nun eine neue Entzündung irgendwo auftaucht und Antibiotika gegeben werden, wird die Entzündung davon nicht beeindruckt. Definiert als „resistent“ oder gar „multiresistent“; so als hätte die B-Gruppe eine Immunität gegen das Antibiotikum entwickelt. Tatsächlich aber war die B-Gruppe nie anfällig für den Angriff des Antibiotikums.

Wir erleben also keine „Multiresistenz“ sondern die Folge der Ausrottung der Bakterien, die zu unserem harmonischen Körpergefüge dazugehören. Die B-Gruppe erledigt eben nicht die Arbeit der A-Gruppe und die „Krankheit“ ist deshalb auch nicht mit Antibiotika zu beheben. Keime haben also nicht gelernt, sich gegen Antibiotika zu schützen (B-Gruppe); sie konnten es immer schon. Nur ist dies der Forschung anscheinend verborgen geblieben.

Was haben wir gewonnen? – Nichts! Wir haben einen beschädigten Körper und verzweifelte Krankenhäuser, die von „multiresistenten Keimen“ reden, während die Entzündungen um sich greifen, da keine A-Gruppe mehr da ist, die sie heilen könnte.

Aus meiner Sicht:

Bakterien sind Organellen der Zelle (wie jede Mitochondrie, sie sehen auch sehr ähnlich aus). Wenn alles okay ist, arbeiten sie (z.B. wie die Mitochondrie, von denen gibt es pro Zelle zwischen 5.000 und 250.000) als Kraftwerk. Wenn hingegen die Schädigung einer Zelle vorliegt (fälschlich als „Infekt“ bezeichnet, was „hineingetragen“ heißt), dann wird der Reparatur-Dienst angefordert, die Mitochondrie verändert ihre Struktur und arbeitet als Bakterie. Ist die Schädigung behoben, erfolgt die Rückwandlung in die Mitochondrie und das Leben geht seinen Gang. Wird die Schädigung nicht behoben, weil sich das nicht machen lässt, geht sie unter und wird abgeräumt. Passiert das zu oft, schwächt das den Körper.

Dieser Gedanke entspricht dem Bechamp-Konzept bzw. Enderlein bzw. Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim). Also dem „Das Milieu ist alles, der Keim ist nichts“. Auch genannt: Pleomorphismus.

Antibiotika vs. Bakterien

Sheldrake hat einen Versuch mit Ratten beschrieben. Dabei wurden Ratten in New York trainiert, irgendetwas zu erlernen. Es hat Wochen gedauert. Dann wurde der Versuch in Sidney (Australien) wiederholt. Es dauert nur kurz, bis die Ratten diese Fähigkeit auch hatten. Aus Sheldrakes Sicht besteht ein verbindendes Netz, das er morphisches Feld nennt. Aus diesem schöpften die australischen Ratten, was die nordamerikanischen gelernt hatten.

Wenn wir davon ausgehen, dass Bakterien ebenfalls ein morphisches Feld bilden, dann lernen die Ersten, wie sie sich gegen Antibiose-Angriffe zur Wehr setzen können. Alle weiteren Bakterien übernehmen aus dem morphischen Feld diese Information und sind gegen das Antibiotikum immun.

Disclaimer: Diese Seiten ersetzen nicht 
die Diagnose oder Behandlung durch den 
Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Deutsche und andere Bezeichnungen

Nach Madaus:

Pflanzenfamilie

Wirkung

ungiftig, aber bitter etc., = schwach belastend, ++ = schwach giftig, +++ = mittelgiftig, ++++ = sehr giftig, evtl. tödlich

Bilder

Vorkommen

Nutzung

Pflanzenteile

Ernte

Pflanzenheilkunde

Verarbeitung: —

Homöopathie

Nach Clarke:

Hausgebrauch

Magie, Rituale

Geschichten, Erzählungen

Schmetterlingsblütler

Volksnamen: Fenugräk, Filigrazie, Gelblicher Schabziegerklee, Griechisch Heu, Kuhhornklee, Stundenkraut

Vorkommen

Mittelmeer bis Zentralasien, nördlich der Alpen kultiviert. Anbau ist überall möglich

Verwendung:

Naturheilkunde, Hausmittel, Gewürz

Ernte:

Verarbeitung:

Wirkung:

Appetitfördernd, Verdauungsstörungen, Leberbelastung, Atemwege, Diabetes, schwache Menstruation. Haarausfall, bes. in den Wechseljahren (Tee, aber auch Packung).

Vorsicht in der Schwangerschaft ‼

Pflanzenheilkunde:

Äußerlich zum Aufweichen von Furunkeln mit heißem Breiumschlag.

100 g grob gemahlene Bockshornkleesamen mit etwas Wasser vermischen und zu einem Bei verkochen. Diesen auf einen Leinenlappen aufbringen, um ihn auf die aufzuweichende Stelle zu legen. 3-4 x tgl. erneuern.

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Der Geschmack erinnert an Sellerie / Liebstöckl. Sparsam verwenden, denn er ist sehr würzig. Er geht auch als Tee, denn er enthält auch Phytohormone.

Als Gewürz nur sehr sparsam einsetzen ‼

Teezubereitung:

2 TL Samen + 250 ml Wasser

Samen grob mörsern, mit kaltem Wasser übergießen und 3 Std. stehen lassen, dann zum Kochen bringen. Dann abseihen. Kann mit Honig gesüßt werden.

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Heracléum sphondýlium, Umbelliferae

Name:

Heracléum sphondýlium L. (= Sphondylium branca ursina All.). Wiesen-Bärenklau, Unechte Bärenklau, Heilkraut. Französisch: Fausse branc-ursine, berce, corne de chèvre, patte de loup, patte d’ours; englisch: Common cowparsnip, hogweed, bear’s breech, brankursine, swineweed; italienisch: Sedano dei prati, panacea, spondilio; dänisch: Almindelig Björneklo; norwegisch: Björnekjeks; polnisch: Barszcz; russisch: Borszczewik; tschechisch: Bolšewnik; ungarisch: Medvetalp.

Verbreitungsgebiet

Weiteres Vorkommen: West-u. Nordasien, Ostsibirien, westl. Nord-Afrika. Verschleppt in Nordamerlka (Ostküste). Auf den Pflanzensaft des Wiesen-Bärenklau kann unsere Haut allergisch reagieren, besonders im Zusammenhang mit Sonnenlicht.

Namensursprung:

Der Gattungsname „Heracleum“, den Plinius gebraucht, ist von unsicherer Bedeutung, er soll von dem Heros Herakles oder Herkules, der die Heilkraft der Pflanze entdeckt haben soll, abgeleitet sein. Sphondylium ist ein altgriechischer Pflanzenname, dessen Herkunft nicht feststeht. Bärenklau und verschiedene andere volkstümliche Bezeichnungen beziehen sich auf die Gestalt der rauhhaarigen Blätter.

Volkstümliche Bezeichnungen:

Als Volksname ist Bärenklau oder eine entsprechende Bezeichnung (althochdeutsch lappo = Ruder, dann auch Tatze, Latsche, eigentlich Pantoffel, Schlappschuh; Tappe = [weicher] Tierfuß) weit verbreitet, z. B. Bärepot = -pfote (Nahegebiet), Bornklawen, Barnklawe, Bärnklawe (Gotha), Bärlape (Unterfranken), Bärentatz’n (schlesisch, bayrisch-österreichisch) usw. Auf die rauhe Behaarung der Pflanze gehen ferner Ochsenzunge (Eifel, Sachsen), Ruchmûl = Rauhmaul (Gotha), Kaumûle (Göttingen). Pferdskümmel (Eifel), Pferdekümmel (Egerland, Riesengebirge), Roßkemmich, Gaulkemmisch (Schwaben), Roßchümmi (Schweiz) bezeichnen den Bärenklau als kümmelähnliche Pflanze. Die Pflanze bildet eine Nahrung für Schweine und Kaninchen, daher Säuchrut, Süschärlig, Chüngelichrut (Schweiz).

Nutzung

Pflanzenteile:

junge Blätter, Blattstängel, Knospen, Samen

Vorsicht: Auf den Pflanzensaft des Wiesen-Bärenklau kann unsere Haut allergisch reagieren, besonders im Zusammenhang mit Sonnenlicht.

Vorsicht: Nicht zu verwechseln mit dem Riesen-Bärenklau (Heracleum Mantegazzianum), denn der erzeugt Vergiftungserscheinungen. Der Saft verursacht in Verbindung mit Sonnenlicht äußerst unangenehme Hautschäden, die an Verätzungen erinnern. Auch Tiere reagieren bei Kontakt mit Fell- und Hautschäden.

Ernte:

Im Frühjahr werden junge Blätter roh in Salat oder Smoothie gegessen, zum Beispiel in einem grünen Smoothie gegen Magnesiummangel. Darüber hinaus können Sie die Blätter wie Gemüse kochen, in Pfannkuchenteig gebacken oder mit anderen Wildkräutern zu Pesto mischen. Getrocknet eignen sie sich als Gewürz für Salate und Gemüsegerichte.
Bis August sind neben den Blättern auch die Blattstiele zu verwenden. Sie müssen nur von ihren harten Fasern befreit werden.
Die Knospen des Wiesenbärenklau können dem Salat beigegeben oder als sehr aromatisches Gemüse gekocht werden.
Unreife Samen eignen sich gut zum Würzen von Süßigkeiten, auch in Wildkräuterlimonaden sind sie ein feines Gewürz.
Im Herbst und Winter kann die radieschenartige Wurzel geerntet und gerieben als Gewürz eingesetzt werden.

Pflanzenheilkunde:

Nach: J. Karl:

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Magie, Rituale:

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Echter Anis

Pimpinella anisum

Nach Madaus:

Pflanzenfamilie

Anis (Echter Anis, Pimpinella anisum) ist ein einjähriges bis zu 80 Zentimeter hohes Kraut mit vielen kleinen weißen Blüten, die in Doppeldolden angeordnet sind. Aus den Blüten werden sogenannte Spaltfrüchte, die jeweils in zwei Teilfrüchte zerfallen. Zusammen mit u.a. Fenchel, Dille und Kümmel zählt Anis zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Man kennt den Anis auch unter der volkstümlichen Bezeichnung „Süßer Kümmel“. Die als Gewürz verwendeten Spaltfrüchte sind den Kümmelfrüchten optisch ähnlich.
Quelle

Wirkung

ungiftig

Bilder

Vorkommen

Kulturpflanze, Südeuropa, Weiden, Wiesen

Nutzung

Pflanzenteile:

Samen

Ernte:

Spätsommer

Verarbeitung

Tee, Tinktur, Küche

Pflanzenheilkunde

Anis wirkt auf das Verdauungssystem und hilft dabei, schwere Speisen besser verkraften zu können. Weiterhin ist Anis ein geschätztes Mittel gegen hartnäckigen Husten und Bronchitis und beruhigt milde das Nervensystem. Er ist der kleine Verwandte des Kümmels: Anis. Die sichelförmigen Früchte werden hierzulande eher für süße Zubereitungen verwendet. Doch sein aromatischer Geschmack harmoniert auch mit Fisch- und Fleischgerichten.

Als Tee, bei Magen-Darm-Störungen:

Einen Teelöffel Anissamen mit 2 dl kochendem Wasser übergießen, zudecken und 15 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Der Tee wird drei mal am Tag, nach dem Essen, eingenommen. Der Tee wird am besten ungesüßt getrunken.

Bei Husten mit Schleimbildung

Anis kann auch auf Milch zubereitet werden, um Husten und Schleim zu lindern. Wir brauchen einen Teelöffel gemahlenen Anis, um kurz in 2,5 dl Milch zu kochen, nicht länger als 7-8 Minuten. Die Zubereitung wird morgens, nachmittags und abends vor dem Essen getrunken.

Nach: J. Karl:

Nach HP Dr. Köhn:

Verarbeitung: —

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack

Der echte Anis schmeckt süßlich-würzig und erinnert im Geschmack leicht an Lakritze. Hauptkomponente im ätherischen Öl ist trans-Anethol. Auch Sternanis trägt Anethol im ätherischen Öl. Sein Aroma kommt ebenso Lakritze nahe, zudem ist im Geschmack eine leichte Schärfe zu verspüren.

Verwendung und Zubereitung

Als Gewürz verwendet man Anisfrüchte im Ganzen oder gemahlen. Die frischen Blätter eignen sich auch zum Verzehr, sie schmecken wie die Früchte süßlich bis lakritzähnlich und machen sich gut als Salatkräuter. Wir treffen sie auch häufig bei Brot- und Backwaren / Keksen an. Als Einlegegewürz gehen sie bei Obst und Gemüse (Essiggurken). In der Getränkeindustrie werden sie oft bei Likören eingesetzt.

Tipp: erst kurz vor der Verwendung mit dem Mörser zermahlen, da dann das Aroma erhalten bleibt. Anis innerhalb eines Jahres verwenden; wegen des schwindenden Aromas nicht länger lagerfähig.

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Weihnachten ist der Zeitpunkt, wo wir unseren Bauch mit allem möglichen vollstopfen. Gleichzeitig ist es auch der Zeitpunkt, wo wir mit unseren Verwandten auf engstem Raum zusammenhocken, die wir den Rest des Jahres nur selten sehen. Keine Arbeit unterbricht den Kontakt, denn alle haben „frei“. Aktionismus ersetzt unsere normale Beschäftigung. Die Hausfrau überlastet sich in der Küche, beim Aufräumen und in der Kinderversorgung. Der Ehemann könnte den Putz aus den Wänden kratzen und fühlt sich maßlos gestresst.

Wenn bei diesem Hintergrund nun Übelkeit auftaucht, denn wir haben versucht, durch Essen all das zu überspielen, hilft uns in den meisten Fällen ein homöopathisches Mittel. Hier die häufigste Auswahl, wobei Nux vomica oft genug das geeignete Mittel sein kann:

→ Nux vomica: D 6, Übelkeit und Erbrechen nach Alkoholgenuss, Erbrechen von Speisen, Schleim, Magensaft, Galle, Zunge trocken, weiß belegt, Völlegefühl, Magendruck 1—2 Stunden nach dem Essen. Kopfweh, Migräne; Magenverstimmung von Alkohol und Tafelfreuden; nach Ärger und Aufregung.

→ Pulsatilla: D 4, Brechreiz und Erbrechen nach dem Genuss fetter Speisen, von Gefrorenem, Salat, Gurken und Saurem, Erbrechen von Schleim, bitterer Flüssigkeit oder dem Genossenen besonders abends und nachts und nach dem Essen, bitterer Geschmack, trockener Mund, Durstlosigkeit, Magenschmerzen 2 Stunden nach dem Essen (vgl. Nux-v). Brechreiz bei fetten Speisen; Kopfweh, Migräne; Überladung des Magens

Aethusa: D 4, Erbrechen von großen, oft grünen Stücken geronnener Milch bei Kindern, nachfolgende große Schwäche und Schlafsucht, Zug von Übelkeit um den Mund mit Blässe, Folgen falscher Ernährung, Verschlimmerung bei Sommerhitze

→ Ipecacuanha: D 4, Erbrechen von Speisen oder Schleim, Wasser oder dünner Galle, besonders nach Genuss schwerverdaulicher Speisen, Widerwille und Ekel gegen alle Speisen, heftigste Übelkeit, Brechwürgen, Leeregefühl im Magen, oft bei Überladung des Magens

Tartarus emeticus: D 6, heftiges Brechwürgen mit Speichelfluss, Stirnschweiß und Mattigkeit der Beine, Erbrechen von Schleim und sauren Speisen unter großer Anstrengung, Ekel besonders gegen Milch, Verlangen nach Saurem und Obst, weiß belegte Zunge, — Magendrücken wie von Überladung

Antimonium crudum D 4, Erbrechen infolge Magenüberladung, nach übermäßigem Genuss fetter Speisen, weiß belegte Zunge, — Völlegefühl, Blähsucht

 

Therapievorschläge

und weiterführende Informationen finden Sie hier:

Knoblauch

Körper

Brennen und Schwere im Magen. Obstipation, Schnupfen, asthmatische Beschwerden. Arteriosklerose. Hypertonie. Depressionen bei Magenüberladung.

Psyche, Verhalten

Läuft von Arzt zu Arzt aus Angst, vergiftet zu sein. Es hat viele Wünsche, kann sich über ihre Erfüllung jedoch nicht freuen. Wirkt uninteressiert und immer auf der Flucht vor unangenehmen Ereignissen.

Depressionen, wenn zu viele Informationen einströmen. Entzieht sich misstrauisch und flieht, unterwürfig, eitel, freudlos, Rückzug. Kann all das „Fremde“ nicht loslassen und ist verschnupft. Fehlende Kontaktpflege und Zuwendung. Muss den eigenen Horizont wesentlich erweitern, um eigene Ansatzpunkte zu finden.


Dies ist mein Notizbuch der homöopathischen Arzneimittel. Es erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. 

Das Nachlesen in größerem Umfang kann über andere MMs erfolgen.

1 Band, ca. 150 Mittel, Materia Medica, Gisa

3 Bände, Stauffer, Materia Medica

in der Bibliothek des Clubs

Als Repertorium (Such-Literatur) kann der Boger, General Analysis & Repertorium,genutzt werden, das ich in Kürze hier hochladen werde. Dann zu finden in der Menüleiste / Boger.

Deutsche und andere Bezeichnungen:

Weiße Zaunrübe, Englische Alraune, Schwarzfrüchtige Zaunrübe

Nach Madaus:

Bryonia alba L. Weiße Zaunrübe und Bryonia dioica Jacq. Rote Zaunrübe. Französisch: Bryone, couleuvrée, vigne blanche, rave de serpent, navet du Diable, herbe aux femmes battues; englisch: Bryony wild hops; italienisch: Barbone, fescera, brionia, vite salvatica, zucca salvatica; dänisch: Galdebaer, Valsche Roe; norwegisch: Gallebaer; polnisch: Przestęp; russisch: Pierestupien; tschechisch: Posed; ungarisch: Gönye.

Weitere Pflanzen dieser Familie:

Bryonia dioica; Bryonia cretica ssp. dioica

Pflanzenfamilie

Cucurbitaceae

Wirkung

ungiftig, aber bitter etc., = schwach belastend, ++ = schwach giftig, +++ = mittelgiftig, ++++ = sehr giftig, evtl. tödlich

Bilder

Vorkommen

Europa, Kleinasien. Die Zaunrübe wächst mit Vorliebe an feuchten Stellen von Hecken, an Zäunen, in Gebüschen und an Weingartenrändern.

Nutzung

Pflanzenteile:

Ernte:

Blüte Juni und Juli.

Pflanzenheilkunde:

Nach: J. Karl:

Verarbeitung: —

Homöopathie:

Langsamer Krankheitsbeginn, alles trocken, großes Rheumamittel

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Deutsche und andere Bezeichnungen:

Bärlauch, Waldknoblauch, Wilder Lauch, Ramsel, Allium ursínum L. (= A. latifolium Gilib., = A. nemorale Salisb., = Ophioscorodon ursínum Wallr.). Bärenlauch, Waldknoblauch, Zigeunerlauch. Französisch: Ail de bois; englisch: Ramsos, Broád-Leaved Garlic; italienisch: Aglio orsino; dänisch: Ramslög; tschechisch: česnek medvědi; ungarisch: Medve hagyma.

Nach Madaus:

Die Bezeichnung Ramsen findet sich für Laucharten (besonders wildwachsende) in vielen europäischen Sprachen (griechisch χρμνον [krómyon], serbisch čremoš, russisch čremša, dänisch, schwedisch, norwegisch rams, angelsächsisch hromsan, englisch rams, ramsons): Remsen (Göttingen), Ramisch (Schlesien), Ronzna(Niederösterreich), Ramser, Rämsch (Oberbayern), Ramsele (Schwäbische Alb), Ramsen (Allgäu), Rämschelä, Ramserä, Ramsä (Schweiz). Im Gegensatz zum Knoblauch, dem unsere Art im Geruch ähnlich ist, nennt man sie wülda Knofl(Niederösterreich), wilder Knoblich (Schwäbische Alb), wilda Knoblächt (St. Gallen), Waldknofel (Oberösterreich), Waldknoblich (Schwäbische Alb), Tüfelsschnoblauch (Schweiz: Zug), Huntischnowl = Hunds- (Krain, Gottschee), außerdem Zigeunerlauch (Oberösterreich), Jud’nzwifl (Niederösterreich), Chrotte(n)chrut, nach dem Vorkommen an schattigen, feuchten Waldstellen (Schweiz: Waldstätten), Waldherre, wohl nach dem massenhaften Vorkommen an manchen Stellen (Schwäbische Alb).

Wirkung

ungiftig

Bilder

Vorkommen

Verwendung: Blätter, Blüten

Vorkommen: Feuchte Laubwälder, vor allem Buchenwälder, dort dann oft teppichartig.

Ernte : April / Mai

Verarbeitung: Tee, Tinktur, Küche

Pflanzenheilkunde:

Appetitanregend, reinigend, wurmtötend. Stärkt die Darmflora.

Immunsystem und Kreislaufmobilisation. Regenerationsfähigkeit.

Senkt den Blutdruck, bremst die Arterienverkalkung.

Nach: J. Karl:

Einsatz ähnlich wie Knoblauch (Allium sativum).

Als frisch bereiteter Saft aus Zwiebel und Blättern mehrmals täglich reichlich verdünnt mit Wasser oder Buttermilch, 1 : 5, Tee- oder Esslöffelweise einnehmen.

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Bärlauch suchen wir in Buchenwäldern, wo der Boden etwas kalkhaltig und nicht zu trocken ist, meist im März (nicht zu verwechseln mit dem giftigen Maiglöckchen ! ). Er ist mit unserer Küchenzwiebel verwandt und hat eine Knoblauch-Note (ähnlich der Knoblauchsrauke). Er ist vielseitig einsetzbar. Am besten verwenden wir ihn frisch und roh, da sein Aroma schnell verloren geht. In Öl eingelegt, getrocknet oder gefroren ist er länger haltbar.

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Wikipedia sagt dazu:

Kleie (ahd. kli(w)a) ist ein Sammelbegriff für die bei der Getreideverarbeitung nach Absieben des Mehles zurückbleibenden Rückstände aus Schalen (Samenschale, Fruchtschale), der Aleuronschicht und dem Keimling. Kleie ist ein Mühlennachprodukt und nicht zu verwechseln mit den Spelzen.

Pflanzenheilkunde:

Dies ist keine Droge im engeren Sinn, sondern ein diätetisches Nahrungsergänzungsmittel. Leider enthält Kleie relativ viel Cadmium.

Unsere verfeinerte Nahrung enthält viel zu wenig unverdauliche Ballaststoffe. Mit Weizenkleie kann dieses Defizit einfach und preiswert ausgeglichen werden, denn sie ist nur zu knapp 50 % verdaulich und reich an sogenannter Rohfaser, quellenden Pentosanen und Schleimstoffen. Außerdem enthält Weizenkleie über 0,5 % Magnesium und mehr als 1% Kalium, ferner Vitamine des B-Komplexes und Vitamin E. Weizenkleie ist ein natürliches Stuhlregulierungsmittel, durch welche: die Veweildauer des im Volumen vergrößerten Darminhaltes verkürzt wird.

Über den Tag verteilt sollen 3 bis höchstens 5 Esslöffel voll Weizenkleie, zusammen mit Milch, Joghurt, Apfelbrei oder reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Für Kleinkinder ist Kleie nicht zu empfehlen, für Säuglinge ist sie wegen ihres Glutengehaltes (Zöliakie!) als Stuhlregulans gänzlich ungeeignet.

Andere Bezeichnungen: Mistel; Laubholzmistel; Sangjisheng

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Mistelkraut – Herba Visci albi

Die Droge besteht aus den grüngelben Blättern und den äußeren Zweigen der Mistel (wissenschaftlicher Name: Viscum album). Sie ist ein kugeliger, immergrüner Halbschmarotzer unserer Nadel- und Laubbäume. Mistelauszüge sind in vielen blutdrucksenkenden Fertigarzneimitteln zu finden.

Zubereitung/Anwendung: Man setzt 4-6 gehäufte Teelöffel voll mit 1/2 Liter lauwarmem Wasser über Nacht an und trinkt morgens sowie abends langfristig eine Tasse Tee.

Der blutdrucksenkende Effekt der Mistel ist nur recht schwach ausgeprägt und zudem unsicher. Dennoch wird öfter über die Besserung der Begleiterscheinungen des Bluthochdruckes, wie Schwindel und Kopfdruck berichtet. In Form von Spritzen wird die Droge auf Grund des enthaltenen Viscotoxin als Gewebereizmittel bei Arthrose, Ischias und Krebs genutzt.

Bezüglich Halbschmarotzer siehe Anmerkung bei Augentrostkraut. Die Geschichte der Mistel geht zurück bis zur Mythologie der alten Germanen. Auch bei Priestern (Druiden) der Gallier war die Mistel heilig.

Andere Bezeichnungen: Königskerze, Seidenhaar- ‚Polarsommer‘, Wollblume

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Pflanzenheilkunde:

Königskerzenblüten, Wollblumenblüten – Flores Verbasci

werden gewonnen von drei nahe verwandten und als gleichwertig angesehenen Pflanzenarten, der Windblumenkönigskerze (Verbascum phlomoides), der großblumigen Königskerze (Verbascum densiflorum) und der kleinblütigen Königskerze (Verbascum thapsus), Familie: Rachenblütler. Die Droge enthält Flavonoidglykoside und neben Pflanzenschleim zusätzlich Saponin, weshalb sie leicht auswurffördernde Eigenschaften besitzt. Die schon bei den alten Griechen benutzte Heilpflanze ist bei akuten Katarrhen etwas schwach in der Wirkung, sie wird deshalb fast immer gemischt mit anderen Drogen in fertigen Hustentees verwendet.

Andere Bezeichnungen: Preiselbeere; Kronsbeere

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Pflanzenheilkunde:

Preiselbeerblätter – Folia Vitis Idaeae

wirken ähnlich wie Bärentraubenblätter (siehe dort). Da sie jedoch weniger Wirkstoff als die Blätter der Bärentraube enthalten, muss man etwa 1/3 mehr Schnittdroge verwenden. Die Verträglichkeit ist besser als die der Bärentraubenblätter. Die Preiselbeere (Vaccinium vitis idaea) gehört zur Familie der Erikagewächse.

Andere Bezeichnungen: Bärentrauben

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Vorkommen:

Skandinavien, Norddeutschland, Alpen, Italien, Spanien. Wildsammlung.

Pflanzenheilkunde:

Bärentraubenblätter – Folia Uvae Ursi

Heilanzeigen: Leichtere Fälle von Nieren- und Blasenentzündung (volkstümlich Blasenkatarrh), auch zusätzlich zu synthetischen Arzneimitteln. Die Droge selbst wirkt nicht harntreibend, aber stopfend (Nebenwirkung). Wichtig für die Wirkung ist, dass der Harn leicht alkalisch reagiert. Der reichliche Genuss von Obst und Fruchtsäften fördert (!) durch deren natürlichen Gehalt an organischen Kaliumsalzen die Harnalkalisierung. Auch Bullrichsalz ist geeignet.

Zubereitung/Anwendung: 2 Esslöffel voll geschnittener Droge mit ¾ Liter Kaltwasser ansetzen, bedeckt 10 Minuten leicht kochen, erkalten lassen und abseihen. Über den Tag verteilt 3 Tassen trinken. Nicht zum Dauergebrauch und nicht während der Schwangerschaft!

Inhaltsstoffe: Die Glykoside Arbutin und Methylarbutin, aus welchem im alkalischen Urin Hydrochinon und andere phenolische Substanzen entstehen; ferner Flavonoide und viel Gerbstoff.

Andere Bezeichnungen: Huflattich; Kuandonghua

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Vorkommen:

Verbreitet auf Lehm- und Kalkböden der gemäßigten Zonen.

Pflanzenheilkunde:

Huflattichblätter und -blüten – Farfarae Folium (Flos) – Folia (Flores) Farfarae

Heilanzeigen: Zur Reizlinderung bei Erkältung der Atemwege, unterstützend bei Lungenblähung (Emphysem) und Staublunge (Silikose).

Zubereitung/Anwendung: 2 Teelöffel voll Schnittdroge werden mit 1 großen Tasse Kaltwasser zum Sieden erhitzt. Der abgeseihte Tee wird gut warm getrunken. Täglich 3 Tassen. Mit Honig süßen. Die Droge ist häufig Bestandteil von Hustenteemischungen.

Inhaltsstoffe: Etwa 8 % saure Schleimstoffe, Bitterstoff, Gerbstoff, 2 Alkaloide. Letztere wurden eine Zeitlang als gesundheitlich nicht unbedenklich angesehen, was aber infolge ihrer sehr geringen Konzentration widerlegt werden konnte.

Andere Bezeichnungen: Kakao, Kakaobaum

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Pflanzenheilkunde:

Kakaoschalen – Testae (Cortex) Cacao

sind die Samenhüllen der zu Genusszwecken verwendeten Kakaobohnen. Die braunen Schalen haben einen angenehmen Kakaoduft und sind deshalb als geruchsverbessernde Fülldroge in Teegemischen beliebt.

Darüber hinaus enthalten Kakaoschalen Theobromin und Coffein mit harntreibendem und stimulierendem Effekt. Sie sind daher auch wirksamer Bestandteil entsprechender Tees.

Andere Bezeichnungen: Camellia sinensis (PU-ERH); Thea viridis; Thea bohea, Thea nigra, Yunnan PU-ERH; Teestrauch

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Pflanzenheilkunde:

Schwarzer Tee – Thea nigra

Der Schwarze Tee ist nicht nur ein Genussmittel, sondern er hat aus folgenden drei Gründen auch Heilpflanzencharakter:

Er enthält mit durchschnittlich 3 % erheblich mehr Coffein (früher Thein genannt), als die Kaffeebohnen und der Matetee. Coffein aber ist ein häufig gebrauchter Arzneistoff, beispielsweise in Schmerzmitteln. Es wirkt u.a. erregend auf Atemzentrum, Hirnrinde, Gefäßzentrum und harntreibend.

Schwarztee ist darüber hinaus eine gute Gerbstoffdroge mit ca. 15 % Gehalt und deshalb als unterstützendes Mittel bei Durchfall geeignet. Dabei muss der Tee (1 gehäufter Teelöffel voll Blätter pro Tasse) nach dem Brühen wenigstens 10 Minuten ziehen und mit 2 Teelöffeln voll Traubenzucker (oder 1 gehäuftem Teelöffel gewöhnlichem Zucker) plus 1 Messerspitze Kochsalz versetzt werden. Ein guter Tip für darmkranke Touristen! Bitterer Schwarztee allein ist nicht so wirksam.

Teeblätter speichern Fluoride und beugen damit der Karies vor.

Soviel zum Schwarzen Tee als Droge. Im Vordergrund steht selbstverständlich sein Genuss wert als anregendes aromatisches Getränk. Durch die Zubereitungsart können Wirkung und Geschmack beeinflusst werden: Bei kurzer Ziehzeit (ca. 4 Min.) ist die Wirkung deutlich anregend und der Geschmack mild-aromatisch. Bei langer Zieh zeit (ca. 10 Min.) ist die Anregung schwächer, weil das Coffein dann großenteils an die Gerbstoffe gebunden ist und nur langsam freigesetzt wird und der Geschmack ist leicht bitter-zusammenziehend. Einen Tee, der lange gezogen hat, können Kaffee-Empfindliche meist gut vertragen. Die volle Aromaentfaltung wird begünstigt durch eine Teekanne, deren brauner Innenbelag nicht entfernt wurde und beeinträchtigt durch Kontakt mit Metall. Der Schwarzteekonsum nimmt in Deutschland stetig zu. Verstärkt gefragt sind Sorten mit Fremdaroma, zum Beispiel durch Zusatz von Jasminblüten, Orangenschalen, Vanille, Wildkirschen etc.

Der hüfthohe Teestrauch, welcher ohne menschliches Zutun zum kleinen Baum heranwächst, ist heimisch im südostasiatischen Bergland. Indien (Assam, Darjeeling) ist der Haupt-Teeproduzent mit fast 500.000 Tonnen pro Jahr. Daneben hat Ceylon große Bedeutung. Mit Ausnahme des China- und Japantees wird heute in den Hauptanbaugebieten eine Kreuzung aus Chinatee (Camellia sinensis) mit der Assam-Abart kultiviert. Auf die komplizierte Bearbeitung durch Fermentation, Rollen der Blätter und Heißtrocknung kann nur beiläufig eingegangen werden. Was sich dabei an biochemischen Prozessen vollzieht, mag man daraus ersehen, dass grüner Tee und der meist coffeinreichere Schwarze Tee nicht etwa von verschiedenen Pflanzen stammen, sondern die optischen, geruchlichen und Wirkungsunterschiede nur durch die verschiedene Bearbeitung entstehen. Bei Arthritis soll Tee nicht getrunken werden.

Andere Bezeichnungen: Cassia angustifolia, Sennesfrüchte, Sennesbälge und Mutterblätter

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Vorkommen:

Südindien und beidseits des Roten Meeres (Ägypten bis Sudan). Beide Bereiche werden vom Arzneibuch als gleichwertig eingestuft. Sowohl Wildsammlung, als auch plantagenmäßiger Anbau.

Pflanzenheilkunde:

Sennesblätter – Sennae Folium — Folia Sennae

Heilanzeigen: Mittelstarkes Abführmittel bei akuter Darm-Verstopfung.

Zubereitung/Anwendung: Sennesblätter dürfen nicht überbrüht werden. Auch bei der Bereitung des 30-minütigen Teeaufguss aus 1 gehäuften Teelöffel Droge mit 1 Tasse Warmwasser sind leichte Leibschmerzen nicht selten. Man vermindert diese durch Zugabe von 1/2 Teelöffel voll Anis- oder Fenchelfrüchte. Nach dem Abseihen kurz aufkochen und morgens und/oder abends 1 Tasse trinken. Wirkungsort ist der Dickdarm. Die Darmentleerung erfolgt nach ca. 8 Stunden.

Inhaltsstoffe: Mindestens 2,5 % Hydroxyanthracen-Derivate (Sennoside etc.), weinsaure Salze, Pflanzenschleim.

Sennesschoten – Sennae Fructus — Folliculi (— Fructus) Sennae

sind auch bekannt als Sennesfrüchte, Sennesbälge und Mutterblätter. Sie stammen von den bei Sennesblätter genannten Pflanzen und enthalten weitgehend dieselben Inhaltsstoffe wie die Blätter. Näheres siehe dort.

Während das für uns verbindliche Europäische Arzneibuch beide Sennesblätterarten als wirkungsgleich anerkennt, werden hier die Sennesschoten unterschiedlich bewertet: Alexandriner-Sennesschoten enthalten nämlich mehr Wirkstoffe als Tinnevelly-Sennesschoten. Dementsprechend ist die Anwendung der Sennesschoten verschieden: Von der Alexandriner-Sorte genügt als Abführdosis 1 Teelöffel voll Schnittdroge pro Tasse, von der Tinnevelly- Sorte benötigt man dagegen 1 ½ Teelöffel voll geschnittener Sennesschoten.

Zubereitung: Siehe Sennesblätter.

Eine besonders einfache Anwendung der Droge ist in Form ihres Pulvers möglich (im Handel unter der Bezeichnung Kaberol).

Andere Bezeichnungen: Gewöhnliches Seifenkraut; Gemeines Seifenkraut; Echtes Seifenkraut

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Pflanzenheilkunde:

Seifenkrautwurzel – Radix Saponariae

enthält etwa 5 % Saponin und hilft, wie Schlüsselblumenwurzeln (siehe dort), bei Bronchialverschleimung. Der kratzige Geschmack des Wurzelaufgusses (1 Teelöffel pro Tasse) kann durch Zugabe von 1/2 Teelöffel Fenchel und Süßen mit Honig gemildert werden, bei gleichzeitiger Steigerung der Wirkung.

Seifenkraut (Saponaria officinalis) ist ein Nelkengewächs.

Andere Bezeichnungen: Sanikel; Scharnikel; Wald-Sanikel; Heilkraut

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Vorkommen:

Mitteleuropa, Persien, Westasien.

Pflanzenheilkunde:

Sanikelkraut – Herba Saniculae

Heilanzeigen: Äußerlich zu Umschlägen und Bädern bei schlecht heilenden Wunden und zu Spülungen bei Entzündungen der Mund-, Rachen- und Nasenschleimhaut.

Die der Droge zugeschriebene blutstillende Wirkung ist zweifelhaft.

Zubereitung/ Anwendung: 1 gehäufter Esslöffel voll Schnittdroge wird mit ½ Liter Kaltwasser angesetzt und kurz aufgekocht. Mit der täglich frisch bereiteten Abkochung werden Umschlagkompressen getränkt und als Wundauflage 3stündlich erneuert, oder die erkrankte Stelle wird — wo möglich — mehrmals täglich gebadet. Mundspülungen ebenfalls täglich einige Male, besonders gleich nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen.

Inhaltsstoffe: Allantoin, dessen wundreinigende Eigenschaft schon lange bekannt ist, über 10% Saponine mit antimikrobiellen Eigenschaften, außerdem Gerbstoff, wenig ätherisches Öl und verschiedene Fruchtsäuren.

Andere Bezeichnungen: Attich; Krautiger Holunder; Zwergholunder; Eppich

Pflanzenheilkunde:

Attichwurzel, Zwergholunderwurzel – Radix Ebuli

Heilanzeigen: Harn- und schweißtreibend Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel fein geschnittener Droge mit 1 großen Tasse Kaltwasser übergießen und einige Minuten bedeckt kochen lassen. Warm abseihen. Zur Steigerung der Harnmenge täglich 2 Tassen, zur Schwitzkur 1 große Tasse heiß trinken. Da Attichwurzel in höherer Dosis nicht frei von Nebenwirkungen (Brechreiz u.a.) ist und auch nicht sehr gut schmeckt, sind für die beiden oben genannten Heilanzeigen Drogenmischungen empfehlenswerter, beispielsweise mit Wacholderbeeren und Goldrutenkraut bzw. Lindenblüten und Weidenrinde.

Andere Bezeichnungen: ssp. rosmarinifolia, Rosmarin-Weide

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Weidenrinde – Cortex Salicis

stammt von verschiedenen heimischen Weidenarten. Die Droge enthält Salicylverbindungen. Am gehaltreichsten sind die Rinden der Kriechweide (wissenschaftlicher Name Salix repens) und der Purpurweide (Salix purpurea). Im Körper werden die Salicylverbindungen gespalten und die frei gewordene Salicylsäure wirkt wie Aspirin. Weidenrinde wird heute nicht mehr allein verwendet, sie ist aber ein Bestandteil von Rheuma- und Grippetees, in denen sie schmerzlindernd, fiebersenkend und schweißtreibend wirkt.

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