Inhalt
Bücher und mehr
Hier können Sie uns unterstützen:

Spende

Autorenarchiv

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 77 78 79 -->

Wenn Antibiotika gegeben werden, werden Bakterien ausgerottet, so dass die Folgen ihrer Tätigkeit nicht stattfinden. Dabei bleibt offen, ob diese Tätigkeit für den Organismus vorteilhaft ist oder nicht. Hier geht es nur um den Ablauf.

Nun wird seit Neuestem beobachtet, dass Antibiotika keine Bakterien mehr ausrotten. Wie kommt das?

Antibiotika sind das Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen. Diese Stoffwechselprodukte zerstören bestimmte Bakterien A unter all den anderen Bakterien B, die es außerdem noch gibt. Nach dieser Zerstörung fehlen die A-Bakterien und die B-Bakterien können sich ausbreiten und das „Loch“ verfüllen. Die B-Bakterien waren nie vom Antibiotikum bedroht, deshalb haben sie den Antibiotika-Angriff auch überlebt. Im günstigen Fall erledigen sie nun die Arbeit der A-Gruppe. Oder aber der Mangel an A-Bakterien verändert die Verhältnisse und der Organismus ist nun nicht mehr ausgeglichen; ihm fehlt das Gleichgewicht.

Wenn nun eine neue Entzündung irgendwo auftaucht und Antibiotika gegeben werden, wird die Entzündung davon nicht beeindruckt. Definiert als „resistent“ oder gar „multiresistent“; so als hätte die B-Gruppe eine Immunität gegen das Antibiotikum entwickelt. Tatsächlich aber war die B-Gruppe nie anfällig für den Angriff des Antibiotikums.

Wir erleben also keine „Multiresistenz“ sondern die Folge der Ausrottung der Bakterien, die zu unserem harmonischen Körpergefüge dazugehören. Die B-Gruppe erledigt eben nicht die Arbeit der A-Gruppe und die „Krankheit“ ist deshalb auch nicht mit Antibiotika zu beheben. Keime haben also nicht gelernt, sich gegen Antibiotika zu schützen (B-Gruppe); sie konnten es immer schon. Nur ist dies der Forschung anscheinend verborgen geblieben.

Was haben wir gewonnen? – Nichts! Wir haben einen beschädigten Körper und verzweifelte Krankenhäuser, die von „multiresistenten Keimen“ reden, während die Entzündungen um sich greifen, da keine A-Gruppe mehr da ist, die sie heilen könnte.

Aus meiner Sicht:

Bakterien sind Organellen der Zelle (wie jede Mitochondrie, sie sehen auch sehr ähnlich aus). Wenn alles okay ist, arbeiten sie (z.B. wie die Mitochondrie, von denen gibt es pro Zelle zwischen 5.000 und 250.000) als Kraftwerk. Wenn hingegen die Schädigung einer Zelle vorliegt (fälschlich als „Infekt“ bezeichnet, was „hineingetragen“ heißt), dann wird der Reparatur-Dienst angefordert, die Mitochondrie verändert ihre Struktur und arbeitet als Bakterie. Ist die Schädigung behoben, erfolgt die Rückwandlung in die Mitochondrie und das Leben geht seinen Gang. Wird die Schädigung nicht behoben, weil sich das nicht machen lässt, geht sie unter und wird abgeräumt. Passiert das zu oft, schwächt das den Körper.

Dieser Gedanke entspricht dem Bechamp-Konzept bzw. Enderlein bzw. Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim). Also dem „Das Milieu ist alles, der Keim ist nichts“. Auch genannt: Pleomorphismus.

Disclaimer: Diese Seiten ersetzen nicht 
die Diagnose oder Behandlung durch den 
Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Deutsche und andere Bezeichnungen

Nach Madaus:

Pflanzenfamilie

Wirkung

ungiftig, aber bitter etc., = schwach belastend, ++ = schwach giftig, +++ = mittelgiftig, ++++ = sehr giftig, evtl. tödlich

Bilder

Vorkommen

Nutzung

Pflanzenteile

Ernte

Pflanzenheilkunde

Verarbeitung: —

Homöopathie

Nach Clarke:

Hausgebrauch

Magie, Rituale

Geschichten, Erzählungen

Schmetterlingsblütler

Volksnamen: Fenugräk, Filigrazie, Gelblicher Schabziegerklee, Griechisch Heu, Kuhhornklee, Stundenkraut

Vorkommen

Mittelmeer bis Zentralasien, nördlich der Alpen kultiviert. Anbau ist überall möglich

Verwendung:

Naturheilkunde, Hausmittel, Gewürz

Ernte:

Verarbeitung:

Wirkung:

Appetitfördernd, Verdauungsstörungen, Leberbelastung, Atemwege, Diabetes, schwache Menstruation. Haarausfall, bes. in den Wechseljahren (Tee, aber auch Packung).

Vorsicht in der Schwangerschaft ‼

Pflanzenheilkunde:

Äußerlich zum Aufweichen von Furunkeln mit heißem Breiumschlag.

100 g grob gemahlene Bockshornkleesamen mit etwas Wasser vermischen und zu einem Bei verkochen. Diesen auf einen Leinenlappen aufbringen, um ihn auf die aufzuweichende Stelle zu legen. 3-4 x tgl. erneuern.

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Der Geschmack erinnert an Sellerie / Liebstöckl. Sparsam verwenden, denn er ist sehr würzig. Er geht auch als Tee, denn er enthält auch Phytohormone.

Als Gewürz nur sehr sparsam einsetzen ‼

Teezubereitung:

2 TL Samen + 250 ml Wasser

Samen grob mörsern, mit kaltem Wasser übergießen und 3 Std. stehen lassen, dann zum Kochen bringen. Dann abseihen. Kann mit Honig gesüßt werden.

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Heracléum sphondýlium, Umbelliferae

Name:

Heracléum sphondýlium L. (= Sphondylium branca ursina All.). Wiesen-Bärenklau, Unechte Bärenklau, Heilkraut. Französisch: Fausse branc-ursine, berce, corne de chèvre, patte de loup, patte d’ours; englisch: Common cowparsnip, hogweed, bear’s breech, brankursine, swineweed; italienisch: Sedano dei prati, panacea, spondilio; dänisch: Almindelig Björneklo; norwegisch: Björnekjeks; polnisch: Barszcz; russisch: Borszczewik; tschechisch: Bolšewnik; ungarisch: Medvetalp.

Verbreitungsgebiet

Weiteres Vorkommen: West-u. Nordasien, Ostsibirien, westl. Nord-Afrika. Verschleppt in Nordamerlka (Ostküste). Auf den Pflanzensaft des Wiesen-Bärenklau kann unsere Haut allergisch reagieren, besonders im Zusammenhang mit Sonnenlicht.

Namensursprung:

Der Gattungsname „Heracleum“, den Plinius gebraucht, ist von unsicherer Bedeutung, er soll von dem Heros Herakles oder Herkules, der die Heilkraft der Pflanze entdeckt haben soll, abgeleitet sein. Sphondylium ist ein altgriechischer Pflanzenname, dessen Herkunft nicht feststeht. Bärenklau und verschiedene andere volkstümliche Bezeichnungen beziehen sich auf die Gestalt der rauhhaarigen Blätter.

Volkstümliche Bezeichnungen:

Als Volksname ist Bärenklau oder eine entsprechende Bezeichnung (althochdeutsch lappo = Ruder, dann auch Tatze, Latsche, eigentlich Pantoffel, Schlappschuh; Tappe = [weicher] Tierfuß) weit verbreitet, z. B. Bärepot = -pfote (Nahegebiet), Bornklawen, Barnklawe, Bärnklawe (Gotha), Bärlape (Unterfranken), Bärentatz’n (schlesisch, bayrisch-österreichisch) usw. Auf die rauhe Behaarung der Pflanze gehen ferner Ochsenzunge (Eifel, Sachsen), Ruchmûl = Rauhmaul (Gotha), Kaumûle (Göttingen). Pferdskümmel (Eifel), Pferdekümmel (Egerland, Riesengebirge), Roßkemmich, Gaulkemmisch (Schwaben), Roßchümmi (Schweiz) bezeichnen den Bärenklau als kümmelähnliche Pflanze. Die Pflanze bildet eine Nahrung für Schweine und Kaninchen, daher Säuchrut, Süschärlig, Chüngelichrut (Schweiz).

Nutzung

Pflanzenteile:

junge Blätter, Blattstängel, Knospen, Samen

Vorsicht: Auf den Pflanzensaft des Wiesen-Bärenklau kann unsere Haut allergisch reagieren, besonders im Zusammenhang mit Sonnenlicht.

Vorsicht: Nicht zu verwechseln mit dem Riesen-Bärenklau (Heracleum Mantegazzianum), denn der erzeugt Vergiftungserscheinungen. Der Saft verursacht in Verbindung mit Sonnenlicht äußerst unangenehme Hautschäden, die an Verätzungen erinnern. Auch Tiere reagieren bei Kontakt mit Fell- und Hautschäden.

Ernte:

Im Frühjahr werden junge Blätter roh in Salat oder Smoothie gegessen, zum Beispiel in einem grünen Smoothie gegen Magnesiummangel. Darüber hinaus können Sie die Blätter wie Gemüse kochen, in Pfannkuchenteig gebacken oder mit anderen Wildkräutern zu Pesto mischen. Getrocknet eignen sie sich als Gewürz für Salate und Gemüsegerichte.
Bis August sind neben den Blättern auch die Blattstiele zu verwenden. Sie müssen nur von ihren harten Fasern befreit werden.
Die Knospen des Wiesenbärenklau können dem Salat beigegeben oder als sehr aromatisches Gemüse gekocht werden.
Unreife Samen eignen sich gut zum Würzen von Süßigkeiten, auch in Wildkräuterlimonaden sind sie ein feines Gewürz.
Im Herbst und Winter kann die radieschenartige Wurzel geerntet und gerieben als Gewürz eingesetzt werden.

Pflanzenheilkunde:

Nach: J. Karl:

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Magie, Rituale:

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Echter Anis

Pimpinella anisum

Nach Madaus:

Pflanzenfamilie

Anis (Echter Anis, Pimpinella anisum) ist ein einjähriges bis zu 80 Zentimeter hohes Kraut mit vielen kleinen weißen Blüten, die in Doppeldolden angeordnet sind. Aus den Blüten werden sogenannte Spaltfrüchte, die jeweils in zwei Teilfrüchte zerfallen. Zusammen mit u.a. Fenchel, Dille und Kümmel zählt Anis zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Man kennt den Anis auch unter der volkstümlichen Bezeichnung „Süßer Kümmel“. Die als Gewürz verwendeten Spaltfrüchte sind den Kümmelfrüchten optisch ähnlich.
Quelle

Wirkung

ungiftig

Bilder

Vorkommen

Kulturpflanze, Südeuropa, Weiden, Wiesen

Nutzung

Pflanzenteile:

Samen

Ernte:

Spätsommer

Verarbeitung

Tee, Tinktur, Küche

Pflanzenheilkunde

Anis wirkt auf das Verdauungssystem und hilft dabei, schwere Speisen besser verkraften zu können. Weiterhin ist Anis ein geschätztes Mittel gegen hartnäckigen Husten und Bronchitis und beruhigt milde das Nervensystem. Er ist der kleine Verwandte des Kümmels: Anis. Die sichelförmigen Früchte werden hierzulande eher für süße Zubereitungen verwendet. Doch sein aromatischer Geschmack harmoniert auch mit Fisch- und Fleischgerichten.

Als Tee, bei Magen-Darm-Störungen:

Einen Teelöffel Anissamen mit 2 dl kochendem Wasser übergießen, zudecken und 15 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Der Tee wird drei mal am Tag, nach dem Essen, eingenommen. Der Tee wird am besten ungesüßt getrunken.

Bei Husten mit Schleimbildung

Anis kann auch auf Milch zubereitet werden, um Husten und Schleim zu lindern. Wir brauchen einen Teelöffel gemahlenen Anis, um kurz in 2,5 dl Milch zu kochen, nicht länger als 7-8 Minuten. Die Zubereitung wird morgens, nachmittags und abends vor dem Essen getrunken.

Nach: J. Karl:

Nach HP Dr. Köhn:

Verarbeitung: —

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack

Der echte Anis schmeckt süßlich-würzig und erinnert im Geschmack leicht an Lakritze. Hauptkomponente im ätherischen Öl ist trans-Anethol. Auch Sternanis trägt Anethol im ätherischen Öl. Sein Aroma kommt ebenso Lakritze nahe, zudem ist im Geschmack eine leichte Schärfe zu verspüren.

Verwendung und Zubereitung

Als Gewürz verwendet man Anisfrüchte im Ganzen oder gemahlen. Die frischen Blätter eignen sich auch zum Verzehr, sie schmecken wie die Früchte süßlich bis lakritzähnlich und machen sich gut als Salatkräuter. Wir treffen sie auch häufig bei Brot- und Backwaren / Keksen an. Als Einlegegewürz gehen sie bei Obst und Gemüse (Essiggurken). In der Getränkeindustrie werden sie oft bei Likören eingesetzt.

Tipp: erst kurz vor der Verwendung mit dem Mörser zermahlen, da dann das Aroma erhalten bleibt. Anis innerhalb eines Jahres verwenden; wegen des schwindenden Aromas nicht länger lagerfähig.

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Weihnachten ist der Zeitpunkt, wo wir unseren Bauch mit allem möglichen vollstopfen. Gleichzeitig ist es auch der Zeitpunkt, wo wir mit unseren Verwandten auf engstem Raum zusammenhocken, die wir den Rest des Jahres nur selten sehen. Keine Arbeit unterbricht den Kontakt, denn alle haben „frei“. Aktionismus ersetzt unsere normale Beschäftigung. Die Hausfrau überlastet sich in der Küche, beim Aufräumen und in der Kinderversorgung. Der Ehemann könnte den Putz aus den Wänden kratzen und fühlt sich maßlos gestresst.

Wenn bei diesem Hintergrund nun Übelkeit auftaucht, denn wir haben versucht, durch Essen all das zu überspielen, hilft uns in den meisten Fällen ein homöopathisches Mittel. Hier die häufigste Auswahl, wobei Nux vomica oft genug das geeignete Mittel sein kann:

→ Nux vomica: D 6, Übelkeit und Erbrechen nach Alkoholgenuss, Erbrechen von Speisen, Schleim, Magensaft, Galle, Zunge trocken, weiß belegt, Völlegefühl, Magendruck 1—2 Stunden nach dem Essen. Kopfweh, Migräne; Magenverstimmung von Alkohol und Tafelfreuden; nach Ärger und Aufregung.

→ Pulsatilla: D 4, Brechreiz und Erbrechen nach dem Genuss fetter Speisen, von Gefrorenem, Salat, Gurken und Saurem, Erbrechen von Schleim, bitterer Flüssigkeit oder dem Genossenen besonders abends und nachts und nach dem Essen, bitterer Geschmack, trockener Mund, Durstlosigkeit, Magenschmerzen 2 Stunden nach dem Essen (vgl. Nux-v). Brechreiz bei fetten Speisen; Kopfweh, Migräne; Überladung des Magens

Aethusa: D 4, Erbrechen von großen, oft grünen Stücken geronnener Milch bei Kindern, nachfolgende große Schwäche und Schlafsucht, Zug von Übelkeit um den Mund mit Blässe, Folgen falscher Ernährung, Verschlimmerung bei Sommerhitze

→ Ipecacuanha: D 4, Erbrechen von Speisen oder Schleim, Wasser oder dünner Galle, besonders nach Genuss schwerverdaulicher Speisen, Widerwille und Ekel gegen alle Speisen, heftigste Übelkeit, Brechwürgen, Leeregefühl im Magen, oft bei Überladung des Magens

Tartarus emeticus: D 6, heftiges Brechwürgen mit Speichelfluss, Stirnschweiß und Mattigkeit der Beine, Erbrechen von Schleim und sauren Speisen unter großer Anstrengung, Ekel besonders gegen Milch, Verlangen nach Saurem und Obst, weiß belegte Zunge, — Magendrücken wie von Überladung

Antimonium crudum D 4, Erbrechen infolge Magenüberladung, nach übermäßigem Genuss fetter Speisen, weiß belegte Zunge, — Völlegefühl, Blähsucht

 

Therapievorschläge

und weiterführende Informationen finden Sie hier:

Knoblauch

Körper

Brennen und Schwere im Magen. Obstipation, Schnupfen, asthmatische Beschwerden. Arteriosklerose. Hypertonie. Depressionen bei Magenüberladung.

Psyche, Verhalten

Läuft von Arzt zu Arzt aus Angst, vergiftet zu sein. Es hat viele Wünsche, kann sich über ihre Erfüllung jedoch nicht freuen. Wirkt uninteressiert und immer auf der Flucht vor unangenehmen Ereignissen.

Depressionen, wenn zu viele Informationen einströmen. Entzieht sich misstrauisch und flieht, unterwürfig, eitel, freudlos, Rückzug. Kann all das „Fremde“ nicht loslassen und ist verschnupft. Fehlende Kontaktpflege und Zuwendung. Muss den eigenen Horizont wesentlich erweitern, um eigene Ansatzpunkte zu finden.


Dies ist mein Notizbuch der homöopathischen Arzneimittel. Es erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. 

Das Nachlesen in größerem Umfang kann über andere MMs erfolgen.

1 Band, ca. 150 Mittel, Materia Medica, Gisa

3 Bände, Stauffer, Materia Medica

in der Bibliothek des Clubs

Als Repertorium (Such-Literatur) kann der Boger, General Analysis & Repertorium,genutzt werden, das ich in Kürze hier hochladen werde. Dann zu finden in der Menüleiste / Boger.

Deutsche und andere Bezeichnungen:

Weiße Zaunrübe, Englische Alraune, Schwarzfrüchtige Zaunrübe

Nach Madaus:

Bryonia alba L. Weiße Zaunrübe und Bryonia dioica Jacq. Rote Zaunrübe. Französisch: Bryone, couleuvrée, vigne blanche, rave de serpent, navet du Diable, herbe aux femmes battues; englisch: Bryony wild hops; italienisch: Barbone, fescera, brionia, vite salvatica, zucca salvatica; dänisch: Galdebaer, Valsche Roe; norwegisch: Gallebaer; polnisch: Przestęp; russisch: Pierestupien; tschechisch: Posed; ungarisch: Gönye.

Weitere Pflanzen dieser Familie:

Bryonia dioica; Bryonia cretica ssp. dioica

Pflanzenfamilie

Cucurbitaceae

Wirkung

ungiftig, aber bitter etc., = schwach belastend, ++ = schwach giftig, +++ = mittelgiftig, ++++ = sehr giftig, evtl. tödlich

Bilder

Vorkommen

Europa, Kleinasien. Die Zaunrübe wächst mit Vorliebe an feuchten Stellen von Hecken, an Zäunen, in Gebüschen und an Weingartenrändern.

Nutzung

Pflanzenteile:

Ernte:

Blüte Juni und Juli.

Pflanzenheilkunde:

Nach: J. Karl:

Verarbeitung: —

Homöopathie:

Langsamer Krankheitsbeginn, alles trocken, großes Rheumamittel

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Deutsche und andere Bezeichnungen:

Bärlauch, Waldknoblauch, Wilder Lauch, Ramsel, Allium ursínum L. (= A. latifolium Gilib., = A. nemorale Salisb., = Ophioscorodon ursínum Wallr.). Bärenlauch, Waldknoblauch, Zigeunerlauch. Französisch: Ail de bois; englisch: Ramsos, Broád-Leaved Garlic; italienisch: Aglio orsino; dänisch: Ramslög; tschechisch: česnek medvědi; ungarisch: Medve hagyma.

Nach Madaus:

Die Bezeichnung Ramsen findet sich für Laucharten (besonders wildwachsende) in vielen europäischen Sprachen (griechisch χρμνον [krómyon], serbisch čremoš, russisch čremša, dänisch, schwedisch, norwegisch rams, angelsächsisch hromsan, englisch rams, ramsons): Remsen (Göttingen), Ramisch (Schlesien), Ronzna(Niederösterreich), Ramser, Rämsch (Oberbayern), Ramsele (Schwäbische Alb), Ramsen (Allgäu), Rämschelä, Ramserä, Ramsä (Schweiz). Im Gegensatz zum Knoblauch, dem unsere Art im Geruch ähnlich ist, nennt man sie wülda Knofl(Niederösterreich), wilder Knoblich (Schwäbische Alb), wilda Knoblächt (St. Gallen), Waldknofel (Oberösterreich), Waldknoblich (Schwäbische Alb), Tüfelsschnoblauch (Schweiz: Zug), Huntischnowl = Hunds- (Krain, Gottschee), außerdem Zigeunerlauch (Oberösterreich), Jud’nzwifl (Niederösterreich), Chrotte(n)chrut, nach dem Vorkommen an schattigen, feuchten Waldstellen (Schweiz: Waldstätten), Waldherre, wohl nach dem massenhaften Vorkommen an manchen Stellen (Schwäbische Alb).

Wirkung

ungiftig

Bilder

Vorkommen

Verwendung: Blätter, Blüten

Vorkommen: Feuchte Laubwälder, vor allem Buchenwälder, dort dann oft teppichartig.

Ernte : April / Mai

Verarbeitung: Tee, Tinktur, Küche

Pflanzenheilkunde:

Appetitanregend, reinigend, wurmtötend. Stärkt die Darmflora.

Immunsystem und Kreislaufmobilisation. Regenerationsfähigkeit.

Senkt den Blutdruck, bremst die Arterienverkalkung.

Nach: J. Karl:

Einsatz ähnlich wie Knoblauch (Allium sativum).

Als frisch bereiteter Saft aus Zwiebel und Blättern mehrmals täglich reichlich verdünnt mit Wasser oder Buttermilch, 1 : 5, Tee- oder Esslöffelweise einnehmen.

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Bärlauch suchen wir in Buchenwäldern, wo der Boden etwas kalkhaltig und nicht zu trocken ist, meist im März (nicht zu verwechseln mit dem giftigen Maiglöckchen ! ). Er ist mit unserer Küchenzwiebel verwandt und hat eine Knoblauch-Note (ähnlich der Knoblauchsrauke). Er ist vielseitig einsetzbar. Am besten verwenden wir ihn frisch und roh, da sein Aroma schnell verloren geht. In Öl eingelegt, getrocknet oder gefroren ist er länger haltbar.

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Wikipedia sagt dazu:

Kleie (ahd. kli(w)a) ist ein Sammelbegriff für die bei der Getreideverarbeitung nach Absieben des Mehles zurückbleibenden Rückstände aus Schalen (Samenschale, Fruchtschale), der Aleuronschicht und dem Keimling. Kleie ist ein Mühlennachprodukt und nicht zu verwechseln mit den Spelzen.

Pflanzenheilkunde:

Dies ist keine Droge im engeren Sinn, sondern ein diätetisches Nahrungsergänzungsmittel. Leider enthält Kleie relativ viel Cadmium.

Unsere verfeinerte Nahrung enthält viel zu wenig unverdauliche Ballaststoffe. Mit Weizenkleie kann dieses Defizit einfach und preiswert ausgeglichen werden, denn sie ist nur zu knapp 50 % verdaulich und reich an sogenannter Rohfaser, quellenden Pentosanen und Schleimstoffen. Außerdem enthält Weizenkleie über 0,5 % Magnesium und mehr als 1% Kalium, ferner Vitamine des B-Komplexes und Vitamin E. Weizenkleie ist ein natürliches Stuhlregulierungsmittel, durch welche: die Veweildauer des im Volumen vergrößerten Darminhaltes verkürzt wird.

Über den Tag verteilt sollen 3 bis höchstens 5 Esslöffel voll Weizenkleie, zusammen mit Milch, Joghurt, Apfelbrei oder reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Für Kleinkinder ist Kleie nicht zu empfehlen, für Säuglinge ist sie wegen ihres Glutengehaltes (Zöliakie!) als Stuhlregulans gänzlich ungeeignet.

Andere Bezeichnungen: Mistel; Laubholzmistel; Sangjisheng

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Mistelkraut – Herba Visci albi

Die Droge besteht aus den grüngelben Blättern und den äußeren Zweigen der Mistel (wissenschaftlicher Name: Viscum album). Sie ist ein kugeliger, immergrüner Halbschmarotzer unserer Nadel- und Laubbäume. Mistelauszüge sind in vielen blutdrucksenkenden Fertigarzneimitteln zu finden.

Zubereitung/Anwendung: Man setzt 4-6 gehäufte Teelöffel voll mit 1/2 Liter lauwarmem Wasser über Nacht an und trinkt morgens sowie abends langfristig eine Tasse Tee.

Der blutdrucksenkende Effekt der Mistel ist nur recht schwach ausgeprägt und zudem unsicher. Dennoch wird öfter über die Besserung der Begleiterscheinungen des Bluthochdruckes, wie Schwindel und Kopfdruck berichtet. In Form von Spritzen wird die Droge auf Grund des enthaltenen Viscotoxin als Gewebereizmittel bei Arthrose, Ischias und Krebs genutzt.

Bezüglich Halbschmarotzer siehe Anmerkung bei Augentrostkraut. Die Geschichte der Mistel geht zurück bis zur Mythologie der alten Germanen. Auch bei Priestern (Druiden) der Gallier war die Mistel heilig.

Andere Bezeichnungen: Königskerze, Seidenhaar- ‚Polarsommer‘, Wollblume

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Königskerzenblüten, Wollblumenblüten – Flores Verbasci

werden gewonnen von drei nahe verwandten und als gleichwertig angesehenen Pflanzenarten, der Windblumenkönigskerze (Verbascum phlomoides), der großblumigen Königskerze (Verbascum densiflorum) und der kleinblütigen Königskerze (Verbascum thapsus), Familie: Rachenblütler. Die Droge enthält Flavonoidglykoside und neben Pflanzenschleim zusätzlich Saponin, weshalb sie leicht auswurffördernde Eigenschaften besitzt. Die schon bei den alten Griechen benutzte Heilpflanze ist bei akuten Katarrhen etwas schwach in der Wirkung, sie wird deshalb fast immer gemischt mit anderen Drogen in fertigen Hustentees verwendet.

Andere Bezeichnungen: Preiselbeere; Kronsbeere

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Preiselbeerblätter – Folia Vitis Idaeae

wirken ähnlich wie Bärentraubenblätter (siehe dort). Da sie jedoch weniger Wirkstoff als die Blätter der Bärentraube enthalten, muss man etwa 1/3 mehr Schnittdroge verwenden. Die Verträglichkeit ist besser als die der Bärentraubenblätter. Die Preiselbeere (Vaccinium vitis idaea) gehört zur Familie der Erikagewächse.

Andere Bezeichnungen: Bärentrauben

Bilder

Vorkommen:

Skandinavien, Norddeutschland, Alpen, Italien, Spanien. Wildsammlung.

Pflanzenheilkunde:

Bärentraubenblätter – Folia Uvae Ursi

Heilanzeigen: Leichtere Fälle von Nieren- und Blasenentzündung (volkstümlich Blasenkatarrh), auch zusätzlich zu synthetischen Arzneimitteln. Die Droge selbst wirkt nicht harntreibend, aber stopfend (Nebenwirkung). Wichtig für die Wirkung ist, dass der Harn leicht alkalisch reagiert. Der reichliche Genuss von Obst und Fruchtsäften fördert (!) durch deren natürlichen Gehalt an organischen Kaliumsalzen die Harnalkalisierung. Auch Bullrichsalz ist geeignet.

Zubereitung/Anwendung: 2 Esslöffel voll geschnittener Droge mit ¾ Liter Kaltwasser ansetzen, bedeckt 10 Minuten leicht kochen, erkalten lassen und abseihen. Über den Tag verteilt 3 Tassen trinken. Nicht zum Dauergebrauch und nicht während der Schwangerschaft!

Inhaltsstoffe: Die Glykoside Arbutin und Methylarbutin, aus welchem im alkalischen Urin Hydrochinon und andere phenolische Substanzen entstehen; ferner Flavonoide und viel Gerbstoff.

Andere Bezeichnungen: Huflattich; Kuandonghua

Bilder

Vorkommen:

Verbreitet auf Lehm- und Kalkböden der gemäßigten Zonen.

Pflanzenheilkunde:

Huflattichblätter und -blüten – Farfarae Folium (Flos) – Folia (Flores) Farfarae

Heilanzeigen: Zur Reizlinderung bei Erkältung der Atemwege, unterstützend bei Lungenblähung (Emphysem) und Staublunge (Silikose).

Zubereitung/Anwendung: 2 Teelöffel voll Schnittdroge werden mit 1 großen Tasse Kaltwasser zum Sieden erhitzt. Der abgeseihte Tee wird gut warm getrunken. Täglich 3 Tassen. Mit Honig süßen. Die Droge ist häufig Bestandteil von Hustenteemischungen.

Inhaltsstoffe: Etwa 8 % saure Schleimstoffe, Bitterstoff, Gerbstoff, 2 Alkaloide. Letztere wurden eine Zeitlang als gesundheitlich nicht unbedenklich angesehen, was aber infolge ihrer sehr geringen Konzentration widerlegt werden konnte.

Andere Bezeichnungen: Kakao, Kakaobaum

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Kakaoschalen – Testae (Cortex) Cacao

sind die Samenhüllen der zu Genusszwecken verwendeten Kakaobohnen. Die braunen Schalen haben einen angenehmen Kakaoduft und sind deshalb als geruchsverbessernde Fülldroge in Teegemischen beliebt.

Darüber hinaus enthalten Kakaoschalen Theobromin und Coffein mit harntreibendem und stimulierendem Effekt. Sie sind daher auch wirksamer Bestandteil entsprechender Tees.

Andere Bezeichnungen: Camellia sinensis (PU-ERH); Thea viridis; Thea bohea, Thea nigra, Yunnan PU-ERH; Teestrauch

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Schwarzer Tee – Thea nigra

Der Schwarze Tee ist nicht nur ein Genussmittel, sondern er hat aus folgenden drei Gründen auch Heilpflanzencharakter:

Er enthält mit durchschnittlich 3 % erheblich mehr Coffein (früher Thein genannt), als die Kaffeebohnen und der Matetee. Coffein aber ist ein häufig gebrauchter Arzneistoff, beispielsweise in Schmerzmitteln. Es wirkt u.a. erregend auf Atemzentrum, Hirnrinde, Gefäßzentrum und harntreibend.

Schwarztee ist darüber hinaus eine gute Gerbstoffdroge mit ca. 15 % Gehalt und deshalb als unterstützendes Mittel bei Durchfall geeignet. Dabei muss der Tee (1 gehäufter Teelöffel voll Blätter pro Tasse) nach dem Brühen wenigstens 10 Minuten ziehen und mit 2 Teelöffeln voll Traubenzucker (oder 1 gehäuftem Teelöffel gewöhnlichem Zucker) plus 1 Messerspitze Kochsalz versetzt werden. Ein guter Tip für darmkranke Touristen! Bitterer Schwarztee allein ist nicht so wirksam.

Teeblätter speichern Fluoride und beugen damit der Karies vor.

Soviel zum Schwarzen Tee als Droge. Im Vordergrund steht selbstverständlich sein Genuss wert als anregendes aromatisches Getränk. Durch die Zubereitungsart können Wirkung und Geschmack beeinflusst werden: Bei kurzer Ziehzeit (ca. 4 Min.) ist die Wirkung deutlich anregend und der Geschmack mild-aromatisch. Bei langer Zieh zeit (ca. 10 Min.) ist die Anregung schwächer, weil das Coffein dann großenteils an die Gerbstoffe gebunden ist und nur langsam freigesetzt wird und der Geschmack ist leicht bitter-zusammenziehend. Einen Tee, der lange gezogen hat, können Kaffee-Empfindliche meist gut vertragen. Die volle Aromaentfaltung wird begünstigt durch eine Teekanne, deren brauner Innenbelag nicht entfernt wurde und beeinträchtigt durch Kontakt mit Metall. Der Schwarzteekonsum nimmt in Deutschland stetig zu. Verstärkt gefragt sind Sorten mit Fremdaroma, zum Beispiel durch Zusatz von Jasminblüten, Orangenschalen, Vanille, Wildkirschen etc.

Der hüfthohe Teestrauch, welcher ohne menschliches Zutun zum kleinen Baum heranwächst, ist heimisch im südostasiatischen Bergland. Indien (Assam, Darjeeling) ist der Haupt-Teeproduzent mit fast 500.000 Tonnen pro Jahr. Daneben hat Ceylon große Bedeutung. Mit Ausnahme des China- und Japantees wird heute in den Hauptanbaugebieten eine Kreuzung aus Chinatee (Camellia sinensis) mit der Assam-Abart kultiviert. Auf die komplizierte Bearbeitung durch Fermentation, Rollen der Blätter und Heißtrocknung kann nur beiläufig eingegangen werden. Was sich dabei an biochemischen Prozessen vollzieht, mag man daraus ersehen, dass grüner Tee und der meist coffeinreichere Schwarze Tee nicht etwa von verschiedenen Pflanzen stammen, sondern die optischen, geruchlichen und Wirkungsunterschiede nur durch die verschiedene Bearbeitung entstehen. Bei Arthritis soll Tee nicht getrunken werden.

Andere Bezeichnungen: Cassia angustifolia, Sennesfrüchte, Sennesbälge und Mutterblätter

Bilder

Vorkommen:

Südindien und beidseits des Roten Meeres (Ägypten bis Sudan). Beide Bereiche werden vom Arzneibuch als gleichwertig eingestuft. Sowohl Wildsammlung, als auch plantagenmäßiger Anbau.

Pflanzenheilkunde:

Sennesblätter – Sennae Folium — Folia Sennae

Heilanzeigen: Mittelstarkes Abführmittel bei akuter Darm-Verstopfung.

Zubereitung/Anwendung: Sennesblätter dürfen nicht überbrüht werden. Auch bei der Bereitung des 30-minütigen Teeaufguss aus 1 gehäuften Teelöffel Droge mit 1 Tasse Warmwasser sind leichte Leibschmerzen nicht selten. Man vermindert diese durch Zugabe von 1/2 Teelöffel voll Anis- oder Fenchelfrüchte. Nach dem Abseihen kurz aufkochen und morgens und/oder abends 1 Tasse trinken. Wirkungsort ist der Dickdarm. Die Darmentleerung erfolgt nach ca. 8 Stunden.

Inhaltsstoffe: Mindestens 2,5 % Hydroxyanthracen-Derivate (Sennoside etc.), weinsaure Salze, Pflanzenschleim.

Sennesschoten – Sennae Fructus — Folliculi (— Fructus) Sennae

sind auch bekannt als Sennesfrüchte, Sennesbälge und Mutterblätter. Sie stammen von den bei Sennesblätter genannten Pflanzen und enthalten weitgehend dieselben Inhaltsstoffe wie die Blätter. Näheres siehe dort.

Während das für uns verbindliche Europäische Arzneibuch beide Sennesblätterarten als wirkungsgleich anerkennt, werden hier die Sennesschoten unterschiedlich bewertet: Alexandriner-Sennesschoten enthalten nämlich mehr Wirkstoffe als Tinnevelly-Sennesschoten. Dementsprechend ist die Anwendung der Sennesschoten verschieden: Von der Alexandriner-Sorte genügt als Abführdosis 1 Teelöffel voll Schnittdroge pro Tasse, von der Tinnevelly- Sorte benötigt man dagegen 1 ½ Teelöffel voll geschnittener Sennesschoten.

Zubereitung: Siehe Sennesblätter.

Eine besonders einfache Anwendung der Droge ist in Form ihres Pulvers möglich (im Handel unter der Bezeichnung Kaberol).

Andere Bezeichnungen: Gewöhnliches Seifenkraut; Gemeines Seifenkraut; Echtes Seifenkraut

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Seifenkrautwurzel – Radix Saponariae

enthält etwa 5 % Saponin und hilft, wie Schlüsselblumenwurzeln (siehe dort), bei Bronchialverschleimung. Der kratzige Geschmack des Wurzelaufgusses (1 Teelöffel pro Tasse) kann durch Zugabe von 1/2 Teelöffel Fenchel und Süßen mit Honig gemildert werden, bei gleichzeitiger Steigerung der Wirkung.

Seifenkraut (Saponaria officinalis) ist ein Nelkengewächs.

Andere Bezeichnungen: Sanikel; Scharnikel; Wald-Sanikel; Heilkraut

Bilder

Vorkommen:

Mitteleuropa, Persien, Westasien.

Pflanzenheilkunde:

Sanikelkraut – Herba Saniculae

Heilanzeigen: Äußerlich zu Umschlägen und Bädern bei schlecht heilenden Wunden und zu Spülungen bei Entzündungen der Mund-, Rachen- und Nasenschleimhaut.

Die der Droge zugeschriebene blutstillende Wirkung ist zweifelhaft.

Zubereitung/ Anwendung: 1 gehäufter Esslöffel voll Schnittdroge wird mit ½ Liter Kaltwasser angesetzt und kurz aufgekocht. Mit der täglich frisch bereiteten Abkochung werden Umschlagkompressen getränkt und als Wundauflage 3stündlich erneuert, oder die erkrankte Stelle wird — wo möglich — mehrmals täglich gebadet. Mundspülungen ebenfalls täglich einige Male, besonders gleich nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen.

Inhaltsstoffe: Allantoin, dessen wundreinigende Eigenschaft schon lange bekannt ist, über 10% Saponine mit antimikrobiellen Eigenschaften, außerdem Gerbstoff, wenig ätherisches Öl und verschiedene Fruchtsäuren.

Andere Bezeichnungen: Attich; Krautiger Holunder; Zwergholunder; Eppich

Pflanzenheilkunde:

Attichwurzel, Zwergholunderwurzel – Radix Ebuli

Heilanzeigen: Harn- und schweißtreibend Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel fein geschnittener Droge mit 1 großen Tasse Kaltwasser übergießen und einige Minuten bedeckt kochen lassen. Warm abseihen. Zur Steigerung der Harnmenge täglich 2 Tassen, zur Schwitzkur 1 große Tasse heiß trinken. Da Attichwurzel in höherer Dosis nicht frei von Nebenwirkungen (Brechreiz u.a.) ist und auch nicht sehr gut schmeckt, sind für die beiden oben genannten Heilanzeigen Drogenmischungen empfehlenswerter, beispielsweise mit Wacholderbeeren und Goldrutenkraut bzw. Lindenblüten und Weidenrinde.

Andere Bezeichnungen: ssp. rosmarinifolia, Rosmarin-Weide

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Weidenrinde – Cortex Salicis

stammt von verschiedenen heimischen Weidenarten. Die Droge enthält Salicylverbindungen. Am gehaltreichsten sind die Rinden der Kriechweide (wissenschaftlicher Name Salix repens) und der Purpurweide (Salix purpurea). Im Körper werden die Salicylverbindungen gespalten und die frei gewordene Salicylsäure wirkt wie Aspirin. Weidenrinde wird heute nicht mehr allein verwendet, sie ist aber ein Bestandteil von Rheuma- und Grippetees, in denen sie schmerzlindernd, fiebersenkend und schweißtreibend wirkt.

Andere Bezeichnungen: Himbeere; Gartenhimbeere; Wilde Himbeere

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Himbeerblätter

werden wie Brombeerblätter als Haustee genutzt, (siehe dort)

Andere Bezeichnungen: Krappwurzel; Färberkrapp; Echte Färberröte

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Krappwurzel – Radix Rubiae tinctorum

war wegen ihres roten Farbstoffes Alizarin, mit dem z.B. früher die französischen Uniformhosen gefärbt wurden, vor der Ära der Anilinfarben sehr begehrt.

Als Droge hat der Krapp (Rubia tinctorum) krampflösende Eigenschaften. Er wird bei Prostatabeschwerden verwendet. Auch bei Nieren- und Blasensteinen wird Krappwurzel versucht, wegen des schlechten Geschmackes bevorzugt in Mischung mit anderen Heilpflanzen, wie Sonnenhut und Goldrute.

Andere Bezeichnungen: Hagebutte; Hundsrose; Wildrose

Bilder

Vorkommen:

Überall in Europa in Hecken, an Böschungen und Waldrändern, ausgenommen Skandinavien.

Pflanzenheilkunde:

Hagebuttenschalen

Fructus Cynosbati (sine Semine)

Heilanzeigen: Vitamin C-Mangel, erhöhter Vitamin-C- Bedarf: Frühjahr, Schwangerschaft, Stillzeit, Fieber, vitaminarme Ernährung (Kost in manchen Altersheimen), Magensäuremangel.

Zubereitung/Anwendung: Man setzt 1 gehäuften Teelöffel voll kernfreier Schnittdroge mit 1 großen Tasse Wasser kalt an und lässt bedeckt 5 Minuten leicht kochen. Der wohlschmeckende, nach Belieben gesüßte Tee wird an Stelle anderer Getränke getrunken.

Inhaltsstoffe: Reichlich Vitamin C (bis über 1 %), Flavone, Kohlenhydrate, Fruchtsäuren, wenige Vitamine des B-Komplexes. Das enthaltene Vitamin C ist durch die natürlichen Begleitstoffe für den Körper besonders gut verwertbar.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 77 78 79 -->

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen