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Inhalt
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Falscher Jasmin, Wilder Jasmin (frischer Wurzelstock)

Körper: Starke Erschöpfung. Zerschlagenheitsgefühl. Erschlaffung der Muskeln. Lähmungen. Schwindel. Gutes Zittermittel. Großes Grippemittel. Schwere der Oberlider, fallen herab. Kopfschmerzen vom Hinterkopf bandförmig nach vorn, durch Harnflut gebessert. Gefühl am Herzen, als stehe es still, Herzrasen. Neben kali-p bei postdiphtherischen Lähmungen. Schreibkrampf. Kind gibt Nahrung durch die Nase von sich. Nervenmittel, bes. bei körperlicher und geistiger Schwäche. Kopfschmerz, Krämpfe, Neuralgien. Augenschmerzen und Sehstörungen. Frauen mit nervös-hysterischen Unterleibs- und Herzstörungen. Schwäche, Wehtun aller Muskeln.

Durch: Kummer, Erregung, Schreck (Durchfall), Gifte

Schlimmer: Fön, Sommerhitze, feuchtwarmes Wetter, Nebel, vor Gewitter, Aufregung, Erregung, Prüfung, schlechte Nachrichten, Tabakrauchen, Denken an Beschwerden, 10°°

Besser: reichlich hellen Harn lassen, frische Luft, Bücken, dauernde Bewegung, Stimulatien

Vergleichen: Acon, Bapt, Bell, Calc, Cham, Cimic, Clem, Coff, Cycl, Hep, Ip, Mag-p, Nux-v, Op, Ph-ac, Phos

Gemüt, Verhalten, Hintergründe: Erwartungsangst aus zurückgehaltenen Emotionen. Erwartungsangst weil durch Bedrohung blockiert. Fühlt sich überlastet, kann nicht mehr hingucken. Verkrampft und nimmt sich alles zu Herzen. Panikattacken durch Lampenfieber, Vorfreude oder kommende Erwartungen / Leistungen.

Unausgeglichenheit zwischen dem Denken außen und dem Gefühl für sich selbst. Es rührt an den eigenen Grundfesten und stellt die Person in ihrem Austausch in Frage, was Anlass zu ständiger Selbstkritik gibt.

Man ist gereizt und wütend; fühlt sich von fremden Vorstellungen besetzt, die sich mit dem eigenen Sein nicht in Einklang bringen lassen. Die Gefühlswelt kann sich nicht frei entfalten, denn die Ideen fließen nicht mehr. Wenig eigenes Zutrauen, Gefühl und Intuition wird nicht vertraut. Stress führt zum „Ausklinken“. Die Person schaut nicht mehr hin, denn alles, was sie sieht, wirkt bedrohlich.

Um sich zu entwickeln, muss gelernt werden, dass es immer verschiedenen Sichtweisen gibt, aber die eigene verbindlich für das eigene Leben ist. Gleichgültig, wie sich etwas entwickelt – es ist immer richtig und nützlich, denn Mut ist überwundene Angst.

Angst, steht unter Stress mit Neigung zur Hysterie. Bewusstlosigkeit, Todeswunsch. Reizbar, will ungestört und allein sein. Schlechte Nachrichten agg. Bei Stress Gedankenverlust. Prüfungs- und Vorstellungsangst mit Herzjagen.

Gold, Goldserie

Körper: Alles schwer (Gang, Figur, Seele). Störungen im Sex. Wallungen. Sieht nur die untere Hälfte der Dinge. Knochenkrankheiten. Verjüngungsmittel bei Greisen (immer mit ars). Fett, ängstlich, melancholisch in den Wechseljahren. Handfeste Frauen, die ihre Gebärmutter fühlen. Verhärtungen der Gebärmutter. Angst von der Herzgrube her. Erhöhter Blutdruck, Neigung zu Schlaganfall und Aorten-Erweiterung.. Bei Prostatahypertrophie und Knochenkaries. Nächtliche Knochenschmerzen, Nasen- oder Mundgestank. Nie ohne Ars geben !

Durch: Amalgam, Gicht. Alkohol.

Schlimmer: früh, nachts, periodisch alle 3 – 4 Tage. Geistige Anstrengung, Kälte, Ruhe.

Besser: Gehen, Warmwerden im Freien.

Vergleichen: Asaf, Hep, Kali-i, Merc, Mez, Nit-ac, Phos, Syph

Gemüt, Verhalten, Hintergründe: Ernste, introvertierte Kinder, die gut in der Schule sind; altklug.

Sehr rotes Gesicht mit einem Stich ins Bläuliche. Der Hals ist kurz und dick, die ganze Person rundlich. Klagt über Herzbeschwerden, Bangigkeit und über eine Angst, die am Herzen sitzt. Neigung zu Selbstmord (natr-s).

Stimmung: Erregt, gut gelaunt – heftig, zornig, grob, streitsüchtig (wechselhaft), gipfelt in Depression (wegen schwerer Leiden). Widerspruch wird nicht vertragen. Arbeitslust und innere Hast. Geistig beweglich, schlaflos.

Mangelndes Selbstwertgefühl. Tiefe Depressionen. Sehr verschlossen. Glaubt die Erwartungshaltung der anderen nicht erfüllen zu können und werde deshalb nicht geliebt. (Intensivstes Persönlichkeitsmittel) Abscheu vor dem Leben. Beten (jemandem um etwas bitten, nicht auf sich sondern nach außen gerichtet) Zentrales Mittel bei Selbstmordneigung. Melancholie, Lichtscheu, Kritikempfindlichkeit, Hoffnungslosigkeit. Bei Herzbeschwerden nach emotionalen Unterdrückungen.

Bedeutung: Fehlendes Selbstwertgefühl. Zu tief in die Probleme verstrickt. Alle Lebensbereiche können betroffen sein. Familiäre Fragen, Partnerschaftsfragen, wirtschaftliche Fragen. Alles bemüht sich Aurum, auf die Reihe zu bekommen, duldet keinen Widerspruch und wird so keiner Hilfe teilhaftig.

Gott scheint gestorben zu sein. Sich restlos verlassen / im Stich gelassen fühlen. Mit all dem Chaos alleine fertig werden. Kein Lichtstrahl lässt die Welt in angenehmem Schein erstrahlen. Alle haben mich verlassen – und es sieht nicht so aus, also ob sich daran je etwas ändern würde. Verzweiflung macht sich breit. Lieber sterben als sich das noch länger anzusehen.

Lösung: spüren, dass im größten Chaos und in der größten Verzweiflung auch Gott / Göttin da ist und das Leid teilt. Verbundenheit von Himmel und Erde erschaffen, sich oben und unten verankern, um die Einheit wieder herzustellen. In den Trümmern des Alten die Basis für eine Zukunft sehen, um in dieser neu zu erstrahlen. Die göttliche Kraft nehmen und im Inneren verwenden.

Die Ähnlichkeit mit Mercurius / Syphilitischen Erkrankungen kommt nicht von ungefähr, denn diese Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit datieren aus dem Verlust des Urvertrauens, das bestimmend über das syphilitische Miasma deutlich wird.

Gold ist ein sehr passendes Mittel innerhalb des Patriarchates, das zwar einen Gott verspricht, aber (ähnlich den Scientologen) seine Schäfchen auf dem Weg dorthin im Stich lässt.

Goldring

(Tonerde)

Körper: Hartnäckige Leiden bei schwachen Personen. Skrofulose, Dyskrasien, Chron. Trockene Schleimhautkatarrhe der Kinder und alten Leuten. Frauenleiden mit klimakterischen Beschwerden. Mager, ausgetrocknet. Trockenheit der Kehle, an Auge, Mund und After. Appetit auf Kreide, Kohle, Unverdauliches. Ausfluss profus, ätzend. Chronische Verstopfung bei Kindern (Mag-p) und Schwangeren. Wunde, schorfige Nasenlöcher. Gliederzittern. Verlangen nach Wärme. Erstes Mittel bei Afterjucken. Große Erkältlichkeit. Morgens Schwindel. Lähmigkeit. Schmerzen von oben rechts nach unten links.

Schlimmer: Wetterwechsel zum Trockenen. Früh morgens beim Erwachen und Aufstehen. Kartoffelessen und Kälte.

Besser: feuchtes Wetter, Gehen im Freien.

Vergleichen: Plb, Sec

Gemüt, Verhalten, Hintergründe: Gemütsdepression, hastig, ungeduldig, widerspenstig, depressiv, Zeit vergeht zu langsam. Gealtert, mager, matt, müde, elend.

Hat den Boden unter den Füßen verloren (Alzheimer), was die Füße kalt sein lässt. Emotionale Depression. Hastig, ungeduldig, Zeit vergeht zu langsam. Der eigene Standpunkt fehlt, die eigene Position wird nicht eingefordert. Fühlt sich in Geiselhaft genommen und aus der eigenen Position gedrängt. Hastig, aber nicht mehr zielgerichtet, weil er die Dinge nicht mehr ruhig angehen kann. Liebevolles In-den-Arm-Nehmen fehlt. Muss lernen, selbst aktiv zu werden.

Alumina-Menschen fühlen sich älter, als sie sind. Gleichzeitig lassen sie sich leicht blenden (Stockholm-Syndrom). Jeder kann sie zu allem überreden und sie damit ausnutzen. Ich-Verlust, meist als Folge der Kindheit und Erziehung (gebrochener Wille). Haare ergrauen früh. Braucht dringend eine bessere Erdung.

Extrem ängstlich, Phobien, Panik. Fürchtet, wahnsinnig zu werden, entwickelt selbstmörderische Impulse. Schreckhaft, Angst und Bangen, niedergeschlagen, weint leicht.

Weiße Zaunrübe (frische Wurzel)

Körper: Langsamer Krankheitsbeginn. Trockene Schleimhäute. Durst. Alles tut weh. Rechtsmittel. Alles ist trocken: die Schleimhäute, bes. im Mund, Lippen, Husten, Stühle. Heftige Schweiße. Stechende Schmerzen, bes. bei Bewegung. Beim Husten Stechen in Brust, Bauch oder Knie. Trockener Husten, der sich beim Eintritt ins warme Zimmer verschlimmert. Großer Durst auf große Mengen kalten Wassers (phos), Verstopfung. Bitterer Geschmack. Alle Muskeln schmerzhaft und steif. Großes Rheumamittel.

Durch: Ärger, Erkältung. Haut

Schlimmer: geringste Bewegung, Unruhe, Berührung. Ärger, Widerspruch, Anreden, Gestörtwerden. Nach dem Essen, morgens, beim Aufstehen. Wärme, heißes Wetter.

Besser: Druck, Liegen auf kranker Seite. Kälte, kühle Luft, kaltes Trinken. Ruhe, kritischer Schweiß, reichlich Urin.

Vergleichen: Alum, Aur, Bell, Chin, Coloc, Croc, Kali-m, Lil-t, Nat-c, Nux-v, Rhus-t, Sil

Gemüt, Verhalten, Hintergründe: Reizbar, ängstlich, Widerspruch reizt, kl. Diktator, weiß alles besser. Galliges Temperament.

Angst, niedergeschlagen und heiter im Wechsel. Furcht vor der Zukunft, glaubt sich dem Tode nahe. Übergeschäftig, glaubt nie fertig zu werden. Lässt mit einem Mal alles aus der Hand fallen. Vergisst die Gedanken.

Will seine Ruhe haben. Ärgerlich, reizbar, misslaunig; versucht, es alleine zu bewältigen. Neigt zur Flucht, plötzlich, immense Unruhe. Verwirrt, glaubt von zu Hause weg zu sein, verlangt nach Hause, ist fortgesetzt in Geschäften. Brüllen, Kreischen, Schreien, bes. Kinder. launisch, wechselhaft, unvermutet. Weinerliche Stimmung, Weinen.

Plötzliche Beschwerden: gereizt ohne emotionalen Ansatz, will sich nicht exponieren und findet keine Lösung. Will langsam aber sicher alles loswerden, ist dabei zornig oder plötzliche Unterdrückung der Selbstdarstellung mit Kommunikationsschwierigkeiten, vor allem hinsichtlich familiärer Reizzuständen.

An Traditionen / Gewohntem festhalten („das war immer schon so“) und sich darauf berufen, denn scheinen sicherer zu sein, was zum Verzicht der eigenen Persönlichkeit führt. So bleibt sie lieber zuhause und vergräbt sich dort.

Feuerwurzel

Bryonias Stimme erklingt, etwas erschöpft und unzufrieden: „Ich habe den ganzen Tag Schmerzen im Rücken gehabt und musste mich ständig anlehnen. Wozu machen wir diese Arbeit überhaupt? Und das Essen liegt mir wie ein Stein im Magen!“

Evania lächelt und überlegt einen kurzen Moment. Dann legt sie beide Hände zusammen und reibt sie aneinander, bis sie sich warm anfühlen. Alle anderen im Kreis machen mit. Die Hände werden auseinander geholt, ganz langsam, damit die Energiefäden, die zwischen beiden Flächen nun bestehen, zusammenhalten. Alle fühlen diese Energie von der einen zur anderen Seite fließen.

Nun legt Evania die Hände nach oben geöffnet auf ihren Knien ab. Als erfahrene Heilerin erkennt sie den Regenbogen, der sich von Handfläche zu Handfläche spannt.

„Vor vielen Jahren lebte eine Frau namens Feuerwurzel, die immer alles gut vorbereitet haben wollte, um ihre Arbeit erfolgreich zu erledigen. Sie plante schon Tage im Voraus, damit auch jede Kleinigkeit Berücksichtigung finden konnte. Sie verbrauchte dafür sehr viel Energie, die sie von ihrer inneren Freude am Singen, Tanzen und Spielen abhielt. Wenn ihre Familie bereits um das Feuer versammelt war, räumte sie noch rasch etwas auf oder legte es für den nächsten Tag bereit. Meist war sie damit noch beschäftigt, wenn die anderen bereits zu ihrer Schlafstatt gingen, um sich zu erholen.

Ganz besonders unzufrieden wurde sie, als an den folgenden Tagen Ereignisse stattfanden, die sich mit ihrer Planung überhaupt nicht deckten. Dann hatte sie das Gefühl, völlig unnütz zu sein.

Irgendwann nahm die Heilerin Feuerwurzel in den Arm und machte mit ihr die Reise zu den Sternen. Dort trafen sie die Großen Helfer, die sich dieses Problems annahmen. Sie schwammen durch das Meer der Möglichkeiten und sangen mit den Elfen das Lied der Schöpfung.

Da erkannte die Frau, dass es gut war, erholt in den Tag zu gehen. Dass es auch gut war, alles dabei zu haben, was nützlich ist. Sie sah aber auch, dass erst durch das Zusammenwirken mit den Großen Helfern der Tag zum Erfolg wurde. Besonders, wenn sie fröhlich und vertrauensvoll mit allen ihren Lieben umging.

Im selben Moment entstand ein Feuerwerk an Farben und Klängen. Die ganze Familie sprang auf und nahm sich gegenseitig in die Arme. ‚Wir sind füreinander da! Wir helfen uns gegenseitig! Wir sind ein Ganzes und froh darüber!‘ tanzten sie singend um ihr Feuer.

Schau, das gilt auch für uns hier: Auch wir sind immer füreinander da, auch uns unterstützen die Großen Helfer. Wenn wir sie darum bitten, besonders gern.“

Evania schaute hinüber. Dann stand sie auf, legte ihre Hände auf den schmerzhaften Rücken und ließ zusätzliche Energie durch die Frau strömen.

„Denk immer daran: wann du darum bittest, wird dir geholfen. Wenn dir danach ist, dich anzulehnen, dann such dir einen von uns, dich zu unterstützen. Wir alle sind immer gerne für einander da und tragen gemeinsam unser Leben. Gemeinsam sind wir erfolgreich.“

Bryonia

Körper: Venenmittel, Schmerz, Wundheitsgefühl. Zerschlagen. Venöse Hyperämie, Stauungen, Blutungen, Krampfadern und -geschwüre. Hämorrhoiden. Schleimhautkatarrhe, Blutgeschmack und großer Durst. Rheuma, Neuralgien. Kopfschmerz. Nach OP besser als Morphium.

Schlimmer: feucht warmes Wetter

Vergleichen: Aloe, Arn, Bell-p, Calc-fl, Mur-ac, Puls, Sul-ac, Tril

Gemüt, Verhalten, Hintergründe: Ruhig und ausgeglichen, frei von Ängsten und Sorgen.

Drüsen erfüllen verschiedene Funktionen, je nachdem, wo sie angeordnet sind. Es gibt produzierende und filternde (Lymph-)Knoten und Drüsen. Je nach Bereich wird Verschiedenes dort hergestellt: z.B. Säfte, die den Verdauungsvorgang unterstützen; aber auch Hormone, die das Gleichgewicht der Körperfunktion steuern. Sie sind jeweils verschiedenen Organbereichen zugeordnet und auch in diesem Zusammenhang zu verstehen.

Die Steuerung der Lebensprozesse findet zu einem erheblichen Teil in Drüsen statt. Sie produzieren Stoff, die dies ermöglichen. Deshalb ist die Leber die größte menschliche Drüse, die hier allerdings dem Magen-Darm-Trakt zugerechnet worden ist, denn sie liefert in erster Linie Stoffe für die Verdauung.

Darüber hinaus gibt es auch noch Hormondrüsen (Hormone = Botenstoffe, Antreiber, Erreger). Diese korrespondieren alle unter- und miteinander. Ist eine davon aus dem Lot, so sind auch alle anderen stark in ihrer Tätigkeit beeinträchtigt. Das macht es im Allgemeinen recht schwierig, herauszufinden, bei welcher nun der Ursprung der Störung liegt. Wenn wir uns diesen „Apparat“ als einen Motor mit vielen Zahnrädern vorstellen, können wir uns ein Bild machen: Ein Zähnchen bricht aus und alle anderen Zahnräder drehen nun in einem anderen Rhythmus, immer wenn der eine fehlende Zahn das Gleichgewicht erneut verschiebt. Auf die Dauer kann das zu einer spürbaren Verschiebung im gesamten Gleichgewicht führen.

Hormonsystem – Überblick

endokrinen Drüsen

  • Hirnanhangsdrüse = Hypophyse (1)
  • Zirbeldrüse = Epiphyse (2)
  • Schilddrüse = Thyreoidea (3)
  • Nebenschilddrüse = Para-Schilddrüse (3)
  • Nebennieren (aufsitzend auf den Nieren) (5)
  • Langhanssche Inseln (Bauchspeicheldrüse) (6)
  • Eierstock (7)
  • Hoden (8)
  • Thymusdrüse (4)

Hormondrüsen, Quelle Wiki

Das Hormonsystem steuert über seine Hormone den gesamten Körper. Insofern könnte ich diesen Bereich dem Nervensystem zuordnen, denn die Nerven haben „Adapter“ (Rezeptoren) für Hormone. Diese Adapter finden sich auch an Organzellen, wo eine hormonelle Steuerung notwendig ist.

Hormone sind die Botenstoffe, die entweder direkt (parakrin) oder nach Passage durch den Körper (endokrin) ihr Ziel erreichen.

Neben den drüsigen Organen (Schilddrüse, Hypophyse etc.) gibt es auch Einzelzellen, die Hormone produzieren. Diese arbeiten meist parakrin, also direkt.

Hypothalamus

Der Hypothalamus liegt im Zwischenhirn. Er unterhält eine Verbindung zur Hypophyse und ist der Regler für deren Hormonausschüttung. Auf diese Weise werden Temperatur, Herzschlag und Nierenfunktion, sowie Schlafrhythmus, Hunger und Durst als auch der Geschlechtstrieb gesteuert.

Das Zwischenhirn trägt seinen Namen, weil es zwischen Klein- und Großhirn liegt. Dabei ist entwicklungsgeschichtlich das Kleinhirn unser uraltes Gehirn, das unsere Lebensfunktionen aufrechterhält, während das Großhirn uns das Denken und seinen Ausdruck ermöglicht. Das Zwischenhirn ist damit zuständig für Energie-, Wasser und Wärmehaushalt.

Hirnanhangdrüse

Steuerungsorgan der Chefetage. Sie hat zwei Hälften, die unabhängig voneinander arbeiten: Hinterlappen und Vorderlappen. Der Hinterlappen steuert den Nervenanteil. Der vordere Teil andere Hormondrüsen (spez. die Schilddrüse). Hierfür wird die Verbindung zum Hypothalamus (der Datenautobahn) genutzt.

Schilddrüse

Die Schilddrüse liegt direkt unterhalb des Kehlkopfes und bildet Thyroxin sowie Trijodthyronin. Damit werden der Energieumsatz und die Eiweißproduktion gesteuert. Um das zu können, braucht sie Jod. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion erfolgt ein zu hoher Energieumsatz (der Mensch wird schlank, nervös und ist in hoher Spannung); die Unterfunktion führt zu Lethargie und seelischer Indolenz (alles läuft deutlich langsamer ab).

Nebenschilddrüse

An der Rückseite der beiden Schilddrüsenlappen liegen je 2 kleine Drüsen. Diese regulieren den Calcium-Haushalt des Körpers. Diese dürfen bei einer Schilddrüsen-OP niemals entfernt werden! Hiervon hängen ab: Knochen- und Zahnaufbau, Funktion der Muskel- und Nervenzellen sowie die Blutgerinnung. Falls der Körper nicht genügend Calcium in der Nahrung bekommt, entzieht er durch diese Hormonwirkung den Knochen etc. das vorhandene Calcium.

Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse hat zwei Anteile. Einer sorgt für Verdauungssäfte, die im Darm wirksam werden. Die Langerhansschen Inseln jedoch produzieren Insulin und Glucagon, womit der Blutzuckerspiegel gesteuert wird.

Nebennieren

Die Nebennieren sitzen wie Reiter auf den Nieren. Sie bestehen aus Mark und Rinde. Das Mark produziert Adrenalin und Noradrenalin, um auf Gefahren und Stress angemessen reagieren zu können (wird in die Blutbahn eingespeist). Damit wird der Herzschlag erhöht und das Blut dort abgezogen, wo viel Durchblutung gerade überflüssig ist (kalte Haut, kalte Füße), damit die Muskeln besser durchblutet werden können. Hier wird gleichzeitig auch einfacher Zucker zur Verfügung gestellt (Antriebsenergie). Vermehrtes Cortisol im Umlauf mindert die Abwehr bei akuten Erkrankungen.

Bei diesem gesteigerten Energiebedarf ermöglicht Cortisol (ebenfalls in der Nebenniere produziert) die Steigerung des Blutzuckerspiegels.

Adrenalin und Nordadrenalin werden als Botenstoffe im Nervensystem benötig. Aldosteron (Rinde) muss für den Salzhaushalt der Nieren bereitgestellt werden.

Geschlechtsdrüsen

Die hier gebildeten Geschlechtshormone sind Östrogen, Progesteron, Testosteron und Androsteron. Beide Geschlechter produzieren alle genannten Hormone. Der Unterschied liegt in der Menge.

  • Östrogen (Folikelhormon) = Reifung der Eizelle. Weibliche Brust, Gebärmutter – Verstärkte Ausbildung. Aber auch Hörvermögen, Gedächtnisleistung, Sprache.
  • Progesteron = Durchblutung der Gebärmutter-Schleimhaut (Endometrium)
  • Testosteron = Aufbau von Muskelmasse und Fettspeicher. Spermienproduktion. Körperbehaarung. Sexuelles Verlangen, Lebenslust, Ausdauer, Antrieb.
  • Androsteron = verstärkt die männlichen Geschlechtsmerkmale

Transmitter

Wirkung Herstellungsort
Acetylcholin Stimuliert das Lernen, Denken, Gedächtnis, Vegetativum. Teilweise sanft, ruhig, introvertiert, auch schläfrig. Intellektuell leistungsfähig und konzentriert. Fähig zu harmonischen Bewegungen. Steigert teilweise die Abwehrkräfte.
ACTH Stimuliert die Nebennierenrinde zur Hormonausschüttung, teils auch förderlich für die Intelligenz und Konzentration. Adenohypophyse
ADH Antidiuretisches Hormon (Vasopressin), bremst die Nieren und erhöht den Blutdruck. Ohne ADH müßten wir 40 Liter Flüssigkeit/Tag trinken. Neurohypophyse
Adrenalin Psychisch und körperlich stark aktivierender Botenstoff, lebhaft bis aggressiv machend, stimmungsaufhelldend, intellektuell leistungsfähig, konzentriert, fähig zu harmonischen Bewegungen, phantasievoll, kreativ oder übersinnlich kosmisches Erfahren, Energie verbrauchend, Sexualität stimulierend, Gewichtsabnahme. Streßhormon. Nebennierenmark
Aldosteron Reguliert Mineralstoffe im Körper, den Wasserhaushalt und den Blutdruck. Nebennierenrinde
Androgene Männliche Sexualhormone (>Testosteron) Nebennierenrinde
Angiotensin Blutdrucksteigerndes Gewebshormon
Beta-Endorphine > Endorphine
Calcitonin Steuert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel Nebenschilddrüse
Choriongonadotropin Sorgt für den Uterus während der Schwangerschaft
Cortisol (Cortison) Stark entzündungshemmender Botenstoff, der entgiftend wirkt, sogar cytostatisch. Fungiert auch als Streßhormon. Man wirkt ruhig, sanft, introvertiert, teils schläfrig. Hemmt Schmerzen. Hellt die Stimmung auf, macht glücklich bis euphorisch. Verbraucht Energie, dämpft Sexualität, steigert das Gewicht, senkt die Abwehrfähigkeit. Nebennierenrinde
Dopamin Führt zu Phantasie und Kreativität, verwischt die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn; ermöglicht überdies harmonisch-grazile Bewegungen. Mindert Ängste, hellt die Stimmung auf. Verbraucht Energie, steigert die Sexualität, mindert das Gewicht, steigert die Abwehrkräfte.
Endorphine Körpereigene Morphium-Moleküle. Schmerzstillend, die Stimmung hebend, Glücksgefühl stimulierend; ruhiges, sanftes, introvertiertes bis schläfriges Erscheinungsbild; mildert Angst. Macht phantasievoll und krerativ oder übersinnlich, kosmisches Erfahren. Steigert Sexualität.
Endovalium Körpereigenes Valium-Molekül. Sedierend, entspannend, angstlösend, arbeitet mit GABA eng zusammen. Ruhig, sanft, introvertiert, auch schläfrig. Stimmungsaufhellend. Gewichtszunahme.
Enkephaline > Endorphine
FSH (Follikelstimulierendes Hormon) ein Gonadotropin, sowohl bei Mann als auch bei Frau
GABA (Gammaaminobuttersäure/acid) beeinflußt hemmend etwa 40 % aller Synapsen in Gehirn und Rückenmark; quantitativ der Hauptbotenstoff im Gehirn; beruhigend; enges Zusammenwirken mit Endovalium
Gamma-Endorphine > Endorphine
Gestagone > Sexualhormone
Glukagon Hauptgegenspieler zu Insulin, erhöht den Blutzucker Bauchspeicheldrüse
Glucocorticoide (=Corticosteroide) mehrere Dutzend im Körper; > Cortisol Nebennierenrinde
Glutaminsäure (eine Aminosäure) anregender Botenstoff im Gehirn: Großhirnrinde, Kleinhirn, Nervenbahnen für das Sehen.
Glycin (eine Aminosäure) multilokal, überwiegend hemmend an Synapsen
Gonadotropine Stimulieren Sexualhormone und –organe Adenohypophyse
Histamin Läßt an der Haut allergische Reaktionen entstehen, reguliert die Magensäure, im Gehirn das emotionale Verhalten (mal anregend, mal dämpfend)
Insulin Fördert die Glukose-Verwertung im Körper, senkt dadurch die Blutzucker-Konzentration. Bauchspeicheldrüse
Kallidin Senkt sanft den Blutdruck
Kallikrein Koordinator für andere Botenstoffe
Kinine B.-Gruppe, die Spermien und Uterus stimulieren, wandelt Verletzung in Schmerz
LH (Luteinisierendes Hormon) ein >Gonadotropin
LHRH regt die Freisetzung von Gonadotropin an.
Melanin Pigment-Molekül, das in Melanocyten gebildet wird und das die Farbe der Haut, Augen und Haare prägt. Neurohypophyse
Melatonin Macht ruhig und müde, führt bei Tieren zum Winterschlaf, beim Menschen zur Winterdepression. Prägt den Biorhythmus. Macht ruhig, sanft, introvertiert, teils schläfrig. Etwas angst- und schmerzfrei. Speichert Energie, dämpft die Sexualität, führt zu Gewichtszunahme. Zirbeldrüse
Mineralcorticoide z.B. Aldosteron Nebennierenrinde
MSH (Melanocytenstimulierendes Hormon) Pigment-Hormon, das mit Hilfe der Sonnenenergie antidepressiv wirkt.
Noradrenalin Allgemein aktivierend, stimmungshebend und antidepressiv; intellektuell leistungsfähig, konzentriert, fähig zu harmonischen Bewegungen, phantsievoll, kreativ oder übersinnlich kosmisches Erfahren; Energie verbaruchend, Sexualität stimulierend; Gewichtsabnahme. Streßhormon. Nebennierenmark
Östradiol > Östrogen > Sexualhormone
Östrogen weibliches Hormon, das nicht nur die Frau, sondern auch jeder Mann produziert. Unterstützt viele Körperfunktionen, Stimmungsaufhellend, prägt das spezifisch weibliche Aussehen. > Sexualhormone Nebennierenrinde, Eierstöcke
Oxytocin Löst Geburtswehen aus, ist aber auch ein sexuell überaus anregendes Hormon. Wirkt allgemein aktivierend oder lebhaft bis aggressiv. ist stimmungsaufhellend oder glücklich bis euphorisch. Stimuliert die Sexualität. Neurohypophyse
Pancreozymin Organ-Botenstoff, reguliert Verdauungsvorgänge.
Parathormon Gegen- und Mitspieler des Calcitonins. Nebenschilddrüse
Progesteron Schwangerschaft. > Sexualhormone Eierstöcke
Prolactin Ein >Gonadotropin, das die weibliche Brustdrüse zur Milchbildung stimuliert, aber sowohl bei Mann als auch Frau sexuell anregend ist.
Psychedelika, endogene LSD-ähnliche körpereigene Moleküle; erweitern Wahrnehmung, bringen Visionen und Erleuchtung. Enge Verbindung zu den Endorphinen, Serotonin, Dopamin; sie lassen Tag- und Nachtträume entstehen. Wirken allgemein aktivierend, stimmungsaufhellend, teils intellektuell leistungsfähig und konzentriert. Verbrauchen Energie, steigern manchmal die Sexualität, führen zu Gewichtsabnahme.
Schilddrüsenhormone Stark anregende, dynamisierende und Energie verbrauchende Hormone mit Wirkung auf den gesamten Körper. Macht glücklich bis euphorisch. Steigert die intellektuelle und konzentrativen Fähigkeiten, macht fähig zu harmonischen Bewegungen. Verbraucht Energie, steigert die Sexualität und mindert das Gewicht. Schilddrüse
Secretin Organ-Botenstoff, der Mange und Darm zu Verdauungstätigkeit anregt.
Serotonin Botenstoff, der für innere Ausgeglichenheit und Ruhe sorgt. Schlafregulierend. Wirkt multilokal. Macht angst- und schmerzfrei, glücklich und stimmungsaufhellend. Wirkt intellektuell leistungsfähig, konzentriert. Teils phantasievoll und kreativ, übersinnlich, kosmisches Erfahren. Speichert die Energie, dämpft die Sexualität, führt zu Gewichtszunahme und Amwehrsteigerung.
Sexualhormone weiblich (+ männlich): Östrogen, Gestagen und Progesteron. allgemein aktivierend bis lebhaft. Stimmungsaufhellend bis glücklich. Teils intellektuell steigernd. Speichert die Energie und stimuliert die Sexualität.

männlich: Testosteron. Wirkt allgemein aktiveirend oder lebhaft bis aggressiv. Wirkt stimmungsaufhellend. Teils Steigerung der Intellektualität. Verbraucht Energie, stimuliert Sexualität, Gewichtszunahme.

Adenohypophyse
STH (Somatotropes Hormon) Wachstumshormon, das die Körpergröße gestimmt; auch im Erwachsenenalter ist es aufbauend aktiv. Wirkt allgemein aktivierend, stimmungsaufhellend, aktiviert den Intellekt. Speichert Energie, reduziert das Gewicht, steigert die Abwehrkräfte. Neurohypophyse
Substanz P Im Gehirn weit verbreitet. Leitet u.a. Schmerzempfindung von Haut zu Gehirn. Gegenspieler zu den Endorphinen.
Testosteron Typisch männliches Hormon; sorgt für kräftigen Körperbau, ist sexuell anregend; in hoher Konzentration fördert es Aggressivität. > Sexualhormone Hoden
Thyroxin > Schilddrüsenhormone Schilddrüse
Trijodthyromin > Schilddrüsenhormone Schilddrüse
Thymushormone Thymus galt im griech. Altertum als Sitz des Gemüts. Von der Thymusdrüse werden Thymus-Lymphozyten und (teilweise daran gekoppelt) Peptid-Hormone in Umlauf gebracht, die die körpereigene Abwehr gegen Krankheiten stärken (Immunabwehr). Speichert Energie. Gewichtszunahme. Thymusdrüse
TRH Thyreostimuierendes Hormon Adenohypophyse
Vasopressin > ADH
Zirbeldrüsenhormone Auch beim Menschen dringen Lichtquanten durch Haut und Schädelknochen zur Zirbeldrüse (Corpus pineale), zudem empfängt sie direkte Reizungen vom Opticusnerv (Sehnerv). Das wichtigste Hormon der Zirbeldrüse ist wohl das Melatonin, doch auch Nor-adrenalin ist vertreten. Die Zirbeldürsen-Hormone beeinflussen Stimmung und Antrieb und bringen unseren Biorhythmus in Gleichklang zur Umwelt und zu den Gestirnen (Sonne, Mond). Zirbeldrüse
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