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Cistaceae

Name

Graubehaarte Zistrose, französisch: ciste; englisch: rockrose

Foto: Dr. Pandalis

Verbreitungsgebiet

Cistus incanus, die Graubehaarte Zistrose, ist eine in Südeuropa beheimatete Zistrose der Gattung Cistaceae. Aufgrund ihrer Form- und Gestaltvielfalt ist Cistus ein „Weltmeister des Polymorphismus“

Botanisches

Cistus incanus ist ein aufrechter, reich verzweigter bis zu 100 cm großer Strauch. Seine eiförmig lanzettlichen skleromorphen Blätter, die beiderseits grün oder grau erscheinen und an der Oberseite eingesenkte Fiedernerven zeigen, dienen dem Verdunstungsschutz. Die gräulich-grüne Erscheinung kommt durch die Einlagerung von Öltropfen zustande. Die Blätter sind feinbehaart oder filzig, der Blattrand ist z. T. wellenförmig. Die Stengel, Blütenstiele und Kelchblätter sind mit langen weißen Haaren bedeckt. Die Blüten, die von April bis Juni erscheinen, messen 4-6 cm im Durchmesser und sind je nach Subspezies rosa bis rosa-rot.

Geschichtliches und Allgemeines

Cistus incanus spielt auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki eine zentrale Rolle in der Küche und Volksmedizin. Die Einwohner verwenden den Tee seit Generationen als Genussmittel, setzen ihn aber auch als Therapeutikum ein. Bereits seit dem vierten Jahrhundert v. Chr. ist die Verwendung des Pflanzenextraktes meist zur Wundheilung und bei Körperwaschungen, vor allem bei Wöchnerinnen, bekannt. In der traditionellen Anwendung wurden gekochte Pflanzenextrakte bei lokalen bakteriellen Infektionen sowie als Infektionsprophylaxe in Form von Waschungen und Breiumschlägen verwendet. Außerdem sollten sie den Juckreiz bei Hämorrhoiden und Allergien mildern. Innerlich wendete man die Pflanze als adstringierendes Mittel bei Durchfall und Ruhr an. Bereits damals wussten die Menschen, dass Cistus nicht gleich Cistus ist, sondern dass es zahlreiche Varietäten gibt, die sich in ihrem Äußeren und vor allem in ihren Inhaltstoffen unterscheiden.

Wirkung

Der Extrakt Cystus 052 aus der speziellen Varietät Cistus incanus Pandalis zeigte in zahlreichen Studien eine starke Wirkung gegen ein breites Spektrum von Grippe- und Erkältungserregern. Äußerlich wird der Sud aus Cistus incanus Pandalis (Cystus052® Sud) wirksam bei entzündliche, ekzematöse Veränderungen der Haut, gegen Aphthen und gegen Tonsillopharyngitis (gurgeln) eingesetzt. Innerlich angewendet wird Cistus incanus (aufgrund der in hohem Maße enthaltenen Polyphenole) antioxidative, antikanzerogene und antiarteriosklerotische Wirkung zugeschrieben. Cystus052® Sud dient zudem der Schwermetallausleitung aus dem Körper.

Angewandter Pflanzenteil

Oberirdische Pflanzenteile

Dosierung

Übliche Dosis

Grippe und Erkältung: Cystus 052® Bio Halspastillen vorbeugend und im Akutfall mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten 1-2 Stück langsam im Mund zergehen lassen.

Halsschmerzen und Tonsillopharyngitis: Mindestens 3 x täglich und vor dem Schlafengehen mit dem unverdünnten Cystus 052® Sud 2 min lang gurgeln.

Hautentzündungen und Ekzeme: Cystus 052® Sud mit einem Wattebausch auf die betroffenen Hautstellen auftupfen.

Zur Schwermetallausleitung über 6 Wochen hinweg 3 x täglich 20 ml Cystus 052® Sud (wahlweise mit Fruchtsaft oder Wasser verdünnt) trinken.

Maximaldosis

Nicht festgesetzt.

Artikel zum Thema

Ludwig, Zeitschrift für Phytotherapie, 2012, 33

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