Inhalt
Bücher und mehr
Hier können Sie uns unterstützen:

Spende

Autorenarchiv

Seiten: <-- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 77 78 79 -->

Andere Bezeichnungen: Stieleiche; Sommereiche; Oak

Bilder

Vorkommen:

Weite Verbreitung in den gemäßigten und wärmeren Teilen Europas.

Pflanzenheilkunde:

Eichenrinde – Cortex Quercus

Heilanzeigen: Vor allem äußerliche Anwendung: Mundschleimhautentzündung, nässende Ekzeme, Unterschenkelgeschwür, Hämorrhoiden, Frostbeulen, Schweißfüße.

Zubereitung/Anwendung: Man kocht 2 Esslöffel voll geschnittener Rinde mit 1/2 Liter Wasser bedeckt 10 Minuten lang und gießt nach Erkalten durch Verbandmull oder ein Taschentuch ab. Mit dieser Flüssigkeit macht man nach jeder Mahlzeit Mundspülungen bzw. tränkt einen frischen Waschlappen zu Auflagen bei Ekzemen, Hämorrhoiden oder Unterschenkelgeschwür. Zum Baden bei Frostbeulen oder Schweißfüßen bereitet man wie beschrieben eine Abkochung aus 2 Handvoll Rinde mit 3 Litern Wasser.

Inhaltsstoffe: Über 10 % Gerbstoffe.

Andere Bezeichnungen: Primula acaulis, Stengellose Primel; Schaftlose Primel

Bilder

Vorkommen:

Mittel- und Südeuropa, Balkan, Kleinasien.

Pflanzenheilkunde:

Schlüsselblumenblüten mit Kelch – Flores Primulae cum calycibus

werden wie Schlüsselblumenwurzeln gebraucht (s. dort). Sie wirken freilich wesentlich schwächer als die Wurzel. Zur Erzielung einer ungefähr gleichen Wirkung benötigt man die mindestens dreifache Menge Blüten.

Hinweis: Schlüsselblumenblüten unterliegen nicht den Naturschutzbestimmungen, dürfen also gesammelt werden. Man achte darauf, dass der grüne Blütenkelch mit abgezupft wird.

Schlüsselblumenwurzel – Radix Primulae

Heilanzeigen: Gut wirksam bei trockener Bronchitis, bei ungenügendem Auswurf zur Vermehrung der Bronchialschleimmenge. Die Droge löst Hustenreiz aus und ist deshalb nicht angezeigt bei Reizhusten und genügend Auswurf.

Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel voll Schnittdroge wird mit 1 Tasse Kaltwasser angesetzt und zum Sieden erhitzt. Zugabe von etwas Anis oder Fenchel verbessert den Geschmack und zusätzlich die Wirkung. Man trinkt täglich gut warm 3 Tassen Tee. Mit Honig süßen.

Inhaltsstoffe: Bis 10% Saponine, daneben Phenolglycoside und wenig ätherisches Öl.

Andere Bezeichnungen: Breitwegerich; Großer Wegerich

Das Breitwegerichblatt erinnert in seiner Form an die menschliche Fußsohle, daher ist der lateinische Name Plantago von planta = Fußsohle abgeleitet. Bei den Indianern hieß der Wegerich “Fußstapfen des weißen Mannes”, da er sich überall dort breit machte, wo die Europäer in Amerika eindrangen. Der Breitwegerich begleitet uns auf vielen festgetrampelten Wegen und am Wegesrand. Er ist eine Zeigerpflanze für stark verdichteten Boden.

Bilder

Foto: © Brigitte Veit

Foto: © Leo Michels

Vorkommen:

Sehr häufig auf Wiesen in Europa und Asien. Magerwiesen, Wegränder, Böschungen

Verwendung: Blätter, Wurzel, Samen

Ernte: Blätter von Mai – August, Wurzel von Oktober – April

Verarbeitung: Salbe, Umschlag, Mazerat, Tee, Tinktur, Küche

Pflanzenheilkunde:

Spitzwegerichkraut – Herba Plantaginis

Heilanzeigen: Innerlich: Bronchialverschleimung, insbesondere Husten bei Kindern, äußerlich: Volksmedizinisch bei Insektenstichen, Blutergüssen, Furunkeln.

Zubereitung / Anwendung: 1 gehäufter Teelöffel voll Schnittdroge wird mit 1 Tasse Kaltwasser zum Sieden erhitzt und nach 5 Minuten abgeseiht. Der mit Honig gesüßte Tee wird 3 Mal täglich gut warm getrunken. Zur äußerlichen Anwendung werden die frischen Blätter so zwischen den Händen zerrieben, dass der Saft austritt. Die Blätter werden dann auf die betroffene Hautpartie gelegt.

Inhaltsstoffe: Pflanzenschleim und Aucubin, welches schwach entzündungshemmend wirkt, außerdem Gerbstoff und ein Senföl.

Hausgebrauch:

Die Blätter eignen sich für Spinat und Salat, sie können auch auf Brot gegessen werden. Dabei sollten sie längs zum Faserverlauf geschnitten sein. Auch in Suppen sind sie möglich. Oder sie werden zu einer Art Sauerkraut verarbeitet.

Die Stiele lassen sich zu einer Art Spargel verarbeiten. Der eiweißreiche Samen ist eine beliebte Knabberei; z.B. für Kinder unterwegs.

Bei Wanderungen lassen sich die Blätter in die Schuhe wie eine Sohle einlegen; das erfrischt die Fußsohlen.

Aus den Blättern lässt sich Tee machen: 2 EL mit 500 ml kochend Wasser ansetzen und 10 Min. ziehen lassen. Er kann unterstützend bei Asthma, Harnwegsentzündung sowie Magenschleimhautreizung genutzt werden.

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Andere Bezeichnungen: ssp. crispum var. vulgare, Petersilie, Blatt-; Peterling; Blatt-Petersilie

Bilder

Vorkommen:

Heimat östlicher Mittelmeerraum, weltweiter Anbau.

Pflanzenheilkunde:

Petersilienfrüchte (Petersiliensamen) – Fructus Petroselini

Heilanzeigen: Kräftig harntreibend bei Wasserstauungen, milchbildend für stillende Mütter, mäßig krampflösend, bei Appetitmangel. Bei Schwangerschaft ist die Droge nicht erlaubt, ebenso nicht bei Nierenkrankheiten.

Zubereitung/Anwendung: Eine geringe Menge Früchte wird vor der Teebereitung im Mörser gestoßen und hiervon ein knapp halber Teelöffel voll (nicht mehr!) in einer Tasse mit kochendem Wasser überbrüht. Man lässt bedeckt 5 Minuten ziehen. Morgens, mittags und abends wird je 1 Tasse Tee getrunken.

Inhaltsstoffe: Viel ätherisches Öl mit Hauptbestandteil Apiol, außerdem Glykosid Apiin.

Petersilienwurzel – Radix Petroselmi

wird seltener ähnlich wie Petersilienfrüchte verwendet. Da die Wurzel jedoch wesentlich weniger wirksam ist als die Früchte, sind höhere Mengen zur Teebereitung erforderlich. Man nimmt 1 gehäuften Teelöffel voll Schnittdroge pro Tasse.

Petersilienkraut – Herba Petroselini

ist am schwächsten wirksam und dient wohl ausschließlich als harmloses Gewürz. Bei der Verwendung von Petersilienkraut ist lediglich darauf zu achten, dass keine Hundspetersilie genommen wird. Die giftige Hundspetersilie ist an den auf der Unterseite glänzenden Blättern zu erkennen. Außerdem riechen die Blätter der Hundspetersilie beim Zerreiben unangenehm, nicht würzig. Krausblättrige Petersilienblätter stammen immer von der echten Petersilie.

Andere Bezeichnungen: Gemeine Pestwurz

Bilder

Vorkommen:

In Europa verbreitet an feuchten, schattigen Standorten.

Pflanzenheilkunde:

Pestwurzblätter – Folia Petasites

Heilanzeigen: Reizmagen, krampfartige Schmerzen von Magen, Galle und Darm, Menstruationsbeschwerden, Asthma. Auch die Wurzel wird bei den genannten Heilanzeigen vereinzelt verwendet. Keine Langzeitanwendung!

Zubereitung/ Anwendung: 1 gehäufter Teelöffel voll Schnittdroge wird in einer Tasse überbrüht und nach 10 Minuten abgeseiht. Man trinkt zu den beiden Hauptmahlzeiten eine Tasse des warmen Aufgusses. Fenchel ist auch als Teebeimischung empfehlenswert.

Inhaltsstoffe: Petasine, Pflanzenschleim, wenig ätherisches Öl, Alkaloide.

Andere Bezeichnungen: Orthosiphon spicatus; Orthosiphon stamineus, Orthosiphon grandiflorus, aristatus; Katzenbart; Nierentee, Indischer Nierentee, Großblütiger Katzenbart

Bilder

Vorkommen:

Sumatra, Java, Südindien, Australien.

Pflanzenheilkunde:

Orthosiphonblätter – Orthosiphonis folium = Folia Orthosiphonis

Heilanzeigen: Leichtere Fälle von Blasen- und Nierenentzündung, unterstützend bei beginnender Schrumpfniere und chronischer Nierenentzündung, nur schwach harntreibende Wirkung, jedoch verbunden mit erhöhter Abgabe von Kochsalz und stickstoffhaltigen Substanzen.

Zubereitung/ Anwendung: Bereitung der Tagesmenge durch Überbrühen von knapp 1 Handvoll Schnittdroge mit 1 Liter kochendem Wasser. Der Tee wird erst nach völligem Erkalten abgeseiht. Man trinkt morgens, mittags und abends je 1 große Tasse Tee.

Inhaltsstoffe: Glykosid, Saponin, ätherisches Öl, reichlich Kalisalze.

Andere Bezeichnungen: Origanum vulgare ssp. vulgare = Origanum; Gewöhnlicher Dost; Wilder Majoran

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Dostkraut – Herba Origani

wird von dem bei uns auf trockenen sonnigen Böden gedeihenden Dost (Origanum vulgare) gewonnen. In seiner südlichen Heimat Italien heißt der Dost Oregano. Er entwickelt dort ein noch viel intensiveres Aroma und dient u.a. als Pizzagewürz.

Die Pflanze ist, wie der Thymian, ein Lippenblütler und in Geruch und Wirkung diesem zwar ähnlich, aber nicht ebenbürtig.

Majorankraut – Herba Majoranae

Der in Deutschland angebaute Majoran (Origanum majorana) ist im südöstlichen Mittelmeergebiet heimisch. Er besitzt nur schwach magensaftanregende und blähungswidrige Eigenschaften und dient hauptsächlich als Gewürz.

Andere Bezeichnungen: Weiberkrieg; Dornige Hauhechel

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Hauhechelwurzel – Radix Ononidis

wird von der dornigen Hauhechel (wissenschaftlicher Name: Ononis spinosa, Familie: Schmetterlingsblütler) gewonnen. Die geschnittene Wurzeldroge besitzt auf Grund der vorhandenen Flavonoide, eines Saponins und des ätherischen Öles eine gute harntreibende Wirkung. Man überbrüht 1 Teelöffel voll mit 1 Tasse kochendem Wasser. Im Gegensatz zu Wacholderbeeren besitzt die Droge keine nierenreizenden Eigenschaften.

Nach neueren Untersuchungen soll das bisher kaum verwendete Kraut, also die geschnittenen oberirdischen Teile, stärker wirken, als die Wurzel. Hauhechel wird bevorzugt in Mischung mit anderen harntreibenden Drogen gebraucht.

Andere Bezeichnungen: Olive; Olivenbaum; Ölbaum

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Olivenblätter – Folia Oleae

Der Oliven- oder Ölbaum (Olea europaea) des Alten Testaments ist wegen seiner ölreichen Früchte ein Jahrtausende langer Begleiter der mediterranen und nahöstlichen Kulturen.

Die silbriggrauen Blätter des langlebigen, knorrigen Baumes sind eine wenig bekannte blutdrucksenkende Droge. Die in vielen Experimenten bewiesene Wirkung beruht offenbar auf dem Bitterstoff Oleuropein. Der Teeaufguss (1 Teelöffel pro Tasse, morgens und mittags) kann ärztliche Maßnahmen, welche hierdurch allerdings (schon wegen der regelmäßigen Blutdrucküberwachung) nicht entbehrlich werden, unterstützen.

Andere Bezeichnungen: Oenanthe aquatica = Oenanthe fistulosa= Oenanthe phellandrium = Großer Wasserfenchel; Wasser-Rebendolde; Safran-Rebendolde; Pferdesaat

Bilder

Vorkommen:

Heimat Mittelmeerraum, Anbau auf dem Balkan und in vielen wärmeren Ländern.

Pflanzenheilkunde:

Fenchelfrüchte – Foeniculi fructus = Fructus Foeniculi

Heilanzeigen: Blähungen, mildes Hustenmittel für Kinder (Fenchelhonig), Durchfall und andere Verdauungsstörungen bei Säuglingen, in der Volksheilkunde bei Entzündungen am äußeren Auge. Fenchelöl besitzt starke Desinfektionskraft (über 10 Mal stärker als Phenol).

Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel voll Droge in einer großen Tasse mit kochendem Wasser überbrühen und bedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Der Aufguss ist viel gehaltreicher, wenn die Droge zuvor im Mörser gequetscht wird. Der warme Tee wird nach Zusatz einer Messerspitze Kochsalz zu Augenwaschungen oder damit getränkten Augenkompressen verwendet. Bei Blähungen und anderen Verdauungsstörungen ungesüßt oder mit Süßstoff versetzt anwenden, bei Husten mit Honig süßen.

Inhaltsstoffe: Über 4 % ätherisches Öl mit den Hauptbestandteilen Anethol und Fenchon. Fenchonarme Kultursorten schmecken anisähnlich.

Herba Basilici

Andere Bezeichnungen: Basilikum; Basilienkraut; Königskraut; Basil Oil

Bilder

© Gisa, Basilicum

© Gisa, Basilicum

© Gisa, Basilicum

Vorkommen: Kulturpflanze

Ernte: Mai – Juli

Verarbeitung: Tee, Küche, Umschlag

Wirkung: ungiftig

Pflanzenheilkunde:

Basilikumkraut besteht aus den Blüten, Blättern und Stängeln von Basilikum. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler. Das aromatisch duftende Kraut verfügt über eine geringe Wirkung bei Magenbeschwerden und Blähungen. Außerdem gilt es als milchbildend. Basilikumkraut wird am besten als geschmacksverbessernder Bestandteil von Magen- und Verdauungstees gebraucht. Größer ist seine Bedeutung als Gewürz. Es enthält viel Kalzium und ist gut für die Knochenregeneration. Auch bei Erkältung und Halsschmerzen kann es zum Gurgeln genutzt werden. Als Tee bei Migräne und Angstzuständen. Äußerlich bei Pilzen und Wunden.

Nach: J. Karl:

ätherisches Öl mit Cineol und Linalool, Gerbstoffe

Stomachikum und Karminativum, Gewürz

Herba Basilici: 1 TL Infus aus frischen Blättern

Homöopathie:

Nach Clarke:

Hausgebrauch:

Wesentlicher Bestandteil des Pesto Genovese. Blätter vor dem Blühen sammeln. Wir können es trocknen und dann rebbeln, um auch im Winter auf seinen unvergleichlichen Geschmack zurückgreifen zu können.

Das Kraut kann auch gut selbst gezogen werden, es ist jedoch kälteempfindlich und mag es sonnig und feucht; jedoch keine Staunässe.

Der Geschmack ist je Sorte verschieden. Er kann leicht scharf sein.

Magie, Rituale:

—-

Geschichten, Erzählungen

Disclaimer

Diese Seiten ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker (Stand November 2013)

Andere Bezeichnungen: Ilex paraguensis; Ilex paraguayensis, Mate; Yerba Mate; Matestrauch; Matetee, Paraguay-Tee

Bilder

Vorkommen:

Pflanzenheilkunde:

Mateblätter – Folia Mate

sind als Matetee (= Yerba) das Nationalgetränk südamerikanischer Länder. Argentinien ist mit 125.000 Hektar Anbaufläche der Welt größter Mateproduzent und -Konsument. Der besonders in Paraguay und Brasilien beheimatete Matestrauch (Ilex paraguariensis) liefert die auch bei uns bekannte Droge, die sowohl unbehandelt (grün) als auch geröstet angeboten wird. Beide Sorten dienen hauptsächlich zu Genusszwecken. Mateblätter wirken durch ihre Inhaltsstoffe Coffein (ca. 1,5 %) und Theobromin anregend und harntreibend, etwas schwächer als Schwarztee (siehe dort) und Kaffee. Die Argentinier bereiten ihren Matetee so zu: Ein Glas mit Saugrohr (Bombilla) wird bis zur Hälfte mit der Droge gefüllt und mit beinahe kochendem Wasser übergossen. Dann lässt man den Aufguss ziehen, bis eine mundgerechte Temperatur erreicht ist. Dabei darf mit der Bombilla nicht umgerührt werden, weil diese sonst verstopft. Der Aufguss kann mit der gleichen Drogenfüllung einige Male wiederholt werden, bis Kraft und Geschmack nachlassen.

Andere Bezeichnungen: Weißer Dorant; Weißer Andorn; Gewöhnlicher Andorn

Bilder

Vorkommen:

Weite Verbreitung: Mittelmeerländer, Asien, Amerika; feldmäßiger Anbau.

Pflanzenheilkunde:

Andornkraut = Herba Marrubii

Heilanzeigen: Trockener Husten, Appetitmangel, Anregung der Galleproduktion, ferner äußerlich bei schlecht heilenden Wunden.

Zubereitung/Anwendung: 1 gehäuften Eßlöffel voll mit 2 großen Tassen Wasser übergießen, bedeckt zum Kochen erhitzen und warm abseihen.

Innerliche Anwendung: 2 — 3 Mal täglich 1 mit Honig gesüßte Tasse Tee gut warm trinken, bei Gallenbeschwerden ungesüßt.

Äußerliche Anwendung: Die warme Abkochung entweder unmittelbar als Bademittel verwenden, z.B. bei Wunden an Hand und Fuß, oder Verbandmull damit tränken für Umschläge.

Inhaltsstoffe: Etwa 7 % Gerbstoffe, wenig ätherisches Öl, verschiedene Bitterstoffe, Harz. Hauptträger der Wirkung ist das in seinem chemischen Aufbau bekannte Marrubiin.

Weitere Bezeichnungen: Uferwolfstrapp

Bilder

Vorkommen:

Nahezu weltweite Verbreitung, Anbau in Deutschland, Frankreich, Italien usw.

Pflanzenheilkunde:

Wolfstrappkraut  = Herba Lycopi

wird gegen leichte Schilddrüsenüberfunktion nicht als Teeaufguss, sondern als frischer Pflanzenextrakt eingesetzt (Lycocyn). Auch eine Kombination mit Herzgespannkraut ist im Handel (Thyreogutt). Wolfstrapp (wissenschaftlicher Name Lvcopus europaeus) ist ein Lippenblütler. der über weite Gebiete der nördlichen Nordhälfte verbreitet ist und auch in Deutschland an leuchten, naturbelassenen Standorten häufig wuchst.

Andere Bezeichnungen: Linum crepitans, Lein; Yamazi; Faserlein; Saatlein; Flachs

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Leinsamen = Lini semenSemen Lini

Heilanzeigen: Reizfreies Füll- und Gleitmittel bei chronischer Verstopfung, Magenschleimhautentzündung; Magen- und Darmgeschwüre, Hämorrhoiden, Diätetikum mit hohem Gehalt an ungesättigten (essentiellen) Fettsäuren, wahrscheinlich Schutzwirkung gegen Arteriosklerose.

Zubereitung/Anwendung: Leinsamen sollen bei Verwendung als Abführmittel stets grob geschrotet mit reichlich Flüssigkeit eingenommen oder bei Anwendung als Ganzdroge sorgfältig gekaut werden. Das Leinsamenschrot soll möglichst erst beim Kauf frisch hergestellt werden. (Jede Apotheke hat einen Leinsamenschroter).

Anfangs müssen bei Verstopfung morgens, mittags und abends 1-2 Esslöffel voll Schrot genommen werden und in den ersten Tagen gegebenenfalls zusätzlich die halbe Dosis des bisher verwendeten Abführmittels. Nach mehreren Tagen sollten nur noch 2 Mal täglich 1 — 2 Esslöffel voll Schrot nötig sein und nach einigen Wochen nur noch abends 1-2 Esslöffel voll, zusammen mit Joghurt und Obst. Merke: Stuhlgang nur 3 Mal wöchentlich ist bei unserer schlackenarmen Ernährung noch als normal anzusehen. Leinsamenschrot ist zum Dauergebrauch ausdrücklich geeignet und empfohlen, was man sonst von keinem Abführmittel uneingeschränkt behaupten kann.

Die milde Abführwirkung des Leinsamens auf den Darm erfolgt auf dreifache Weise: Durch den quellenden Pflanzenschleim, das Leinsamenöl und die unverdauliche Samenschale (Ballaststoff).

Bei regelmäßiger Einnahme von Leinsamen ist deren nicht geringer Nährwert zu beachten: 1 Esslöffel voll Leinsamenschrot hat etwa 315 Joule (75 Kalorien). Ggf. etwas weniger Nahrung aufnehmen!

Bei Magenschleimhautentzündung sowie Magen- und Darmgeschwüren setzt man 50 g ungeschrotenen Leinsamen mit 1 Eiter Wasser kalt an, kocht kurz auf, lässt unter gelegentlichem Um rühren abkühlen und rührt die handwarme Abkochung durch ein feines Sieb. Die Wirkung wird deutlich gesteigert, wenn gleich nach dem Aufkochen 3 Teelöffel voll Kamillenblüten beigemischt werden. Vor den Mahlzeiten wird 1 Tasse lauwarm getrunken.

Andere Bezeichnungen: Leonurus villosus, Löwenschwanz; Echtes Herzgespann

Bilder

Vorkommen:

Wild an Zäunen, auf Ödland, in Europa, Mittelasien und Nordamerika. Anbau in Südosteuropa.

Pflanzenheilkunde:

Herzgespannkraut = Herba Leonuri cardiacae

Heilanzeigen: Vegetativ-funktionelle Herzbeschwerden, z.B. in den Wechseljahren, leicht beruhigende Wirkung. Dämpft bei Schilddrüsenüberfunktion die Herzbeschleunigung. Insgesamt nur milder Effekt.

Zubereitung/Anwendung: 1 gehäufter Esslöffel voll

Schnittdroge wird mit knapp ½ Liter kochendem Wasser überbrüht und nach 10 Minuten abgeseiht. Man trinkt morgens und abends 1 Tasse Tee. Langzeitanwendung über mehrere Wochen ist erforderlich.

Inhaltsstoffe: Alkaloid, Bitterstoffglycoside, wenig ätherisches Öl.

Andere Bezeichnungen: Gewöhnlicher Wacholder

Bilder

Vorkommen:

In Europa auf Ödland häufig. Vor allem Italien liefert viele und hochwertige Drogen.

Pflanzenheilkunde:

Wacholderbeeren = Juniperi fructus = Fructus Juniperi

Heilanzeigen: Äußerlich: Wacholderspiritus als leichtes Einreibemittel bei Rheuma und Muskelschmerzen.

Zubereitung/Anwendung: In jedem Fall ist von dem Schlucken der Beeren abzuraten. Die Zubereitung von Spiritus, Ölen und Hautanwendungen ist vorzuziehen. Der harntreibende Faktor könnte auf der Zerstörung von Glomeruli (Arbeitseinheiten in der Niere) beruhen.

Das ätherische Wacholderöl ist auch in Form von Kapseln (Roleca) im Handel. Bei Schwangerschaft und Nierenkrankheiten ist die Droge wegen der gewebereizenden Pinene nicht erlaubt.

Inhaltsstoffe: Mindestens 1%, durch Pinene terpentinähnlich riechendes Ätherischöl mit dem harntreibenden Bestandteil Terpineol-4, Bitterstoffe und etwa 25 % Invertzucker.

Andere Bezeichnungen: Echte Walnuss, Baumnuss, Walnut

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Walnussblätter = Folia Juglandis

werden volksmedizinisch innerlich und äußerlich als Teeaufguss bei Akne, Ekzem und Lidrandentzündung verwendet. Die Wirkung der sehr gerbstoffhaltigen Blätter des Walnussbaumes (wissenschaftlicher Name Juglans regia) ist geringer, als die von Stiefmütterchenkraut (siehe dort).

Der vor allem in den unreifen, grünen Fruchtschalen enthaltene Inhaltsstoff Juglon reagiert mit dem Hauteiweiß unter Braunfärbung. Hierauf beruht der Einsatz in Sonnenölen.

Andere Bezeichnungen: Echter Alant, Muxiang

Nach Madaus:

ínula helénium L. (= Aster helenium Scop., = Aster officinalis All., = Helenium grandiflorum Gilib., = Helenium vulgare Bauhin, = Corvisartia helenium Mérat). Echter Alant. Französisch: Grande aunée, inule, oeil de cheval, aromate germanique; englisch: Elecampane, elfdock, skallwort, horseheal, yellow starwort; italienisch: Elenio, enula, enula campagna, erbella; dänisch: Alant; norwegisch: Alantrot; polnisch: Oman; russisch: Diewiasil; schwedisch: Alandsrot; tschechisch: Oman pravý, alant; ungarisch: örvénygyöker.

Weitere Inula-Pflanzen

Inula conyza, Inula squarrosa; Conyza squarrosa, Dürrwurz-Alant; Sparriger Alant

Inula crithmoides, Salz-Alant; Salzalant

Inula hirta, Rauhaariger Alant; Rauer Alant

Inula salicina, Weiden-Alant; Weidenblättriger Alant

Pflanzenfamilie

 

Wirkung

ungiftig, aber bitter etc., = schwach belastend, ++ = schwach giftig, +++ = mittelgiftig, ++++ = sehr giftig, evtl. tödlich

Inhaltsstoffe: Etwa 2 % ätherisches Öl, 3 Bitterstoffe, die auch als Alantkampfer oder Helenin bekannt sind.

Heilanzeigen: Magenbeschwerden, Appetitmangel, Reizhusten, Auswurfförderung, Madenwürmer, Wasserstauungen, ungenügende Gallenabsonderung.

Bilder

Vorkommen

Heimat in Kleinasien bis Zentralasien. Anbau in Deutschland, Holland, auf dem Balkan.

Nutzung

Pflanzenteile:

Wurzel = Radix Helenii

Ernte:

Pflanzenheilkunde:

Verarbeitung: 1 Teelöffel voll (= 6 g) der Wurzel zum kalten Auszug oder heißen Infus;

Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel fein geschnittener Droge auf 1 große Tasse kochendes Wasser. 10 Minuten bedeckt ziehen lassen. Vor und zu den Mahlzeiten 1 Tasse trinken. Als Hustentee wirksamer in Mischung mit anderen Hustendrogen (z.B. Spitzwegerichkraut, Schlüsselblumenwurzel). Alant wird in einer Reihe industriell gefertigter Hustensäfte verwendet.

 

Andere Bezeichnungen: Anisum stellatum, Echter Sternanis; Star Anise

Bilder:

Vorkommen:

Heimat Asien, Anbau in Deutschland und vielen wärmeren Ländern.

Pflanzenheilkunde:

Sternanisfrüchte = Fructus Anisi stellati

Die bloße Erläuterung des Namens Sternanis sagt uns etwas über Form und Aroma dieser südchinesischen Gewürzpflanze: Die gut markstückgroßen schönen Früchte sind sternstrahlenartig, wie die Holzspeichen eines alten Rades, gegliedert. Jede der 8—10 „Speichen“ ist eine Teilfrucht mit einem glänzenden braunen Samen. Aus der im unzerkleinerten Zustand jahrelang haltbaren Frucht wird beim Vermahlen ein anisartig riechendes ätherisches Öl frei. Dieses ähnelt in seiner Zusammensetzung teilweise dem europäischen Anisöl, obwohl das europäische Doldengewächs Anis mit dem ostasiatischen Magnolienverwandten Sternanis nicht verwandt ist. Der Sternanis ist unserem europäischen Anis geschmacklich ebenbürtig, im Ölgehalt überlegen.

Anisfrüchte = Fructus Anisi

Heilanzeigen: Bei Husten krampflösend und gut schleimverflüssigend, zur Milchbildung bei stillenden Müttern, außerdem — gemischt mit gleichen Teilen Kümmel und Fenchel — bei Blähungen.

Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel voll in 1 Tasse mit kochendem Wasser überbrühen und bedeckt 10 Min. ziehen lassen. Bei Husten mit Honig gesüßt 2 — 3 Mal täglich gut warm trinken. Bei Blähungen ungesüßt zu den Mahlzeiten trinken.

Inhaltsstoffe: Etwa 3 % ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Anethol, welches den charakteristischen Geruch verleiht und süß schmeckt. Sternanis enthält bis zu 10 % ätherisches Öl.

Andere Bezeichnungen: Hyssopus officinalis ssp. Officinalis, Ysop; Essigkraut

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Ysopkraut = Herba Hyssopi

enthält neben ätherischem Öl das bittere Glykosid Diosmin und Gerbstoff. Der Ysop (Hyssopus officinalis) wirkt in ähnlicher Weise schweißhemmend wie der Salbei (siehe dort) und wird wie dieser als Gurgelmittel gebraucht. Ysopkraut ist auch blähungswidrig.

Der streng aromatisch duftende tiefblau blühende Lippenblütler gedeiht gut in unserem Klima.

Andere Bezeichnungen: gewöhnlicher Hopfen

Bilder

Vorkommen:

Heimat sind die Auen- und Bruchwälder Europas. Anbau in Bayern (30 % der Welternte), der Tschechoslowakei. in Frankreich und vielen weiteren Ländern.

Pflanzenheilkunde:

Hopfenzapfen, Hopfenblüten = Lupuli strobuli ~ Flor. Humuli lupuli

Heilanzeigen: Nervosität, leichte Schlafstörungen, nervöse Magenbeschwerden

Zubereitung/Anwendung: Bei Nervosität und Schlafstörungen in Mischung mit Baldrianwurzel und zwar im Verhältnis 1 Teil Hopfen und 3 Teile Baldrian als Teeaufguss. 1 Teelöffel voll Drogenmischung auf 1 große Tasse heißes Wasser, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen. Man trinkt ½ Stunde vor dem Schlafengehen 1 Tasse. Auch die Anwendung als Hopfen-Schlafkissen ist sinnvoll. Bei nervösen Magenbeschwerden verwendet man einen in gleicher Weise aus 1 Teil Hopfen und 1 Teil Kümmel bereiteten Teeauszug.

Inhaltsstoffe: Die Bitterstoffe Humulon und Lupulon, Methylpeminol.

Anderer Bezeichnungen: Sanddorn

Bilder

Pflanzenheilkunde:

Sanddornbeeren

enthalten reichlich Vitamin C, daneben fettes Öl, Flavonoide und Carotin. Letzterem verdanken die Früchte ihre orange Farbe. Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist in Asien und Europa weit verbreitet, auch als Zierstrauch. Sanddornbeeren werden nicht zur Teebereitung gewonnen, sondern im frischen oder tiefgefrorenen Zustand meist zu Saft verarbeitet. Da reife Sanddornbeeren geringe Mengen an sogenannten niederen Fettsäuren enthalten, haben sie einen leicht ranzigen Beigeschmack. Dies führt mitunter zu Beanstandungen von Sanddornsäften, obwohl diese in Wirklichkeit von einwandfreier Beschaffenheit sind.

Andere Bezeichnungen: Kenaf; Rossela-Hanf; Rama-Eibisch; Karkaden; Sabdariff-Eibisch; Sudan-Eibisch; Afrikanische Malve; Roselle; Nubiablütentee; Rama; Malven-Tee

Bilder:

Vorkommen:

Afrika

Pflanzenheilkunde:

Sudan-Malvenblüten = Flores Hibisci

sind auch bekannt als Hibiskusblüten, Karkaden, afrikanische Malven und Nubiablüten. Die letzteren Namen weisen auf die Herkunft aus Afrika hin. Sie sind zum Teil ungenau, da nur die fleischigen roten Blütenkelche und nicht die ganzen Blüten verwendet werden. Die wissenschaftliche Bezeichnung der zu den Malvengewächsen zählenden Pflanze ist Hibiscus sabdariffa.

Im Gegensatz zu der arzneilich genutzten Malvenart Eibisch sind die Sudan-Malvenblüten ein reiner Haustee, welcher täglich getrunken werden kann. Durch den Gehalt an verschiedenen Fruchtsäuren, insbesondere aber an Hibiscussäure (chemisch verwandt mit Zitronensäure), schmeckt der Teeaufguss erfrischend, besonders kalt getrunken. Ein wasserlöslicher Farbstoff verleiht dem Getränk seine leuchtend rote Farbe.

Zubereitung: Man bereitet die Tagesmenge durch Überbrühen von 1 gehäuften Esslöffel mit 1 Liter kochendem Wasser. Nach 10 Minuten wird der Aufguss abgeseiht.

Andere Bezeichnungen: Kahles Bruchkraut

Bilder

Vorkommen:

Mitteleuropa, Polen, Ukraine, Balkan

Pflanzenheilkunde:

Herba Herniariae

Heilanzeigen: Unterstützend bei chronischer Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung, schmerzhaftem Harndrang.

Zubereitung/Anwendung: Man überbrüht 2 Teelöffel Droge in 1 Tasse mit kochendem Wasser, läßt bedeckt 10 Minuten ziehen und trinkt mittags und abends 1 Tasse Tee. Die Anwendung ärztlich verordneter Mittel wird durch den Tee nicht entbehrlich.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Herniarin (mit Cumarin verwandt), Saponin

Seiten: <-- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 77 78 79 -->

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen